What is the detailed structure and function of the human eye?

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Aufbau und Funktion des menschlichen Auges

Das menschliche Auge ist ein komplexes Sinnesorgan, das aus verschiedenen spezialisierten Geweben besteht, die Licht aufnehmen, umwandeln und weiterleiten, um den Sehvorgang zu ermöglichen. 1 Die anatomische und physiologische Organisation des Auges ermöglicht die präzise Wahrnehmung von Licht, Farben und Bewegungen in unserer Umgebung.

Anatomischer Aufbau

Äußere Augenhülle

  • Sklera (Lederhaut):

    • Besteht aus dichtem Bindegewebe
    • Akustische Impedanz von 1,67±0,06 MRayl und Dichte von 1,03±0,04 g/cm³ 1
    • Bildet die weiße, schützende äußere Hülle des Auges
    • Geht im vorderen Bereich in die transparente Hornhaut über
  • Kornea (Hornhaut):

    • Transparente Struktur im vorderen Augenabschnitt
    • Mehrschichtiger Aufbau:
      • Kornealepithel: hochregelmäßiges, geschichtetes, nicht-keratinisiertes Plattenepithel 1
      • Kornealstroma: präzise organisierte Kollagenfibrillen in parallelen Bündeln, umgeben von extrazellulärer Matrix (Glykosaminoglykane wie Keratansulfat, Chondroitinsulfat, Dermatansulfat und Hyaluron) und Keratozyten 1
    • Akustische Eigenschaften: Kornealepithel mit Impedanz von 1,60 MRayl, Kornealstroma mit 1,63±0,05 MRayl 1
    • Brechkraft: Hauptbrechkraft des optischen Systems (ca. 43 Dioptrien)

Mittlere Augenhaut (Uvea)

  • Choroidea (Aderhaut):

    • Stark vaskularisierte Schicht zwischen Retina und Sklera
    • Versorgt die äußeren Schichten der Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen
    • Akustische Impedanz von 1,59±0,02 MRayl und Dichte von 0,99±0,04 g/cm³ 1
  • Ziliarkörper:

    • Enthält den Ziliarmuskel (akustische Impedanz: 1,58±0,02 MRayl) 1
    • Produziert das Kammerwasser
    • Steuert über Zonulafasern die Linsenform bei der Akkommodation
  • Iris (Regenbogenhaut):

    • Ringförmige, pigmentierte Membran mit zentraler Öffnung (Pupille)
    • Reguliert den Lichteinfall durch Pupillenweite
    • Enthält glatte Muskelfasern (Dilatator und Sphinkter)

Innere Augenhaut

  • Retina (Netzhaut):

    • Mehrschichtige neurosensorische Schicht
    • Akustische Impedanz von 1,57±0,01 MRayl und Dichte von 0,97±0,03 g/cm³ 1
    • Enthält lichtempfindliche Photorezeptoren:
      • Stäbchen: ca. 120 Millionen, für das Dämmerungssehen
      • Zapfen: ca. 6 Millionen, für das Farbsehen und Scharfsehen
    • Schichtenaufbau von außen nach innen:
      • Retinales Pigmentepithel (RPE)
      • Photorezeptorschicht (Stäbchen und Zapfen)
      • Äußere Grenzmembran
      • Äußere Körnerschicht (Zellkörper der Photorezeptoren)
      • Äußere plexiforme Schicht
      • Innere Körnerschicht (Bipolar-, Horizontal- und Amakrinzellen)
      • Innere plexiforme Schicht
      • Ganglienzellschicht
      • Nervenfaserschicht (RNFL)
      • Innere Grenzmembran
  • Makula und Fovea centralis:

    • Makula: Bereich des schärfsten Sehens
    • Fovea centralis: Zentrale Vertiefung in der Makula mit höchster Zapfendichte

Innere Strukturen

  • Linse:

    • Bikonvexe, transparente Struktur
    • Akustische Impedanz von 1,73±0,03 MRayl und Dichte von 1,06 g/cm³ 1
    • Besteht aus Linsenkapsel, Linsenepithel und Linsenfasern
    • Verändert ihre Form zur Akkommodation (Naheinstellung)
  • Glaskörper (Corpus vitreum):

