What is the prognosis for patients with intracerebral basal ganglia hemorrhages?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: September 2, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Prognose bei intrazerebralen Stammganglienblutungen

Die Prognose bei intrazerebralen Stammganglienblutungen ist generell ungünstig, mit einer 30-Tages-Mortalitätsrate von 35-52% und nur etwa 20% der Patienten erreichen nach 6 Monaten funktionelle Unabhängigkeit 1.

Prognostische Faktoren

Die wichtigsten prognostischen Faktoren bei Stammganglienblutungen sind:

  • Lokalisation der Blutung innerhalb der Basalganglien:

    • Blutungen im hinteren Schenkel der Capsula interna sind mit einer schlechten Prognose verbunden (beidseits) 2
    • Blutungen im Globus pallidus (beidseits) führen zu schlechteren Ergebnissen 2
    • Thalamische Blutungen, besonders linksseitig, sind mit schlechteren Outcomes assoziiert 2
  • Hämatomvolumen:

    • Das Hämatomvolumen ist ein unabhängiger Prädiktor für schlechte Ergebnisse 2
    • Größere Hämatome sind mit höherer Mortalität und schlechterer funktioneller Prognose verbunden 1
  • Initialer Bewusstseinszustand:

    • Niedriger Glasgow Coma Scale (GCS) Score bei Aufnahme korreliert mit schlechteren Ergebnissen 1, 3
    • Komatöse Patienten haben eine deutlich schlechtere Prognose 4
  • Ventrikeleinbruch und Mittellinienverlagerung:

    • Intraventrikuläre Blutung verschlechtert die Prognose erheblich 1, 3
    • Signifikante Mittellinienverlagerung ist mit schlechteren Outcomes verbunden 3

Mortalitätsraten nach Lokalisation

Die 1-Jahres-Mortalität bei intrazerebralen Blutungen variiert je nach Lokalisation 1:

  • Tiefe (basalganglionäre) Blutungen: 51%
  • Lobäre Blutungen: 57%
  • Kleinhirnblutungen: 42%
  • Hirnstammblutungen: 65%

Besondere Situationen

Bilaterale Stammganglienblutungen

Bilaterale Basalganglienblutungen sind selten und haben eine besonders schlechte Prognose 4:

  • Höhere Rate an komatösen Zuständen bei Aufnahme (56%)
  • Durchschnittlicher GCS-Score von 7
  • Schlechtes Outcome bei 56% der Patienten
  • Nicht-traumatische Fälle haben schlechtere Ergebnisse als traumatische (17% vs. 48% gute Erholung) 4

Chronische intrazerebrale Blutungen

Chronische intrazerebrale Blutungen in den Basalganglien sind selten (0,15% aller Basalganglienblutungen) und können durch verzögerte Resorption des Hämatoms charakterisiert sein 5.

Therapeutische Maßnahmen mit Einfluss auf die Prognose

  1. Blutdruckkontrolle:

    • Intensive Blutdrucksenkung auf <140 mmHg innerhalb von 6 Stunden nach Symptombeginn reduziert das Risiko einer Hämatomexpansion 3, 6
    • Ultra-frühe Blutdruckkontrolle (130-140 mmHg) kann Hämatomvergrößerung, Hirnödem und neurologische Defizite signifikant reduzieren 6
  2. Chirurgische Intervention:

    • Für die meisten Patienten mit supratentorieller ICH ist der Nutzen einer Operation nicht eindeutig belegt (Klasse IIb, Evidenzgrad A) 1
    • Patienten mit Hämatomen, die sich bis auf 1 cm an die kortikale Oberfläche erstrecken, können von einer Operation innerhalb von 96 Stunden profitieren 1
    • Patienten mit GCS 9-12 zeigen einen Trend zu besseren Ergebnissen nach chirurgischer Intervention 1, 3
    • Bei Patienten mit GCS ≤8 oder tiefen Blutungen kann eine Operation zu schlechteren Ergebnissen führen 1
  3. Dekompressive Kraniektomie:

    • Kann bei Patienten mit Koma, großen Hämatomen, signifikanter Mittellinienverlagerung oder erhöhtem intrakraniellem Druck in Betracht gezogen werden 3

Zeitlicher Verlauf der Erholung

Die meisten funktionellen und kognitiven Verbesserungen treten Wochen bis Monate nach der Entlassung auf 3. Die langfristige Prognose hängt stark von der initialen Schwere der Blutung und dem frühen Management ab.

Fazit

Die Prognose bei intrazerebralen Stammganglienblutungen wird hauptsächlich durch das Hämatomvolumen, die genaue Lokalisation innerhalb der Basalganglien (besonders Beteiligung der Capsula interna) und den initialen Bewusstseinszustand bestimmt. Aggressive frühe Behandlung mit Blutdruckkontrolle und selektiver chirurgischer Intervention bei geeigneten Patienten kann das Outcome verbessern, jedoch bleibt die Gesamtprognose ungünstig mit hoher Mortalität und signifikanter Morbidität bei Überlebenden.

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.