Is there a critical dose for the development of cardiomyopathy with epirubicin and ifosfamide?

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Last updated: October 14, 2025View editorial policy

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Kritische Dosis für die Entwicklung einer Kardiomyopathie bei Epirubicin und Ifosfamid

Bei Epirubicin liegt die kritische kumulative Dosis für die Entwicklung einer Kardiomyopathie bei 900 mg/m², wobei das Risiko ab dieser Dosis exponentiell ansteigt. Für Ifosfamid gibt es keine spezifische kritische Dosis für Kardiomyopathie in den verfügbaren Leitlinien.

Epirubicin und Kardiomyopathie

Risiko nach kumulativer Dosis

  • Die Wahrscheinlichkeit einer klinisch manifesten Herzinsuffizienz beträgt etwa 0,9% bei einer kumulativen Dosis von 550 mg/m², 1,6% bei 700 mg/m² und 3% bei 900 mg/m² 1
  • Das Risiko einer Kardiomyopathie steigt exponentiell an, wenn die kumulative Dosis von 900 mg/m² überschritten wird 1, 2
  • In einer großen retrospektiven Studie mit 469 Patienten mit metastasiertem Brustkrebs betrug das kumulative Risiko einer Herzinsuffizienz 4% bei 900 mg/m² und stieg auf 15% bei 1.000 mg/m² 2
  • Bei einer Studie mit 105 Patienten mit metastasiertem Brustkrebs wurde das kumulative Risiko einer Herzinsuffizienz auf 7% bei einer kumulativen Dosis von 720 mg/m² und 48,7% bei 1.080 mg/m² geschätzt 3

Früherkennung und Überwachung

  • Kardiotoxizität wird definiert als eine Abnahme der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) um ≥5% auf <55% mit Symptomen einer Herzinsuffizienz oder eine asymptomatische Abnahme der LVEF um ≥10% auf <55% während der Krebstherapie 3
  • Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion mittels LVEF-Messung durch Echokardiographie oder Radionuklidangiographie wird empfohlen 1
  • Nach kumulativen Doxorubicin-Dosen von 400 mg/m² sollte die kardiale Überwachung häufiger erfolgen, mit Wiederholung nach 500 mg/m² und danach alle 50 mg/m² 3

Ifosfamid und Kardiomyopathie

  • In den verfügbaren Leitlinien wird keine spezifische kritische Dosis für die Entwicklung einer Kardiomyopathie bei Ifosfamid genannt 3
  • Eine Studie bei Langzeitüberlebenden von Krebserkrankungen im Kindesalter zeigte, dass hochdosiertes Ifosfamid nicht mit einer Reduktion der linksventrikulären Verkürzungsfraktion (LVSF) assoziiert war 4
  • Ifosfamid wird hauptsächlich mit Gonadotoxizität in Verbindung gebracht, besonders bei kumulativen Dosen >5 g/m² 5

Risikofaktoren für Anthrazyklin-induzierte Kardiomyopathie

  • Höheres Alter (≥65 Jahre) und erhöhter Body-Mass-Index (>27 kg/m²) sind signifikante Risikofaktoren 6
  • Vorbestehende kardiovaskuläre Erkrankungen, frühere oder gleichzeitige Bestrahlung des Mediastinums/Perikards und vorherige Therapie mit anderen Anthrazyklinen oder Anthracendionen erhöhen das Risiko 1
  • Bestrahlung des Mediastinums und der Brustwirbelsäule erhöht das Risiko einer Herzinsuffizienz (p=0,025) 2
  • Jüngeres Alter bei Diagnose ist mit einem erhöhten Risiko für subklinische kardiale Dysfunktion verbunden 4

Management und Prävention

  • Die Verwendung von Dexrazoxan kann bei Patienten erwogen werden, die auf eine Anthrazyklin-basierte Chemotherapie bei fortgeschrittenem Brustkrebs ansprechen und bei denen eine fortgesetzte Epirubicin-Therapie klinisch indiziert ist 3
  • Die Standardtherapie für linksventrikuläre Dysfunktion, einschließlich ACE-Hemmer, Digoxin und Diuretika, ist wirksam bei der Behandlung der Anthrazyklin-induzierten Kardiomyopathie 7
  • Der Beta-Blocker Carvedilol ist oft mit einer signifikanten Verbesserung der Ejektionsfraktion und der Symptome verbunden 7
  • Die Überwachung der Herzfunktion sollte auch bei Patienten, die Dexrazoxan erhalten, fortgesetzt werden 3

Langzeitprognose

  • Bei Patienten mit Herzinsuffizienz nach Epirubicin-Therapie normalisierten sich bei 78% der Fälle die Herzfunktionen oder wurden gut kontrolliert 6
  • Die mediane Überlebenszeit für Patienten mit Herzinsuffizienz nach Epirubicin-Therapie betrug 162 Tage (Bereich: 0 bis +1.957) 2
  • Vorherige Bestrahlung direkt gegen das Herz führte zu einem erhöhten Risiko für Tod durch Herzversagen und verringerte die mediane Überlebenszeit auf 125 Tage (Bereich: 0 bis 336) 2

Die Überwachung der Herzfunktion und die frühzeitige Erkennung von Kardiotoxizität sind entscheidend für die Minimierung des Risikos einer irreversiblen Kardiomyopathie bei Patienten, die mit Epirubicin behandelt werden.

References

Research

Epirubicin cardiotoxicity: an analysis of 469 patients with metastatic breast cancer.

Journal of clinical oncology : official journal of the American Society of Clinical Oncology, 1998

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Fertility After Chemotherapy with Epirubicin and Ifosfamide

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

Long-term cardiac toxicity after adjuvant epirubicin-based chemotherapy in early breast cancer: French Adjuvant Study Group results.

Annals of oncology : official journal of the European Society for Medical Oncology, 2006

Research

Anthracycline-induced cardiomyopathy.

Seminars in oncology, 2001

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