Is there evidence of more or fewer complications in second or third births?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: October 3, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Komplikationen bei zweiter oder dritter Geburt

Bei zweiten oder dritten Geburten gibt es sowohl Vor- als auch Nachteile hinsichtlich möglicher Komplikationen, wobei Mehrgebärende insgesamt ein erhöhtes Risiko für bestimmte Komplikationen wie Plazentationsstörungen und schwere postpartale Blutungen aufweisen.

Risiken bei Mehrgebärenden im Vergleich zu Erstgebärenden

Erhöhte Risiken bei Mehrgebärenden:

  • Höhere Rate an hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen (6,4% vs. 5,0%) 1
  • Gestationsdiabetes tritt häufiger auf (25,3% vs. 23,1%) 1
  • Erhöhtes Risiko für Placenta praevia (3,0% vs. 2,3%) 1
  • Höhere Rate an Plazentationsanomalien wie Placenta accreta (2,4% vs. 1,8%) 1
  • Signifikant höheres Risiko für schwere postpartale Blutungen (2,8% vs. 1,9%) 1
  • Bei Zwillingsschwangerschaften: erhöhtes Risiko für fetalen Tod (3-4-mal höher bei monochorialen Zwillingen) 2

Vorteile bei Mehrgebärenden:

  • Niedrigere primäre Kaiserschnittrate bei unkomplizierten Schwangerschaften 1
  • Geringeres Risiko für Geburtsstillstand und protrahierte Geburt 1

Spezifische Risiken bei Mehrgebärenden

Narbengebärmutter nach vorherigem Kaiserschnitt:

  • Erhöhtes Risiko für Uterusruptur 1
  • Höhere Wahrscheinlichkeit für erneuten Kaiserschnitt 1
  • Erhöhtes Risiko für Plazentationsstörungen (Placenta praevia und Placenta accreta) 1

Alter und Mehrgebärende:

  • Der Anteil älterer Schwangerer (>40 Jahre) ist bei Mehrgebärenden höher (3,6% vs. 2%) 1
  • Fortgeschrittenes Alter in Kombination mit Multiparität erhöht das Risiko für:
    • Gestationsdiabetes 1
    • Hypertensive Erkrankungen 1
    • Plazentationsstörungen 1

Besonderheiten bei Mehrlingsschwangerschaften

Risiken bei Mehrlingsschwangerschaften:

  • Fetaler Tod tritt bei bis zu 5% der Zwillingsschwangerschaften im zweiten und dritten Trimester auf 2
  • Diskordantes Wachstum bei Zwillingen ist mit erhöhter Mortalität und Morbidität verbunden 2
  • Bei monochorialen Zwillingen besteht ein 10-20% Risiko für ein fetofetales Transfusionssyndrom (FFTS) mit einer Mortalitätsrate von über 70% bei unbehandeltem schwerem FFTS im mittleren zweiten Trimester 2
  • Signifikante Gewichtsunterschiede zwischen Zwillingen (>20% Diskordanz) sind mit erhöhter Morbidität und Mortalität verbunden 2

Präventionsmaßnahmen und Überwachung

Allgemeine Empfehlungen:

  • Frühzeitige und regelmäßige Schwangerschaftsvorsorge, idealerweise vor der 10. Schwangerschaftswoche 3
  • Screening und Behandlung von Parodontalerkrankungen zur Verringerung des Risikos einer Frühgeburt 3
  • Folsäuresupplementierung (400-800 mcg täglich) zur Verringerung des Risikos von Neuralrohrdefekten 3

Spezifische Maßnahmen für Mehrgebärende:

  • Engmaschige Überwachung bei Vorliegen einer Narbengebärmutter 1
  • Bei Zustand nach Kaiserschnitt: sorgfältige Evaluation der Plazentalokalisation zum Ausschluss einer Placenta praevia oder Placenta accreta 1
  • Bei Mehrlingsschwangerschaften: häufigere Ultraschallkontrollen (alle 2-3 Wochen bei monochorialen Zwillingen) 2

Fazit

Die Evidenz zeigt, dass Mehrgebärende im Vergleich zu Erstgebärenden ein verändertes Risikoprofil aufweisen. Während bestimmte Komplikationen wie Plazentationsstörungen und schwere postpartale Blutungen häufiger auftreten, ist das Risiko für einen primären Kaiserschnitt bei unkomplizierten Schwangerschaften geringer. Eine individualisierte Betreuung unter Berücksichtigung der geburtshilflichen Vorgeschichte, des mütterlichen Alters und weiterer Risikofaktoren ist entscheidend für ein optimales Outcome.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

Prenatal Care: An Evidence-Based Approach.

American family physician, 2023

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.