What is the relationship between migraine and menstruation?

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Last updated: October 14, 2026 • View editorial policy

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Zusammenhang zwischen Migräne und Menstruation

Die Menstruation ist eine wichtige Ausnahme unter den Migräne-Triggerfaktoren, da bei einigen Frauen Migräneattacken ausschließlich oder häufig menstruationsbedingt auftreten 1.

Epidemiologie und klinische Bedeutung

Etwa 8% der Frauen mit Migräne erleben Attacken, die ausschließlich mit ihrer Menstruation zusammenhängen – dies wird als "reine menstruelle Migräne" bezeichnet 1. Die Attacken treten typischerweise im perimenstruellem Fenster auf (Tag -2 bis Tag +3, wobei Tag +1 der erste Blutungstag ist) 2.

Wichtige klinische Merkmale menstrueller Migräne:

  • Tritt meist ohne Aura auf
  • Ist schwerer und länger anhaltend als nicht-menstruelle Migräne
  • Zeigt sich resistenter gegenüber Behandlung 3
  • Die Odds für Migränetage erhöhen sich während des perimenstruellem Fensters um 34% 2

Pathophysiologie

Der Abfall der Östrogenspiegel wird als Hauptmechanismus angesehen. Dieser erhöht die Empfindlichkeit der Blutgefäße gegenüber Prostaglandinen und moduliert das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) im trigeminovaskulären System 4.

Behandlungsalgorithmus

Akuttherapie

Erste Wahl: NSAIDs (Ibuprofen, Diclofenac-Kalium, Acetylsalicylsäure) 1

Zweite Wahl: Triptane bei unzureichender NSAID-Wirkung 1

  • Rizatriptan zeigt die beste Evidenz mit 33-73% Schmerzfreiheit nach 2 Stunden 3

Perimenstruelle Kurzprophylaxe

Wenn optimierte Akuttherapie nicht ausreicht, sollte eine perimenstruelle Prophylaxe eingeleitet werden 1:

  • Langwirksames NSAID (z.B. Naproxen) ODER
  • Langwirksames Triptan (z.B. Frovatriptan oder Naratriptan)
  • Dosierung: Täglich für 5 Tage, beginnend 2 Tage vor dem erwarteten ersten Menstruationstag 1

Hormonelle Optionen

Bei reiner menstrueller Migräne ohne Aura:

  • Kontinuierliche kombinierte hormonelle Kontrazeptiva (ohne Pillenpause) können vorteilhaft sein 1

ABSOLUTE KONTRAINDIKATION:

  • Kombinierte hormonelle Kontrazeptiva sind bei Migräne mit Aura kontraindiziert aufgrund eines erhöhten Schlaganfallrisikos 1

Wichtige Fallstricke

  1. Variabilität beachten: Die Assoziation zwischen Menstruation und Migräne variiert mehr innerhalb derselben Frau über verschiedene Zyklen als zwischen verschiedenen Frauen 2. Dies bedeutet, dass nicht jeder Zyklus gleich ist.

  2. Diagnostische Anforderung: Für eine sichere Diagnose sollten mindestens 3 Zyklen dokumentiert werden, idealerweise mit einem zusätzlichen perimenstruellem Fenster 5.

  3. Nicht überbewerten: Trotz des klaren Zusammenhangs bei einigen Frauen sollte die Rolle von Triggerfaktoren generell nicht überbewertet werden – echte Triggerfaktoren sind oft selbstevident 1.

  4. Medikamentenübergebrauch vermeiden: Häufiger wiederholter Gebrauch von Akutmedikation birgt das Risiko eines medikamenteninduzierten Kopfschmerzes 1.

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