Is contrast media recommended for a CT scan in suspected incarcerated umbilical hernia?

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Last updated: September 23, 2025View editorial policy

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CT mit Kontrastmittel ist bei Verdacht auf eingeklemmte Nabelhernie empfohlen

Bei Verdacht auf eine eingeklemmte Nabelhernie wird ein CT des Abdomens und Beckens mit intravenösem Kontrastmittel empfohlen, da es die höchste diagnostische Genauigkeit bietet und sowohl die Hernie als auch mögliche Komplikationen optimal darstellt. 1

Diagnostischer Algorithmus bei Verdacht auf eingeklemmte Nabelhernie

  1. Initiale Bildgebung:

    • CT Abdomen und Becken mit intravenösem Kontrastmittel ist die Methode der Wahl
    • Verzicht auf orale oder rektale Kontrastmittelgabe, da diese keinen zusätzlichen diagnostischen Nutzen bringt und die Untersuchung verzögern kann 1
  2. Vorteile des CT mit intravenösem Kontrastmittel:

    • Hohe Sensitivität für die Diagnose einer eingeklemmten Hernie
    • Ermöglicht die Beurteilung der Darmvitalität durch Darstellung der Durchblutung 2
    • Identifiziert Komplikationen wie Perforation, Abszesse oder Darmobstruktion 1
    • Kann alternative Diagnosen ausschließen oder bestätigen 3
  3. Spezifische Befunde im CT:

    • Darstellung des Bruchsacks und des inkarzerierten Darmanteils
    • Beurteilung von Durchblutungsstörungen des eingeklemmten Darms
    • Nachweis von freier Flüssigkeit oder Gas als Hinweis auf Komplikationen 1

Evidenzbasierte Begründung

Die American College of Radiology (ACR) Appropriateness Criteria empfehlen ein CT mit intravenösem Kontrastmittel als Bildgebung der Wahl bei Verdacht auf abdominelle Obstruktion, einschließlich eingeklemmter Hernien 3. Die Kontrastmittelgabe verbessert die Darstellung von Gefäßstrukturen und ermöglicht eine bessere Beurteilung der Darmvitalität 2.

Die Verwendung von intravenösem Kontrastmittel ist besonders wichtig, da es die Erkennung von Komplikationen wie Darmnekrose oder Abszessbildung erleichtert. Die Kontrastmittelanreicherung im Darmgewebe gibt Aufschluss über die Durchblutungssituation, was entscheidend für die Therapieplanung ist 2.

Besondere Überlegungen und Fallstricke

  1. Alternative Bildgebung bei Kontraindikationen:

    • Bei Niereninsuffizienz oder Kontrastmittelallergie kann ein Nativ-CT erwogen werden, jedoch mit eingeschränkter Aussagekraft bezüglich der Darmvitalität 3
    • Ultraschall kann als Alternative bei Kindern, Schwangeren oder instabilen Patienten dienen, hat aber eine geringere Sensitivität 4, 5
  2. Häufige Fallstricke:

    • Bei adipösen Patienten kann eine eingeklemmte Nabelhernie äußerlich nicht sichtbar sein ("unsichtbare eingeklemmte Nabelhernie"), was die Diagnose erschwert und die Bedeutung der CT-Bildgebung unterstreicht 5
    • Die Beurteilung der Darmvitalität allein durch klinische Untersuchung ist unzuverlässig; die kontrastmittelverstärkte CT bietet hier entscheidende Zusatzinformationen 6
  3. Zeitfaktor:

    • Die Diagnose sollte nicht verzögert werden, da eine verzögerte Behandlung das Risiko für Darmnekrose und Perforation erhöht
    • Die CT mit intravenösem Kontrastmittel bietet die schnellste und umfassendste diagnostische Information für die Therapieentscheidung 1

Die Verwendung von intravenösem Kontrastmittel im CT ist entscheidend für die optimale Beurteilung einer vermuteten eingeklemmten Nabelhernie und sollte daher standardmäßig durchgeführt werden, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Diagnostic Imaging for Abdominal Obstruction

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

Invisible incarcerated umbilical hernia: A case report.

Annals of medicine and surgery (2012), 2022

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