Enoxaparin-Dosierung für Bridging bei einem 80kg schweren Mann mit Vorhofflimmern
Bei einem 80kg schweren Mann mit Vorhofflimmern sollte für das Bridging anstelle von Xarelto (Rivaroxaban) Enoxaparin in einer Dosierung von 1 mg/kg zweimal täglich, also 80 mg zweimal täglich, verwendet werden. 1
Dosierungsempfehlungen basierend auf Risikoprofil
Die Dosierung von Enoxaparin für Bridging-Therapie richtet sich nach dem thromboembolischen Risiko des Patienten:
Therapeutische Dosis (für Patienten mit hohem thromboembolischen Risiko):
Intermediäre/Reduzierte Dosis (für Patienten mit moderatem thromboembolischen Risiko):
Zeitlicher Ablauf des Bridgings
Vor dem Eingriff:
Nach dem Eingriff:
Besondere Überlegungen
Niereninsuffizienz: Bei eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <30 ml/min) sollte die Dosis reduziert oder das Dosierungsintervall verlängert werden, da Enoxaparin renal eliminiert wird 1
Blutungsrisiko: Das Blutungsrisiko ist bei therapeutischer Dosierung höher als bei reduzierter Dosierung (11 vs. 5 Blutungsereignisse in einer Vergleichsstudie) 2
Thromboembolisches Risiko: Bei reduzierter Dosierung wurden mehr thromboembolische Ereignisse beobachtet als bei therapeutischer Dosierung (9 vs. 5 Ereignisse) 2
Gewichtsanpassung: Bei einem Gewicht von 80kg ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich, da dies im normalen Gewichtsbereich liegt 1
Wirksamkeit und Sicherheit
Studien zeigen, dass die Bridging-Therapie mit Enoxaparin wirksam und sicher ist, mit einer sehr niedrigen Rate an thromboembolischen Ereignissen (0% in mehreren Studien) 3, 4
Die Rate schwerer Blutungen liegt bei etwa 0,4-3,5%, wobei das Risiko stark vom Umfang des chirurgischen Eingriffs abhängt 4, 5
Bei Patienten mit niedrigem thromboembolischen Risiko oder eingeschränkter Nierenfunktion kann eine reduzierte Dosis Enoxaparin wirksam und sicher sein 4
Fazit
Die Dosierung von Enoxaparin für einen 80kg schweren Mann mit Vorhofflimmern zum Bridging anstelle von Xarelto sollte sich nach dem individuellen thromboembolischen Risiko richten. Bei hohem Risiko empfiehlt sich die therapeutische Dosis von 80 mg zweimal täglich, bei moderatem Risiko kann eine reduzierte Dosis von 40 mg zweimal täglich erwogen werden. Die letzte präoperative Dosis sollte mindestens 24 Stunden vor dem Eingriff verabreicht werden, und die Wiederaufnahme nach dem Eingriff hängt vom Blutungsrisiko ab.