What is the evidence for using trabectedin in treating Undifferentiated Pleomorphic Sarcoma (UPS)?

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Trabectedin bei undifferenzierten pleomorphen Sarkomen (UPS): Evidenz und Empfehlungen

Trabectedin ist eine empfohlene Zweitlinien-Therapieoption bei undifferenzierten pleomorphen Sarkomen (UPS) nach Versagen einer anthrazyklinbasierten Chemotherapie. 1

Evidenz für Trabectedin bei UPS

Stellenwert in aktuellen Leitlinien

  • Trabectedin wird in den SELNET-Leitlinien (2022) als präferenzielle Zweitlinien-Option für UPS nach Anthrazyklin-Versagen empfohlen [II, B] 1
  • Die ESMO-EURACAN-Leitlinien bestätigen Trabectedin als Option für die Zweitlinientherapie und darüber hinaus [I, B] bei vorbehandelten Weichteilsarkomen 1
  • In den NCCN-Leitlinien wird Trabectedin als palliative Therapie für nicht-L-Typ Sarkome (einschließlich UPS) mit Kategorie 2A empfohlen 1

Wirksamkeit und Wirkmechanismus

  • Trabectedin ist ein DNA-bindendes Alkylans, das an Guanin-Reste in der kleinen Furche der DNA bindet und DNA-Addukte bildet 2
  • Der Wirkstoff stört die Aktivität von DNA-bindenden Proteinen, Transkriptionsfaktoren und DNA-Reparaturwegen, was zur Störung des Zellzyklus und letztendlich zum Zelltod führt 2
  • Trabectedin zeigt besondere Aktivität bei translokationsassoziierten Sarkomen, aber auch bei anderen histologischen Subtypen wie UPS 1, 3

Klinische Daten

Progressionsfreies Überleben

  • In einer randomisierten Phase-II-Studie zeigte Trabectedin im 3-wöchentlichen Schema (1,5 mg/m² als 24-Stunden-Infusion) ein medianes progressionsfreies Überleben von 3,7 Monaten im Vergleich zu 2,3 Monaten beim wöchentlichen Schema 4
  • In der randomisierten Phase-II-Studie bei translokationsassoziierten Sarkomen war das mediane progressionsfreie Überleben unter Trabectedin 5,6 Monate gegenüber 0,9 Monaten unter Best Supportive Care (HR 0,07; p<0,0001) 3
  • Bei älteren Patienten (≥70 Jahre), die für eine Standardchemotherapie nicht geeignet waren, betrug das progressionsfreie Überleben nach 3 Monaten 71% 5

Kombinationstherapie und spezielle Anwendungen

  • Die Kombination von Trabectedin mit niedrig dosierter Strahlentherapie hat sich als durchführbar und wirksam erwiesen [III, A], besonders wenn eine Tumorverkleinerung zur Symptomlinderung entscheidend ist 1
  • Präklinische Daten zeigen synergistische Effekte von Trabectedin mit Camptothecin bei Sarkom-Stammzellen, einschließlich UPS-Modellen 6

Dosierung und Anwendung

  • Die empfohlene Dosierung beträgt 1,5 mg/m² als 24-Stunden-Infusion alle 3 Wochen 2
  • Vor der Infusion sollte eine Prämedikation mit 20 mg Dexamethason intravenös erfolgen 2
  • Bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung muss die Dosis angepasst werden 2

Nebenwirkungsprofil

  • Häufigste Nebenwirkungen (≥20%): Übelkeit (75%), Fatigue (69%), Erbrechen (46%), Verstopfung (37%), verminderter Appetit (37%), Durchfall (35%), periphere Ödeme (28%), Dyspnoe (25%) und Kopfschmerzen (25%) 2
  • Häufigste Laborabnormalitäten: Erhöhung von AST/ALT, alkalischer Phosphatase, Hypoalbuminämie, erhöhtes Kreatinin, erhöhte Kreatinphosphokinase, Anämie, Neutropenie und Thrombozytopenie 2
  • Besondere Vorsicht ist geboten bezüglich Neutropenie, Rhabdomyolyse, Hepatotoxizität und Kardiomyopathie 2

Behandlungsalgorithmus für UPS

  1. Erstlinientherapie:

    • Anthrazyklin-basierte Chemotherapie (Standard) 1
    • Bei bestimmten Patienten mit UPS kann eine Kombination aus Anthrazyklinen und Ifosfamid erwogen werden 1
  2. Zweitlinientherapie (nach Versagen der Erstlinientherapie):

    • Präferenzielle Optionen für UPS:
      • Gemcitabin-Kombinationen 1
      • Trabectedin 1
    • Weniger präferenzielle Optionen:
      • Pazopanib (außer bei adipogenen Sarkomen) 1
      • Ifosfamid (Hochdosis kann bei vorheriger Standarddosis-Ifosfamid-Therapie ohne Progression erwogen werden) 1
  3. Bei Bedarf einer Tumorverkleinerung zur Symptomlinderung:

    • Kombination aus Trabectedin und niedrig dosierter Strahlentherapie 1
    • Hochdosis-Ifosfamid 1
    • Gemcitabin-Kombinationen 1

Fazit

Trabectedin stellt eine wichtige Zweitlinien-Therapieoption für Patienten mit fortgeschrittenem UPS dar, die auf eine Standardchemotherapie nicht angesprochen haben oder diese nicht vertragen. Die Evidenz aus aktuellen Leitlinien und klinischen Studien unterstützt seinen Einsatz mit einem akzeptablen Sicherheitsprofil und klinischem Nutzen.

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