    • Gallertartige, transparente Substanz
    • Füllt den Raum zwischen Linse und Netzhaut
    • Akustische Impedanz von 1,54±0,04 MRayl und Dichte von 1,01 g/cm³ 1
    • Besteht zu 99% aus Wasser, enthält Kollagenfibrillen und Hyaluronsäure
  • Kammerwasser:

    • Klare Flüssigkeit in der vorderen und hinteren Augenkammer
    • Wird vom Ziliarkörper produziert und über das Trabekelwerk abgeleitet
    • Wichtig für den Augeninnendruck und die Ernährung von Hornhaut und Linse

Hilfsorgane des Auges

  • Augenlider:

    • Schützen das Auge vor Fremdkörpern und Austrocknung
    • Enthalten die Meibom-Drüsen, die den Lipidanteil des Tränenfilms produzieren 1
  • Tränenapparat:

    • Tränendrüsen: produzieren den wässrigen Anteil der Tränenflüssigkeit
    • Tränenfilm: komplexe Struktur aus wässriger, nährstoffreicher Komponente und Lipidschicht 1
    • Tränenkanälchen und Tränennasengang: leiten überschüssige Tränenflüssigkeit ab
  • Augenmuskulatur:

    • Sechs äußere Augenmuskeln pro Auge (vier gerade, zwei schräge)
    • Ermöglichen präzise Augenbewegungen und Fixation

Physiologische Funktionen

Optisches System und Lichtbrechung

  • Brechkraft:

    • Gesamtbrechkraft des Auges: ca. 58-60 Dioptrien
    • Hauptbrechkraft durch Hornhaut (ca. 43 Dioptrien)
    • Variable Brechkraft durch Linse (ca. 15-20 Dioptrien)
  • Akkommodation:

    • Anpassung der Linsenbrechkraft für Nah- und Fernsicht
    • Kontraktion des Ziliarmuskels entspannt die Zonulafasern
    • Linse nimmt durch Eigenelastizität eine stärker gewölbte Form an (erhöhte Brechkraft)

Lichtwahrnehmung und Signalverarbeitung

  • Phototransduktion:

    • Umwandlung von Lichtreizen in elektrische Signale durch Photorezeptoren
    • Stäbchen: enthalten Rhodopsin, hochempfindlich bei schwachem Licht
    • Zapfen: drei Typen (rot-, grün-, blauempfindlich) für Farbsehen
  • Signalverarbeitung in der Retina:

    • Vertikale Signalweiterleitung: Photorezeptoren → Bipolarzellen → Ganglienzellen
    • Horizontale Verschaltung: durch Horizontal- und Amakrinzellen
    • Kontrastverstärkung und erste Bildverarbeitung bereits in der Netzhaut
  • Weiterleitung zum Gehirn:

    • Axone der Ganglienzellen bilden den Sehnerv (Nervus opticus)
    • Akustische Impedanz des Sehnervs: 1,57±0,02 MRayl 1
    • Kreuzung im Chiasma opticum
    • Weiterleitung über Corpus geniculatum laterale zum visuellen Kortex

Schutz- und Regulationsmechanismen

  • Pupillenreaktion:

    • Regulation des Lichteinfalls durch Erweiterung/Verengung der Pupille
    • Lichtreflex: Verengung bei hellem Licht
    • Naheinstellungsreaktion: Verengung bei Nahfixation
  • Tränenfilm:

    • Dreischichtiger Aufbau: Muzinschicht, wässrige Schicht, Lipidschicht
    • Funktionen:
      • Schutz der Hornhautoberfläche
      • Erhöhung der optischen Qualität durch glatte Oberfläche
      • Antibakterielle Wirkung durch Enzyme wie Lysozym 1
  • Immunprivileg des Auges:

    • Spezielle immunologische Umgebung zum Schutz vor Entzündungsreaktionen
    • Blut-Retina-Schranke verhindert unkontrollierten Eintritt von Immunzellen
    • Immunsuppressive Moleküle regulieren Immunzellen 2

