Ja, die 6-fach-Impfung kann problemlos mit der RSV-Immunisierung bei einem 7 Wochen alten Säugling kombiniert werden
Die gleichzeitige Verabreichung von Nirsevimab (RSV-Prophylaxe) mit Routineimpfungen einschließlich der Hexavalent-Impfung wird ausdrücklich empfohlen und ist sicher. 1
Evidenzbasierte Begründung
Die ACIP-Leitlinien von 2023 stellen eindeutig fest, dass die simultane Gabe von Nirsevimab mit altersgerechten Impfungen den allgemeinen Best-Practice-Richtlinien für Immunisierungen entspricht 1. Klinische Studien mit begrenzten Daten zeigten, dass die Ko-Administration von Nirsevimab mit Routineimpfungen zu ähnlichen Nebenwirkungsraten führte wie die alleinige Impfstoffgabe 1.
Wichtige praktische Aspekte:
Keine Interferenz erwartet: Nirsevimab beeinträchtigt voraussichtlich nicht die Immunantwort auf andere Routineimpfungen im Kindesalter 1
Zeitpunkt optimal: Mit 7 Wochen ist der Säugling im idealen Alter für die erste Dosis der 6-fach-Impfung und gleichzeitig für die RSV-Prophylaxe während der RSV-Saison
Separate Injektionsstellen: Verwenden Sie für jedes Produkt eine separate sterile Spritze und Nadel, um Übertragungen zu verhindern 2
Bevorzugte Injektionsstelle: Bei Säuglingen unter 12 Monaten sollte die anterolaterale Oberschenkelregion für beide Injektionen verwendet werden 2
Praktisches Vorgehen
Beide Produkte gleichzeitig verabreichen an verschiedenen Injektionsstellen (z.B. rechter und linker Oberschenkel)
Dokumentation: Beide Verabreichungen im Impfpass dokumentieren mit Produktnamen, Chargennummer und Datum
Nebenwirkungsüberwachung:
Wichtige Hinweise zur RSV-Prophylaxe
Säuglinge, die während Oktober-März geboren wurden, sollten Nirsevimab innerhalb einer Woche nach der Geburt erhalten, idealerweise während des Geburtskrankenhausaufenthalts 3
Nur eine Dosis pro RSV-Saison ist erforderlich 1
Säuglinge, deren Mütter während einer früheren Schwangerschaft die RSV-Impfung erhalten haben, sollten dennoch Nirsevimab bekommen 3
Kontraindikationen beachten
Die einzige absolute Kontraindikation für beide Produkte ist eine schwere allergische Reaktion (z.B. Anaphylaxie) nach einer vorherigen Dosis oder auf einen Produktbestandteil 1, 2. Bei Blutungsneigung sollten die allgemeinen ACIP-Richtlinien befolgt werden 1.
Die Kombination beider Immunisierungen bei diesem Termin maximiert den Schutz des Säuglings und minimiert zusätzliche Arztbesuche, was die Impfcompliance verbessert.