What is the initial treatment approach for cardiorenal syndrome with declining Glomerular Filtration Rate (GFR)?

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Last updated: October 28, 2025View editorial policy

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Behandlung des kardiorenalen Syndroms mit GFR-Verschlechterung

Die initiale Behandlung des kardiorenalen Syndroms mit abnehmender glomerulärer Filtrationsrate (GFR) sollte ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) als Erstlinientherapie umfassen, trotz der anfänglichen GFR-Verschlechterung, die zu erwarten ist. 1

Pathophysiologie und Behandlungsansatz

  • Das kardiorenale Syndrom ist durch eine bidirektionale Beziehung zwischen Herz und Nieren gekennzeichnet, wobei eine Dysfunktion in einem Organ die Funktion des anderen verschlechtern kann 2
  • Die Pathophysiologie umfasst verminderte Nierenperfusion durch reduziertes Herzzeitvolumen, erhöhten venösen Druck und neurohormonale Anpassungen 3
  • Trotz anfänglicher GFR-Verschlechterung sind ACE-Hemmer oder ARBs die Erstlinientherapie, da sie den intraglomerulären Druck senken und langfristig nephroprotektiv wirken 1

Medikamentöse Therapie

RAS-Blockade (ACE-Hemmer/ARB)

  • ACE-Hemmer oder ARBs werden als initiale Therapie für Patienten mit diabetischer und nicht-diabetischer Nierenerkrankung empfohlen 1
  • Bei Beginn der Therapie ist ein initialer GFR-Abfall von 10-20% zu erwarten und akzeptabel 1
  • Eine Dosisreduktion oder Absetzen sollte erst erwogen werden, wenn der Kreatininanstieg 30% überschreitet oder eine Hyperkaliämie auftritt 1
  • ARBs könnten bei Patienten mit GFR <60 ml/min/1,73 m² gegenüber ACE-Hemmern vorteilhaft sein, da sie möglicherweise weniger Kaliumerhöhungen verursachen 1

Diuretika-Management

  • Diuretika-induzierte intravaskuläre Volumendepletion ist der häufigste vermeidbare Grund für Kreatininanstieg bei RAS-Blockern 1
  • Bei Diuretikaresistenz kann eine segmentale tubuläre Blockade mit Thiazid-Diuretika, Acetazolamid oder SGLT2-Hemmern erwogen werden 4
  • Die Überwachung des Volumenstatus ist entscheidend, um Überdiurese zu vermeiden 1

Blutdruckmanagement

  • Zielblutdruck sollte <130-135/80-85 mmHg sein 1
  • Zur Erreichung dieses Zielwerts sind typischerweise 3-4 Antihypertensiva erforderlich 1
  • Eine aggressive Blutdruckkontrolle ist sowohl für die Nieren- als auch für die kardiovaskuläre Protektion wichtig 1

Überwachung und Anpassung der Therapie

  • Die GFR sollte regelmäßig überwacht werden, wobei eine Änderung von >20% bei nachfolgenden Tests eine weitere Abklärung erfordert 1
  • Bei Einleitung einer hämodynamisch aktiven Therapie (z.B. RAS-Inhibitoren) sollte ein Schwellenwert von >30% als Anlass zur weiteren Abklärung dienen 1
  • Eine Verdoppelung des Albumin-Kreatinin-Verhältnisses (ACR) im Urin bei nachfolgenden Tests überschreitet die Laborvariabilität und rechtfertigt eine Evaluation 1

Vorsichtsmaßnahmen und Risikofaktoren

  • Besondere Vorsicht ist geboten bei:

    • Patienten mit Volumendepletion durch Diuretikatherapie 1
    • Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose einer dominanten oder einzelnen Niere 1
    • Patienten, die NSAIDs oder andere vasokonstriktorisch wirkende Medikamente einnehmen 1
    • Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz jeglicher Ursache 1
  • Bei Patienten mit Herzkatheteruntersuchungen:

    • Präventive Hydratation mit isotonischer Kochsalzlösung ist empfohlen, besonders bei GFR <40 ml/min/1,73 m² 5
    • Kontrastmittelmenge minimieren (Gesamtvolumen <350 ml oder <4 ml/kg) 5
    • Nephrotoxische Medikamente vor dem Eingriff absetzen 5

Algorithmus für die Behandlung des kardiorenalen Syndroms mit GFR-Verschlechterung

  1. Initiale Therapie:

    • ACE-Hemmer oder ARB beginnen (bei ARB-Intoleranz) 1
    • Diuretika zur Symptomkontrolle titrieren 1, 4
    • Blutdruckziel <130-135/80-85 mmHg anstreben 1
  2. Bei GFR-Abfall nach Therapiebeginn:

    • Akzeptabel: GFR-Abfall bis 20% (bis 30% bei hämodynamisch aktiver Therapie) 1
    • Überprüfen: Volumenstatus, Blutdruck, Diuretikadosis 1
    • Anpassen: Bei Überdiurese Diuretikadosis reduzieren 1
  3. Bei GFR-Abfall >30% oder Hyperkaliämie:

    • RAS-Blocker-Dosis reduzieren oder absetzen 1
    • Nach reversiblen Ursachen suchen (Dehydratation, NSAIDs, Kontrastmittel) 1
    • Nierenarterienstenose ausschließen 1
  4. Zusätzliche Maßnahmen:

    • Natriumrestriktion in der Diät 1
    • Raucherentwöhnung 1
    • Gewichtsreduktion bei Übergewicht 1

Die Behandlung des kardiorenalen Syndroms erfordert ein sorgfältiges Gleichgewicht zwischen kardialer und renaler Protektion. Trotz des anfänglichen GFR-Abfalls bieten RAS-Blocker langfristig sowohl kardiovaskuläre als auch renale Vorteile und sollten daher die Grundlage der Therapie bilden, sofern keine absoluten Kontraindikationen vorliegen 1.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

A patient with heart failure and worsening kidney function.

Clinical journal of the American Society of Nephrology : CJASN, 2014

Guideline

Fluid Management for Heart Catheterization Patients with CKD

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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