Histologische Besonderheiten

Hornhaut

  • Fünfschichtiger Aufbau:
    • Epithel: mehrschichtiges, nicht verhorntes Plattenepithel
    • Bowman-Membran: azelluläre Kollagenschicht
    • Stroma: regelmäßig angeordnete Kollagenfibrillen und Keratozyten
    • Descemet-Membran: Basalmembran des Endothels
    • Endothel: einschichtiges Plattenepithel mit Na⁺-Transportfunktion zur Regulation des Wassergehalts 1

Netzhaut

  • Zelluläre Organisation:

    • Photorezeptoren mit Außen- und Innensegment
    • Bipolarzellen als erste Umschaltstelle
    • Ganglienzellen mit langen Axonen zum Sehnerv
    • Stützzellen (Müller-Glia) durchziehen die gesamte Netzhaut
  • Retinales Pigmentepithel (RPE):

    • Einschichtiges Epithel zwischen Photorezeptoren und Choroidea
    • Funktionen:
      • Phagozytose abgestoßener Photorezeptoraußensegmente
      • Teilnahme am Sehzyklus (Vitamin-A-Stoffwechsel)
      • Bildung der äußeren Blut-Retina-Schranke

Linse

  • Avaskuläre Struktur:

    • Keine Blutgefäße zur Erhaltung der Transparenz
    • Ernährung durch Diffusion aus dem Kammerwasser
  • Zellulärer Aufbau:

    • Linsenkapsel: dicke Basalmembran
    • Linsenepithel: nur an der Vorderfläche
    • Linsenfasern: langgestreckte, kernlose Zellen mit hohem Kristallingehalt

Diagnostische Verfahren zur Untersuchung des Auges

Klinische Untersuchungsmethoden

  • Spaltlampenbiomikroskopie:

    • Ermöglicht die detaillierte Untersuchung der vorderen Augenabschnitte
    • Beurteilung von Hornhaut, Vorderkammer, Iris, Linse und vorderem Glaskörper 1
  • Ophthalmoskopie:

    • Direkte und indirekte Methode zur Untersuchung des Augenhintergrunds
    • Beurteilung von Netzhaut, Gefäßen und Sehnervenkopf 1
  • Optische Kohärenztomographie (OCT):

    • Hochauflösende Querschnittsbilder der Netzhaut und des Sehnervs
    • Messung der Nervenfaserschichtdicke (RNFL) zur Glaukomdiagnostik 3
    • Beurteilung der Makula bei Makulaerkrankungen

Funktionsprüfungen

  • Visusbestimmung:

    • Prüfung der zentralen Sehschärfe für Ferne und Nähe 1
  • Refraktionsbestimmung:

    • Ermittlung der Brechkraft des Auges und eventueller Fehlsichtigkeiten 1
  • Gesichtsfelduntersuchung:

    • Prüfung des peripheren Sehens
    • Konfrontationstest als Screening 1
  • Farbsehprüfung:

    • Untersuchung des Farbunterscheidungsvermögens 1

Häufige Erkrankungen und ihre anatomischen Grundlagen

  • Refraktionsfehler:

    • Myopie (Kurzsichtigkeit): zu lange Augachse oder zu starke Brechkraft
    • Hyperopie (Weitsichtigkeit): zu kurze Augachse oder zu schwache Brechkraft
    • Astigmatismus: unregelmäßige Hornhautkrümmung
  • Katarakt (Grauer Star):

    • Trübung der Linse mit Beeinträchtigung der Lichtdurchlässigkeit
  • Glaukom (Grüner Star):

    • Erhöhter Augeninnendruck durch gestörten Kammerwasserabfluss
    • Schädigung des Sehnervs und der Nervenfaserschicht
    • RNFL-Verdünnung als frühes Zeichen, besonders bei einer Verdünnungsrate von mehr als 2,0 μm/Jahr 3
  • Makuladegeneration:

    • Degeneration im Bereich des schärfsten Sehens
    • Altersbedingte Form (AMD) als häufigste Ursache für Erblindung im Alter
  • Retinopathien:

    • Diabetische Retinopathie: mikrovaskuläre Schädigung durch Diabetes
    • Hypertensive Retinopathie: Netzhautveränderungen durch Bluthochdruck

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

[Anatomy and immunology of the eye].

Zeitschrift fur Rheumatologie, 2017

Guideline

Glaucoma Diagnosis and Monitoring

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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