What to do for a patient presenting with macrohematuria while on Eliquis (apixaban)?

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Last updated: September 23, 2025View editorial policy

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Management von Makrohämaturie bei Patienten unter Eliquis (Apixaban)

Bei einem Patienten mit Makrohämaturie unter Eliquis-Therapie sollte eine vollständige urologische Abklärung durchgeführt und die Antikoagulation vorübergehend unterbrochen werden, bis die Blutung kontrolliert ist.

Sofortmaßnahmen

  • Beurteilung der Blutungsschwere:

    • Quantifizierung der Blutmenge im Urin
    • Hämodynamische Stabilität überprüfen (Vitalzeichen)
    • Laborwerte: Blutbild, Kreatinin, Gerinnungsstatus
    • Berechnung der Kreatinin-Clearance mit Cockcroft-Gault-Formel 1
  • Antikoagulation:

    • Sofortige Unterbrechung von Eliquis bei signifikanter Blutung 1, 2
    • Bei hämodynamisch relevanter Blutung: Erwägung einer Antagonisierung mit Andexanet alfa (spezifisches Antidot für Apixaban) oder alternativ Prothrombinkomplexkonzentrat 1, 2

Diagnostische Maßnahmen

  • Initiale Diagnostik:

    • Urinanalyse und Urinsediment (Bestätigung der Hämaturie)
    • Urinkultur zum Ausschluss einer Infektion 1
    • Sonographie der Harnwege 3
  • Erweiterte Diagnostik:

    • Zystoskopie (zur Beurteilung der Blase und Lokalisation der Blutungsquelle)
    • CT-Untersuchung der Harnwege 3
    • Urinzytologie zum Ausschluss maligner Erkrankungen 1

Ursachenabklärung

Die häufigsten Ursachen für Makrohämaturie bei antikoagulierten Patienten sind:

  • Hämorrhagische Zystitis
  • Prostatahyperplasie bei Männern
  • Urothel-Karzinom (25,3% der geriatrischen Patienten mit Makrohämaturie) 4
  • Urolithiasis
  • Nierentumoren 5

Therapeutisches Vorgehen

  1. Bei leichter Blutung:

    • Ambulante urologische Abklärung
    • Ausreichende Hydratation sicherstellen 1
    • Überwachung der Vitalzeichen und Urinausscheidung
  2. Bei schwerer oder anhaltender Blutung:

    • Stationäre Aufnahme
    • Kontinuierliche Blasenspülung bei Koagelbildung (42,6% der Fälle) 4
    • Katheterisierung oder Katheterwechsel bei vorbestehendem Katheter (39,5% der Fälle) 4
    • Interdisziplinäre Betreuung durch Urologen, Internisten und Anästhesisten 5
  3. Management der Antikoagulation:

    • Wiederaufnahme von Eliquis erst nach Sistieren der Blutung
    • Erwägung einer Dosisreduktion basierend auf Patientenfaktoren 1
    • Bei hohem thromboembolischen Risiko: Überbrückung mit kurzwirksamen parenteralen Antikoagulanzien wie Fondaparinux 3, 1

Wichtige Hinweise

  • Makrohämaturie muss immer abgeklärt werden, unabhängig von der Antikoagulation 5
  • Auch bei älteren, geriatrischen Patienten unter Antikoagulation zeigt die urologische Diagnostik einen hohen Prozentsatz signifikanter Malignome (25,3%) 4
  • Entgegen der Erwartung ist eine Überdosierung nicht die Hauptursache für Hämaturie bei Patienten unter Vitamin-K-Antagonisten 4
  • Dauerkatheter stellen einen Risikofaktor für intensivere Makrohämaturie dar 4

Wiederaufnahme der Antikoagulation

  • Eliquis kann nach Sistieren der Blutung wieder begonnen werden, in der Regel 24-72 Stunden postinterventionell 3
  • Die erste "therapeutische" Dosis sollte 12 Stunden nach der letzten "prophylaktischen" LMWH-Gabe verabreicht werden 3
  • Regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion nach der Intervention, wenn diese die Nierenfunktion beeinträchtigen könnte 3

Die Behandlung erfordert eine sorgfältige Abwägung zwischen dem Blutungsrisiko und dem thromboembolischen Risiko, wobei die vollständige urologische Abklärung nicht vernachlässigt werden sollte, da in einem erheblichen Prozentsatz der Fälle maligne Erkrankungen vorliegen können.

References

Guideline

Anticoagulation Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

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