What is the treatment for acute asthma exacerbation in a hospital setting?

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Behandlung von Asthma-Exazerbation im stationären Setting

Die stationäre Behandlung einer Asthma-Exazerbation sollte primär aus Sauerstoffgabe, inhalativen Beta-2-Agonisten und systemischen Kortikosteroiden bestehen, wobei bei schweren Exazerbationen zusätzlich Ipratropiumbromid eingesetzt werden sollte. 1

Erstbeurteilung und Diagnose

  • Die Schwere der Exazerbation sollte anhand objektiver Parameter wie Atemfrequenz, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Peak-Flow (PEF) oder FEV1 beurteilt werden 1
  • Lebensbedrohliche Anzeichen sind: stille Lunge, Zyanose, Erschöpfung, Unfähigkeit Sätze zu vollenden, PEF <33% des Sollwerts, Bradykardie, Hypotonie, Verwirrtheit oder Bewusstseinstrübung 1
  • Pulsoximetrie sollte zur Beurteilung der Hypoxämie durchgeführt werden, wobei der Grenzwert für Hypoxämie je nach Leitlinie zwischen 90-92% variiert 1

Medikamentöse Therapie

Sauerstoffgabe

  • Sauerstoff sollte verabreicht werden, um eine Sättigung >90% (>95% bei Schwangeren und Patienten mit Herzerkrankungen) zu erreichen 1
  • Die Sauerstoffsättigung sollte kontinuierlich überwacht werden, bis eine klare Reaktion auf die Bronchodilatator-Therapie eingetreten ist 1

Inhalative Beta-2-Agonisten

  • Salbutamol sollte als Erstlinientherapie eingesetzt werden 1, 2
  • Bei Verabreichung über Vernebler: 2,5-5,0 mg bis zu dreimal alle 20 Minuten in der ersten Stunde 1
  • Bei Verabreichung über Dosieraerosol mit Spacer: 2-10 Puffs (200-1000 μg) alle 20-30 Minuten in der ersten Stunde 1
  • Bei schweren Exazerbationen (FEV1 oder PEF <40% des Sollwerts) kann eine kontinuierliche Verabreichung von Beta-2-Agonisten wirksamer sein als eine intermittierende Gabe 1
  • Vorsicht bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen, da Beta-2-Agonisten kardiotoxische Wirkungen haben können 2

Ipratropiumbromid

  • Sollte zusätzlich zu Beta-2-Agonisten bei schweren Exazerbationen eingesetzt werden 1
  • Dosierung über Vernebler: 0,25-0,5 mg alle 20 Minuten für drei Dosen, dann alle 4-6 Stunden nach Bedarf 1
  • Dosierung über Dosieraerosol mit Spacer: 4-8 Puffs alle 20 Minuten, dann alle 4-6 Stunden nach Bedarf 1
  • Die Kombination von Beta-2-Agonisten und Ipratropiumbromid hat sich als wirksam erwiesen, um Krankenhausaufenthalte zu reduzieren, insbesondere bei Patienten mit schwerer Atemwegsobstruktion 1

Systemische Kortikosteroide

  • Sollten bei allen Patienten mit mittelschweren bis schweren Exazerbationen eingesetzt werden 1
  • Orale Gabe wird bevorzugt, wenn der Patient schlucken kann 1
  • Prednisolon: 30-60 mg täglich für 5-7 Tage bei Erwachsenen 1
  • Methylprednisolon: 1-2 mg/kg i.v. 1
  • Hydrocortison: 4-7 mg/kg i.v. alle 8 Stunden 1
  • Frühe Verabreichung von Kortikosteroiden kann die Wahrscheinlichkeit einer Krankenhauseinweisung verringern 1

Zusätzliche Therapieoptionen bei schweren Exazerbationen

  • Intravenöses Magnesiumsulfat bei Patienten mit schweren Exazerbationen, die nicht auf die initiale Behandlung ansprechen: 2 g über 20 Minuten bei Erwachsenen 1
  • Helium-Sauerstoff-Gemisch (Heliox) kann bei schweren Exazerbationen erwogen werden, um die Atemarbeit zu verringern, wird jedoch nicht routinemäßig empfohlen 1
  • Nicht-invasive Beatmung (NIV): Es gibt nicht genügend Evidenz, um den Einsatz von NIV bei der Behandlung von Exazerbationen zu unterstützen 1

Überwachung und Entlassungskriterien

  • Regelmäßige Überwachung von Symptomen, Vitalparametern und Lungenfunktion (PEF oder FEV1) 1
  • Entlassungskriterien: klinische Stabilität, verbesserte Sauerstoffsättigung und Lungenfunktion (FEV1 oder PEF), normale Atemfrequenz und Abwesenheit von Einziehungen der Brustwand 1
  • Vor der Entlassung sollte ein schriftlicher Asthma-Aktionsplan erstellt werden 1

Häufige Fallstricke und Vorsichtsmaßnahmen

  • Unterschätzung der Schwere der Exazerbation durch Patienten oder Ärzte 1
  • Unzureichender Einsatz von Kortikosteroiden 1
  • Paradoxer Bronchospasmus kann bei inhalativen Beta-2-Agonisten auftreten und lebensbedrohlich sein 2
  • Bei Verschlechterung des Asthmas trotz adäquater Therapie sollte eine Neubewertung des Patienten und des Behandlungsschemas erfolgen 2
  • Bei schweren Exazerbationen mit Intubationsbedarf sollte ein Arzt mit Erfahrung in der Beatmung von Asthma-Patienten hinzugezogen werden, da die Beatmung kompliziert und risikoreich ist 1

Die neuesten Studien zeigen, dass bei schweren Asthma-Exazerbationen die Verabreichung von Salbutamol und Ipratropiumbromid über Dosieraerosol mit Vorschaltkammer und Maske zusammen mit separater Sauerstoffgabe wirksamer sein kann als die Verabreichung über einen Vernebler 3.

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