What are the next steps after a successful ICSI (Intracytoplasmic Sperm Injection) procedure with 4 out of 5 eggs fertilized and 3 reaching the blastocyst stage?

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Last updated: November 6, 2025View editorial policy

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Nächste Schritte nach erfolgreicher ICSI mit 3 Blastozysten

Bei 3 verfügbaren Blastozysten sollte ein einzelner Embryotransfer (Single Embryo Transfer, SET) durchgeführt werden, wobei die verbleibenden Blastozysten kryokonserviert werden – dies minimiert das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften und deren Komplikationen bei gleichbleibender kumulativer Lebendgeburtenrate. 1

Embryotransfer-Strategie

Primäre Empfehlung: Single Embryo Transfer (SET)

  • Die European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) empfiehlt ausdrücklich SET bei Blastozystentransfers, unabhängig von der Blastozystenqualität. 1 Dies gilt sowohl für frische als auch für kryokonservierte Blastozysten.

  • Der Transfer von mehr als zwei Embryonen wird grundsätzlich nicht empfohlen aufgrund des erhöhten Risikos für Mehrlingsschwangerschaften höherer Ordnung. 1

  • Blastozysten haben ein erhöhtes Risiko für monozygote Zwillinge, selbst nach SET, was die Empfehlung für SET zusätzlich verstärkt. 1

Kryokonservierung der verbleibenden Embryonen

  • Die beiden nicht transferierten Blastozysten sollten vitrifikiert werden, wobei jeder Embryo in einem separaten Gerät kryokonserviert wird. 1 Dies erleichtert die SET-Praxis und verbessert die Rückverfolgbarkeit.

  • Die Kryokonservierung ermöglicht weitere Transferzyklen ohne erneute ovarielle Stimulation und ICSI-Prozedur.

Patientenberatung vor dem Transfer

Wesentliche Diskussionspunkte

Die ESHRE empfiehlt nachdrücklich, folgende Themen mit dem Paar zu besprechen: 1

  • Medizinische Risiken: Mehrlingsschwangerschaften nach Transfer von zwei Blastozysten sind mit erhöhtem Risiko für Präeklampsie, Gestationsdiabetes, Notfall-Kaiserschnitt, Frühgeburtlichkeit und niedrigem Geburtsgewicht verbunden. 1

  • Ektopisches Schwangerschaftsrisiko: Das Risiko steigt mit der Anzahl transferierter Embryonen um bis zum 20-fachen an. 1

  • Soziale und wirtschaftliche Konsequenzen: Mehrlingsschwangerschaften bedeuten erhöhte finanzielle Belastung, mehr Krankheitstage und psychologischen Stress für die Familie. 1

  • Patientenwünsche bezüglich Familienplanung: Beide Partner sollten in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. 1

Klinisches Vorgehen nach Transfer

Frühe Schwangerschaftsüberwachung

  • Bei hohen initialen Beta-HCG-Werten sollte eine transvaginale Ultraschalluntersuchung früher als üblich durchgeführt werden (5-6 Wochen), da dies auf eine lebensfähige intrauterine Schwangerschaft mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für monozygote Zwillinge hinweisen kann. 2

  • Ein Gestationssack sollte bei Beta-HCG >3000 im transvaginalen Ultraschall sichtbar sein. 2

  • Engmaschige Überwachung ist aufgrund des erhöhten Risikos für monozygote Zwillinge und assoziierte Schwangerschaftskomplikationen gerechtfertigt. 2

Bei ausbleibendem Erfolg

  • Die Entscheidung für einen doppelten Embryotransfer (DET) sollte NICHT auf der Anzahl vorheriger erfolgloser ART-Behandlungen basieren. 1 Die Evidenz zeigt keine höhere kumulative Lebendgeburtenrate durch DET bei Patientinnen mit schlechter Prognose.

  • Bei nachfolgenden Kryotransferzyklen gilt dieselbe Empfehlung: SET unabhängig von der Blastozystenqualität. 1

Wichtige Fallstricke

  • Vermeiden Sie den Transfer von zwei oder mehr Embryonen mit der Absicht einer späteren fetalen Reduktion – dies wird aufgrund der hohen Risiken des Eingriffs nicht empfohiert. 1

  • Die Entscheidung für DET sollte nicht auf Endometriumcharakteristika, Dauer der Infertilität oder vorherigen Schwangerschaften basieren. 1

  • Selbst Singleton-Schwangerschaften nach DET haben ein höheres Risiko für neonatalen Tod und Komplikationen im Vergleich zu SET. 1

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

High Initial Beta HCG Levels After Single Embryo Transfer

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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