What is the initial therapy for a patient presenting with hemorrhoid bleeding?

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Last updated: September 24, 2025View editorial policy

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Therapie bei Hämorrhoiden-Blutung

Die initiale Therapie bei Hämorrhoiden-Blutung umfasst konservative Maßnahmen mit erhöhter Ballaststoffzufuhr (25-30g täglich), ausreichender Flüssigkeitszufuhr, Sitzbädern 2-3 mal täglich und Vermeidung von Pressen beim Stuhlgang. 1

Diagnostisches Vorgehen

Bei Verdacht auf blutende Hämorrhoiden ist folgendes Vorgehen wichtig:

  • Erhebung einer gezielten Anamnese und Durchführung einer vollständigen körperlichen Untersuchung einschließlich digitaler rektaler Untersuchung, um andere Ursachen für untere gastrointestinale Blutungen auszuschließen 2
  • Überprüfung der Vitalzeichen, Bestimmung von Hämoglobin und Hämatokrit sowie Beurteilung der Gerinnung zur Einschätzung des Schweregrades der Blutung 2
  • Bei schwerer Blutung: Blutgruppenbestimmung und Kreuzprobe 2
  • Anoskopie zur Beurteilung der Hämorrhoiden und deren Klassifizierung 1

Klassifikation der Hämorrhoiden

Hämorrhoiden werden in vier Grade eingeteilt:

  • Grad I: Bluten, aber prolabieren nicht
  • Grad II: Prolabieren beim Stuhlgang, reponieren sich spontan
  • Grad III: Prolabieren und erfordern manuelle Reposition
  • Grad IV: Permanent prolabiert und können nicht reponiert werden 1

Therapeutisches Vorgehen

Konservative Therapie (erste Wahl)

  1. Ballaststoffreiche Ernährung (25-30g täglich)
  2. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  3. Sitzbäder 2-3 mal täglich
  4. Vermeidung von Pressen beim Stuhlgang
  5. Vermeidung von längerem Sitzen 1

Medikamentöse Therapie

  • Bei akuter Blutung: Flavonoide in Form von mikronisierter gereinigter Flavonoidfraktion (MPFF) zur Kontrolle der akuten Blutung 3
  • Osmotische Abführmittel wie Polyethylenglykol (PEG) 17g mit 240ml Wasser zweimal täglich bei Verstopfung 1
  • Lokale Anwendung von Hydrocortison-Zäpfchen (5 mg) einmal täglich, typischerweise morgens, bei nicht ausreichendem Ansprechen auf konservative Maßnahmen 1

Interventionelle Verfahren (bei Versagen der konservativen Therapie)

  • Gummibandligatur ist die bevorzugte Behandlungsmethode für Grad I-III Hämorrhoiden mit einer Erfolgsrate von 89%, wobei bis zu 20% wiederholte Eingriffe benötigen können 1, 4
  • Sklerosierungstherapie zeigt kurzfristige Wirksamkeit bei 70-85% der Patienten, langfristige Remission jedoch nur bei einem Drittel 4
  • Infrarot-Koagulation mit 70-80% Erfolg bei der Reduzierung von Blutungen und Prolaps 4

Chirurgische Therapie

  • Indiziert bei Grad III-IV Hämorrhoiden, die auf konservative und ambulante Behandlungen nicht ansprechen 1, 4
  • Exzisionshämorrhoidektomie gilt als Goldstandard für Grad IV Hämorrhoiden mit niedriger Rezidivrate (2-10%), jedoch längerer Erholungszeit (9-14 Tage) 4

Besondere Hinweise

  • Analschmerzen sind in der Regel nicht mit unkomplizierten Hämorrhoiden verbunden und deuten auf andere Pathologien wie Thrombose, Fissur oder Abszess hin 1
  • Bildgebende Untersuchungen (CT, MRT oder endoanaler Ultraschall) sollten nur bei Verdacht auf begleitende anorektale Erkrankungen (Sepsis/Abszess, entzündliche Darmerkrankung, Neoplasie) durchgeführt werden 2
  • Bei immungeschwächten Patienten besteht ein höheres Infektionsrisiko bei jeglichen Eingriffen 1
  • Bei Schwangeren sollte wenn möglich eine konservative Behandlung bevorzugt werden 1

Die Behandlung sollte stets dem Schweregrad der Hämorrhoiden und den individuellen Symptomen angepasst werden, wobei die konservative Therapie die Grundlage bildet und invasivere Maßnahmen bei Therapieversagen zum Einsatz kommen.

References

Guideline

Hemorrhoid Treatment Guidelines

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

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