What is the recommended initial therapy for a patient with urothelial carcinoma in situ (CIS) of the urinary bladder (pTis) after Transurethral Resection of Bladder (TUR-B)?

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Therapieempfehlung nach TUR-B bei Erstdiagnose Urothelkarzinom der Harnblase pTis

Die Standardtherapie für Carcinoma in situ (pTis) der Harnblase nach TUR-B ist eine intravesikale BCG-Immuntherapie mit Induktions- und anschließender Erhaltungstherapie über 3 Jahre. 1

Therapieprotokoll

Induktionstherapie

  • BCG-Instillation einmal wöchentlich für 6 Wochen, beginnend 2-3 Wochen nach der TUR-B 2, 1
  • Nach der Induktionsphase folgt eine Ruhephase von 4-6 Wochen mit vollständiger Reevaluation nach 12 Wochen (3 Monate) nach Therapiebeginn 2

Erhaltungstherapie

  • Nach erfolgreicher Induktion wird eine Erhaltungstherapie nach dem SWOG-Schema empfohlen:
    • Drei wöchentliche Instillationen in den Monaten 3,6,12,18,24,30 und 36 1
  • Die vollständige 3-jährige Erhaltungstherapie zeigt die besten Ergebnisse zur Verhinderung von Rezidiven und Progression 1, 3

Begründung

  • BCG-Immuntherapie ist der intravesikalen Chemotherapie bei CIS deutlich überlegen:
    • Höhere komplette Ansprechraten (68,1% vs. 51,5%)
    • Längere Ansprechdauer 2
    • Signifikante Reduktion der Rezidivrate nach 72 Monaten (RR = 0,70) und nach 143 Monaten (RR = 0,18) im Vergleich zur intravesikalen Chemotherapie 1

Alternative bei BCG-Intoleranz

  • Falls der Patient BCG nicht verträgt, kann intravesikales Mitomycin C erwogen werden 2
  • Die Datenlage für diese Alternative ist jedoch begrenzt 2

Nachsorge und Überwachung

  • Regelmäßige Kontrollen mit Urinzytologie und Zystoskopie:
    • Alle 3-6 Monate in den ersten 2 Jahren
    • Danach in größeren Intervallen 2, 1
  • Bildgebung des oberen Harntrakts alle 1-2 Jahre 2, 1
  • Molekulare Urintests für Urotheltumormarker können erwogen werden (Kategorie 2B-Empfehlung) 2

Management bei Rezidiv oder Persistenz

  • Bei Rezidiv nach initialer intravesikaler Therapie und 12-Wochen-Evaluation kann ein zweiter Induktionskurs BCG erwogen werden
  • Es sollten nicht mehr als 2 aufeinanderfolgende Induktionskurse verabreicht werden 2
  • Bei BCG-refraktärer Erkrankung (persistierende Erkrankung nach 3 Monaten adäquater Induktion) oder BCG-Rezidiv innerhalb von 6 Monaten sollten alternative Behandlungsoptionen wie radikale Zystektomie oder alternative intravesikale Substanzen erwogen werden 1

Wichtige Hinweise

  • Die BCG-Therapie kann lokale und systemische Nebenwirkungen verursachen, die in 3-5% der Fälle auftreten und meist selbstlimitierend sind 4
  • Schwerwiegende Komplikationen wie disseminierte BCG-Infektionen sind selten (0,5-2%) 4
  • Nur etwa 16% der Patienten können aufgrund von Nebenwirkungen alle vorgesehenen Instillationen der 3-jährigen Erhaltungstherapie erhalten 4
  • Bei zunehmenden Nebenwirkungen kann eine logarithmische Dosisreduktion von BCG erwogen werden, um eine Eskalation der Toxizität zu verhindern 3

Die BCG-Immuntherapie nach TUR-B stellt die wirksamste Behandlung für das Carcinoma in situ der Harnblase dar und sollte als Standardtherapie angesehen werden, um das Risiko für Rezidive und Progression zu minimieren.

References

Guideline

Bladder Carcinoma In Situ Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

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