What are the steps to diagnose and manage liver cirrhosis?

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Last updated: October 14, 2025View editorial policy

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Diagnose und Management der Leberzirrhose

Die Diagnose einer Leberzirrhose erfordert eine Kombination aus klinischen Untersuchungen, Laborwerten, bildgebenden Verfahren und in bestimmten Fällen eine Leberbiopsie, die als Goldstandard gilt. 1

Diagnostisches Vorgehen

Anamnese und körperliche Untersuchung

  • Erfassung von Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, Hepatitis-Infektionen, nichtalkoholische Fettlebererkrankung und andere Lebererkrankungen 2
  • Untersuchung auf klinische Zeichen wie Aszites, wobei bei Schwellung des Abdomens eine Perkussion der Flanken und Tests auf Verschieblichkeit der Dämpfung durchgeführt werden sollten 1
  • Beachtung von Symptomen wie Muskelkrämpfen (ca. 64% der Patienten), Juckreiz (39%), Schlafstörungen (63%) und sexueller Dysfunktion (53%) 3

Labordiagnostik

  • Durchführung von Leberfunktionstests, Blutbild, Gerinnungsparametern (INR) 4
  • Bestimmung von Virushepatitis-Serologie, Ferritin und Transferrinsättigung 4
  • Berechnung von nicht-invasiven Scores wie APRI (AST-to-Platelet Ratio Index) und FIB-4 (Fibrosis-4) 4

Bildgebende Verfahren

  • Ultraschall als initiale Bildgebung zur Beurteilung der Lebermorphologie und zum Nachweis von Aszites (ab 100 ml nachweisbar) 1
  • Beurteilung morphologischer Merkmale der Zirrhose wie Leberoberflächen-Nodularität, atrophischer rechter Leberlappen, hypertrophierter Lobus caudatus und laterales Segment des linken Lappens 1
  • Transiente Elastographie (FibroScan) zur nicht-invasiven Beurteilung der Lebersteifigkeit, wobei Werte >15 kPa stark auf eine kompensierte fortgeschrittene chronische Lebererkrankung (cACLD) hinweisen 1, 3

Leberbiopsie

  • Weiterhin Goldstandard für die definitive Diagnose, jedoch invasiv und mit Komplikationsrisiken verbunden 1, 2
  • Indiziert bei unklaren Ergebnissen nicht-invasiver Tests, unbekannter Ätiologie oder wenn das Ergebnis das Management verändern könnte 2

Management der Leberzirrhose

Behandlung der Grunderkrankung

  • Vollständige Alkoholabstinenz bei alkoholischer Leberzirrhose, was zu einer dramatischen Verbesserung der reversiblen Komponente führen kann 5
  • Antivirale Therapie bei HBV-bedingter Zirrhose zur Verbesserung der Leberfunktion und Reduzierung von Komplikationen 5

Ernährungsmanagement

  • Natriumrestriktion (2000 mg/Tag oder 88 mmol/Tag) zur Behandlung von Aszites 5
  • Empfohlene Nährstoffzufuhr: Kohlenhydrate 2-3 g/kg/Tag, Protein 1,2-1,5 g/kg/Tag, Kalorienaufnahme 35-40 kcal/kg/Tag 5

Management von Komplikationen

Aszites

  • Orale Diuretika als Hauptbehandlung neben Natriumrestriktion 5
  • Großvolumige Parazentese mit Albuminersatz bei refraktärem Aszites 5

Ösophagusvarizen

  • Endoskopische Überwachung bei Patienten mit cACLD 1
  • Prophylaxe mit nicht-selektiven Betablockern (Carvedilol oder Propranolol) zur Reduzierung des Risikos einer Dekompensation oder des Todes 3

Hepatische Enzephalopathie

  • Management durch Lebensstil- und Ernährungsmodifikationen sowie bei Bedarf mit Lactulose und Rifaximin 4
  • Lactulose reduziert die Mortalität im Vergleich zu Placebo (8,5% vs. 14%) und das Risiko einer erneuten offensichtlichen hepatischen Enzephalopathie (25,5% vs. 46,8%) 3

Überwachung und Nachsorge

  • Klinische Beurteilung mit Labortests und Berechnung der Child-Pugh- und MELD-Scores alle 6 Monate 2
  • Screening auf hepatozelluläres Karzinom mittels Ultraschall alle sechs Monate 4
  • Erwägung von Telemedizin und Fernüberwachungstechnologien zur frühzeitigen Erkennung von Komplikationen 5

Lebertransplantation

  • Indiziert für Patienten mit einem MELD-Score von 15 oder höher, Komplikationen der Zirrhose oder hepatozellulärem Karzinom 2
  • Potenziell optimale Therapie für kleine, anderweitig resezierbare hepatozelluläre Karzinome bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Zirrhose (Child-Pugh-Klasse B oder C) 5

Häufige Fallstricke und Vorsichtsmaßnahmen

  • Nur 10-30% der Patienten mit hepatozellulärem Karzinom sind für eine Operation geeignet 5
  • Chirurgische Eingriffe bei Patienten mit Zirrhose können mit erheblicher Morbidität und Mortalität verbunden sein (30-50% bei Child-Pugh-Klasse B oder C, aber nur 5-10% bei Child-Pugh-Klasse A) 5
  • Patienten mit einem MELD-Score < 9 haben signifikant niedrigere Mortalitätsraten bei Resektion eines hepatozellulären Karzinoms 5
  • Bei der Diagnose einer Enzephalopathie müssen Differentialdiagnosen wie metabolische Enzephalopathien, hydroelektrolytische Störungen und medikamenteninduzierte Zustände ausgeschlossen werden 1

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

Liver Disease: Cirrhosis.

FP essentials, 2021

Research

Cirrhosis: Diagnosis and Management.

American family physician, 2019

Guideline

Treatment of Cirrhosis of the Liver

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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