What is the recommended anticoagulation therapy for a patient with a CHA2DS2-VASc (Congestive heart failure, Hypertension, Age ≥ 75 years, Diabetes, Stroke or transient ischemic attack, Vascular disease, Age 65-74 years, Sex category) score of 3?

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Last updated: July 28, 2025View editorial policy

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Antikoagulationstherapie bei einem CHA₂DS₂-VASc Score von 3

Bei einem CHA₂DS₂-VASc Score von 3 wird eine orale Antikoagulation mit einem direkten oralen Antikoagulans (DOAK) wie Apixaban, Dabigatran, Edoxaban oder Rivaroxaban empfohlen, da diese Medikamente gegenüber Vitamin-K-Antagonisten (VKA) wie Warfarin zu bevorzugen sind. 1

Begründung der Empfehlung

Ein CHA₂DS₂-VASc Score von 3 weist auf ein erhöhtes Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Vorhofflimmern hin. Die aktuellen Leitlinien der American College of Cardiology/American Heart Association (ACC/AHA) und der European Society of Cardiology (ESC) empfehlen eindeutig eine orale Antikoagulation bei:

  • Männern mit einem Score ≥2
  • Frauen mit einem Score ≥3 1

Auswahl des Antikoagulans

Erste Wahl: Direkte orale Antikoagulanzien (DOAKs)

  • Apixaban, Dabigatran, Edoxaban oder Rivaroxaban werden als erste Wahl empfohlen 1
  • Vorteile gegenüber VKA:
    • Kein regelmäßiges INR-Monitoring erforderlich
    • Weniger Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln
    • Geringeres intrakranielles Blutungsrisiko
    • Mindestens gleichwertige Wirksamkeit 1

Alternative: Vitamin-K-Antagonisten (VKA)

  • Warfarin mit Ziel-INR 2,0-3,0 kann eingesetzt werden, wenn:
    • DOAKs kontraindiziert sind
    • Mechanische Herzklappen vorliegen
    • Mittelschwere bis schwere Mitralstenose besteht 1
  • Bei Warfarin-Therapie sollte die Zeit im therapeutischen Bereich (TTR) >65% liegen 1

Besondere Situationen

Eingeschränkte Nierenfunktion

  • Bei schwerer Niereninsuffizienz (CrCl <30 ml/min) sind DOAKs mit Vorsicht einzusetzen oder kontraindiziert
  • Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz oder Dialyse ist Warfarin zu bevorzugen 1, 2

Mechanische Herzklappen oder Mitralstenose

  • DOAKs sind kontraindiziert
  • Warfarin (INR 2,0-3,0 oder höher) ist die einzige empfohlene Option 1

Begleitende Thrombozytenaggregationshemmung

  • Die Kombination von oralen Antikoagulanzien mit Thrombozytenaggregationshemmern erhöht das Blutungsrisiko und sollte vermieden werden, wenn keine spezifische Indikation vorliegt 1

Blutungsrisiko

  • Das Blutungsrisiko sollte mit dem HAS-BLED Score bewertet werden
  • Ein hoher Blutungsrisiko-Score (≥3) sollte nicht zum Verzicht auf eine Antikoagulation führen, sondern zu:
    • Engmaschigerer Überwachung
    • Korrektur modifizierbarer Risikofaktoren
    • Sorgfältiger Auswahl des Antikoagulans 1

Wichtige Hinweise

  • Die Monotherapie mit Thrombozytenaggregationshemmern (z.B. Aspirin) wird zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern nicht empfohlen, unabhängig vom Schlaganfallrisiko 1
  • Bei Patienten mit einem CHA₂DS₂-VASc Score von 3 ist das Schlaganfallrisiko ohne Antikoagulation deutlich erhöht (ca. 3,2% pro Jahr) 3, 4
  • Neuere Studien zeigen, dass DOAKs bei Patienten mit höherem CHA₂DS₂-VASc Score (>4) einen besonders deutlichen Nutzen gegenüber Aspirin haben 5

Die Entscheidung für ein bestimmtes Antikoagulans sollte unter Berücksichtigung von Komorbiditäten, Nierenfunktion, Begleitmedikation und Patientenpräferenzen getroffen werden, aber bei einem CHA₂DS₂-VASc Score von 3 ist eine orale Antikoagulation, vorzugsweise mit einem DOAK, klar indiziert.

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