Vitamin D Supplementation für Mangel bei 25 nmol/L
Bei einem Vitamin D-Mangel mit 25 nmol/L sollte eine initiale Korrekturphase mit 50.000 IE Vitamin D3 wöchentlich für 8 Wochen durchgeführt werden, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von mindestens 2.000 IE täglich, mit Kontrolle nach 3 Monaten. 1
Initiale Korrekturphase
- Bei schwerer Vitamin D-Defizienz (<30 nmol/L oder <12 ng/mL) wird eine Korrekturphase mit hoher Dosierung empfohlen 1
- Die empfohlene Korrekturphase besteht aus 50.000 IE Vitamin D3 wöchentlich für 8 Wochen 1, 2
- Diese Dosierung ist sicher und effektiv, um den Vitamin D-Spiegel auf ein gesundes Niveau anzuheben 1
- Tägliche Dosierungen sind physiologischer, aber wöchentliche Dosierungen zeigen ähnliche Effekte auf den 25(OH)D-Spiegel 1
Erhaltungstherapie
- Nach der Korrekturphase sollte eine Erhaltungsdosis von mindestens 2.000 IE Vitamin D3 täglich eingenommen werden 3, 4
- Eine Erhaltungsdosis von nur 800 IE täglich ist oft unzureichend, um den Vitamin D-Spiegel über 30 ng/mL (75 nmol/L) zu halten 3, 1
- Studien zeigen, dass etwa 5.000 IE täglich notwendig sein können, um einen Mangel dauerhaft zu korrigieren 5
- Vitamin D3 ist Vitamin D2 vorzuziehen, besonders bei intermittierender Dosierung 1
Zielwerte und Kontrolle
- Der empfohlene Zielbereich für 25(OH)D liegt zwischen 30-80 ng/mL (75-200 nmol/L) 6, 1
- Eine Kontrolle des Vitamin D-Spiegels sollte nach 3 Monaten Supplementierung erfolgen 1
- Bei intermittierender Dosierung sollte die Kontrolle kurz vor der nächsten Dosis stattfinden 1
- Die obere Sicherheitsgrenze liegt bei 100 ng/mL (250 nmol/L), dies ist jedoch kein anzustrebender Zielwert 1
Dosierungsregeln und Einflussfaktoren
- Als Faustregel erhöht eine tägliche Einnahme von 1.000 IE Vitamin D den 25(OH)D-Spiegel um etwa 10 ng/mL (25 nmol/L) 1, 7
- Die individuelle Reaktion auf Vitamin D-Supplementierung variiert stark und wird beeinflusst durch:
Sicherheitsaspekte
- Vitamin D-Toxizität ist selten und tritt typischerweise erst bei täglichen Dosen über 100.000 IE oder 25(OH)D-Spiegeln über 100 ng/mL auf 1
- Internationale Behörden betrachten eine tägliche Dosis von 2.000 IE als absolut sicher 1
- Selbst Dosen bis zu 10.000 IE täglich über mehrere Monate führten in Studien nicht zu unerwünschten Ereignissen 1
- Eine einmalige jährliche Hochdosis (500.000 IE) sollte vermieden werden, da dies zu unerwünschten Wirkungen führen kann 1
Besondere Hinweise
- Bei Patienten mit Malabsorptionssyndromen (z.B. Zöliakie) kann eine höhere Dosierung erforderlich sein 1
- Saisonale Schwankungen sollten bei der Bestimmung der Dosierungsstrategie berücksichtigt werden 1
- Bei strengen Vegetariern kann Vitamin D2 (pflanzlichen Ursprungs) anstelle von D3 (tierischen Ursprungs) bevorzugt werden 1
- Patienten mit fortgeschrittener Nierenerkrankung benötigen eine spezialisierte Betreuung 1