Which of the following statements about cardiac resynchronization therapy (CRT) is false?

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Last updated: September 13, 2026 • View editorial policy

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Die falsche Aussage ist b) - Eine Mini-Thorakotomie ist NICHT im Regelfall erforderlich

Aussage b) ist falsch: Die Implantation eines biventrikulären Schrittmachers erfolgt im Regelfall transvenös über die Vena subclavia ohne Mini-Thorakotomie. Die linksventrikuläre Sonde wird typischerweise über den Koronarsinus in eine epikardiale Vene platziert - ein rein endovaskulärer Zugang 1.

Analyse der einzelnen Aussagen:

a) Biventrikuläres Pacing und simultane Erregung - RICHTIG

  • Beim biventrikulären Pacing wird tatsächlich eine simultane bzw. koordinierte Erregung beider Ventrikel wiederhergestellt
  • Dies ist das grundlegende Prinzip der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT)
  • Ziel ist die Wiederherstellung der elektromechanischen Synchronität bei Patienten mit Herzinsuffizienz und breitem QRS-Komplex 1, 2, 3

b) Mini-Thorakotomie zur Implantation - FALSCH

  • Die Standardimplantation erfolgt transvenös
  • Eine chirurgische Mini-Thorakotomie ist nur in Ausnahmefällen erforderlich (z.B. bei anatomischen Besonderheiten, fehlgeschlagener transvenöser Implantation)
  • Die linksventrikuläre Elektrode wird über den Koronarsinus in eine epikardiale Vene vorgeschoben
  • Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber älteren chirurgischen Verfahren

c) Linksschenkelblock als Hinweis auf kardiale Dysfunktion - RICHTIG

  • Das Vorliegen eines Linksschenkelblocks (LBBB) ist ein wichtiger Hinweis auf elektromechanische Dyssynchronie bei chronischer Herzinsuffizienz
  • LBBB-Patienten zeigen weniger Reverse Remodeling auf medikamentöse Therapie als Patienten mit schmalem QRS (2% vs. 8% LVEF-Verbesserung nach 6 Monaten) 1
  • LBBB mit QRS ≥150 ms ist die stärkste Indikation für CRT (Klasse I-Empfehlung) 2, 3
  • Die Leitlinien betonen, dass LBBB-Patienten nicht auf maximale medikamentöse Therapie warten sollten, bevor CRT implantiert wird 1

d) Hohes Ansprechen bei regelrecht selektionierten Patienten - RICHTIG

  • Bei korrekt selektionierten Patienten ist das Ansprechen auf biventrikuläres Pacing hoch
  • Die MADIT-CRT-Studie zeigte konsistente Reduktion von Morbidität und Mortalität, auch bei Patienten mit Komorbiditäten 1
  • Wichtige Selektionskriterien sind: LVEF ≤35%, LBBB-Morphologie, QRS ≥150 ms, NYHA II-IV trotz optimaler medikamentöser Therapie 2, 3
  • Selbst Patienten ohne signifikantes Reverse Remodeling profitieren hämodynamisch von CRT 1

Wichtige klinische Hinweise:

Optimale Kandidaten für CRT:

  • LVEF ≤35%
  • Sinusrhythmus mit LBBB
  • QRS-Dauer ≥150 ms (Klasse I)
  • NYHA-Klasse II-IV trotz optimaler medikamentöser Therapie
  • Bei Vorhofflimmern: AV-Knoten-Ablation erforderlich für >90-95% biventrikuläre Stimulation 1

Häufige Fallstricke:

  • Patienten mit Komorbiditäten sollten nicht von CRT ausgeschlossen werden - sie profitieren gleichermaßen 1
  • Die Implantation sollte nicht verzögert werden, um maximale Medikamentendosen zu erreichen 1
  • Echokardiographische Dyssynchronie-Parameter sollten nicht zur Patientenselektion verwendet werden 1

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