How likely can fertility be preserved with a GnRH (Gonadotropin-Releasing Hormone) analog during chemotherapy with epirubicin and ifosfamide?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: October 11, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Wirksamkeit von GnRH-Analoga zur Fruchtbarkeitserhaltung während Chemotherapie mit Epirubicin und Ifosfamid

Die Wirksamkeit von GnRH-Analoga zur Fruchtbarkeitserhaltung während einer Chemotherapie mit Epirubicin und Ifosfamid ist umstritten und kann nicht als zuverlässige Methode zur Erhaltung der Fertilität empfohlen werden.

Aktueller Wissensstand zu GnRH-Analoga

  • Die Verwendung von GnRH-Agonisten oder -Antagonisten während der Chemotherapie ist als Methode zur Erhaltung der Fruchtbarkeit hochumstritten 1
  • Kleine Studien zeigen widersprüchliche Ergebnisse: Einige berichten über einen Nutzen bei der Erhaltung der Menstruationsfunktion, während andere keinen Vorteil zeigen 1
  • Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) stellte 2013 fest, dass GnRH-Analoga keine effektive Methode zur Fruchtbarkeitserhaltung darstellen 1
  • Retrospektive Studien wurden wegen längerer Nachbeobachtungszeit und höherer Inzidenz/Dosierung von alkylierenden Mitteln in Kontrollgruppen kritisiert 1

Kontroverse in den Leitlinien

Verschiedene Fachgesellschaften haben unterschiedliche Standpunkte:

  • NCCN AYA Oncology (2017): Unzureichende Evidenz, dass GnRH-Analoga die Ovarialfunktion schützen; nicht als Option zur Fruchtbarkeitserhaltung empfohlen 1
  • ESMO (2013): GnRH-Analoga sollten nicht als zuverlässiges Mittel zur Fruchtbarkeitserhaltung betrachtet werden 1
  • BCY2 (2016): Die Strategie kann mit Patientinnen besprochen werden, die an der Erhaltung der Fruchtbarkeit interessiert sind 1
  • AIOM (2016): Temporäre ovarielle Suppression mit LHRHa sollte allen prämenopausalen Patientinnen mit Brustkrebs empfohlen werden 1

Theoretische Wirkmechanismen von GnRH-Analoga

  • Simulation eines präpubertären hypogonadotropen Milieus, wodurch weniger Primordialfollikel in das anfälligere Differenzierungsstadium eintreten 2, 3
  • Direkter Effekt auf GnRH-Rezeptoren im Ovar 2, 3
  • Verringerung der ovariellen Durchblutung und damit geringere Exposition gegenüber Chemotherapeutika 2, 3
  • Hochregulierung antiapoptotischer Moleküle wie Sphingosin-1-Phosphat 2, 3
  • Schutz möglicher germinativer Stammzellen 3

Studienergebnisse zur Wirksamkeit

  • Eine Metaanalyse von 20 Studien (15 retrospektiv, 5 randomisiert) mit 1837 Patientinnen zeigte eine signifikante Abnahme der Rate vorzeitiger Ovarialinsuffizienz bei mit GnRH-a behandelten Patientinnen (91% erhielten zyklische Ovarialfunktion vs. 41% in Kontrollgruppen) 4
  • Schwangerschaftsraten von 19-71% wurden bei behandelten Patientinnen berichtet 4
  • Neun Studien mit 593 Patientinnen unterstützten die Verwendung von GnRH-a nicht 4
  • In einer Studie mit Patientinnen mit Lupus nephritis erhielten alle acht Frauen, die GnRH-a parallel zur Chemotherapie erhielten, ihre Ovarialfunktion, während >50% der Kontrollgruppe eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz entwickelten 5

Einschränkungen und Bedenken

  • Vollständige ovarielle Suppression wird erst mehrere Wochen nach Beginn der Behandlung erreicht 1
  • Nebenwirkungen wie Hitzewallungen und Knochenverlust können auftreten 1
  • Die meisten Studien verwenden die Wiederaufnahme der Menstruation als Endpunkt, nicht die tatsächliche Fruchtbarkeit 1
  • Bei hormonempfindlichen Tumoren bestehen Bedenken hinsichtlich möglicher Risiken 1

Empfehlungen für die klinische Praxis

  • GnRH-Analoga sollten nicht als alleinige Methode zur Fruchtbarkeitserhaltung bei Patientinnen, die eine Chemotherapie mit Epirubicin und Ifosfamid erhalten, eingesetzt werden 1
  • Etablierte Methoden zur Fruchtbarkeitserhaltung wie Embryonen- oder Eizellkryokonservierung sollten bevorzugt werden 1
  • In Notfallsituationen oder wenn bewährte Optionen nicht verfügbar sind, können GnRH-Analoga als unerprobte Option in Betracht gezogen werden, vorzugsweise im Rahmen einer klinischen Studie 1
  • Patientinnen sollten über die kontroverse Datenlage aufgeklärt und ermutigt werden, an klinischen Studien teilzunehmen 1

Fazit für die Beratung

  • Die Wahrscheinlichkeit der Fruchtbarkeitserhaltung durch GnRH-Analoga während einer Chemotherapie mit Epirubicin und Ifosfamid ist ungewiss und wissenschaftlich nicht ausreichend belegt 1
  • Eine Kombination verschiedener Methoden zur Fruchtbarkeitserhaltung sollte in Betracht gezogen werden, um die Chancen zu maximieren 4, 2
  • Die Entscheidung sollte unter Berücksichtigung des Alters der Patientin, der spezifischen Krebsart und der verfügbaren Alternativen getroffen werden 1

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.