Why is there no COVID-19 (Coronavirus Disease 2019) booster vaccination recommendation for previously infected and triple-vaccinated individuals in their mid-forties in Switzerland?

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Last updated: November 11, 2025View editorial policy

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Warum gibt es in der Schweiz keine Booster-Impfempfehlung für diese Gruppe?

In der Schweiz gibt es für gesunde, dreifach geimpfte und bereits infizierte Personen in den Vierzigern keine allgemeine Booster-Empfehlung, weil diese Gruppe bereits durch die Kombination von Impfung und natürlicher Infektion einen robusten Immunschutz aufweist und nicht zu den Hochrisikogruppen für schwere COVID-19-Verläufe gehört.

Risikobasierter Ansatz der Schweizer Impfstrategie

Die Schweiz verfolgt einen risikobasierten Ansatz bei COVID-19-Impfempfehlungen, der sich auf vulnerable Populationen konzentriert:

  • Priorisierung von Hochrisikogruppen: Die internationalen Richtlinien empfehlen Booster-Impfungen primär für Personen ab 65 Jahren, immunsupprimierte Patienten, und Personen mit schweren Grunderkrankungen, da diese Gruppen ein deutlich erhöhtes Risiko für Hospitalisierung und Tod haben 1.

  • Altersabhängiges Risiko: Ältere Personen (>65 Jahre) haben aufgrund von Komorbiditäten, eingeschränkter Immunfunktion und reduzierter Organfunktion ein signifikant höheres Risiko für schwere COVID-19-Verläufe 2. Personen in den Vierzigern ohne Grunderkrankungen gehören nicht zu dieser Hochrisikogruppe.

Hybridimmunität nach Infektion und Impfung

Die Kombination aus Impfung und durchgemachter Infektion bietet einen besonders starken Schutz:

  • Verstärkte Immunität: Die Impfung nach natürlicher Infektion verstärkt die Immunität und bietet einen robusteren Schutz gegen Varianten, der über die natürliche Immunität allein hinausgeht 3, 2.

  • Empfohlene Wartezeit nach Infektion: Internationale Richtlinien empfehlen, die Impfung 2-3 Monate nach einer COVID-19-Infektion zu verschieben, um die Immunantwort zu optimieren 3, 2. Dies deutet darauf hin, dass kürzlich Infizierte bereits einen ausreichenden Schutz haben.

  • Verzögerungsoption bei kürzlicher Infektion: Die CDC-Richtlinien erwähnen, dass Personen mit kürzlicher SARS-CoV-2-Infektion eine Verzögerung der Booster-Dosis um 3 Monate in Betracht ziehen können 1.

Ressourcenallokation und Nutzen-Risiko-Abwägung

Die Schweizer Gesundheitsbehörden müssen Ressourcen effizient einsetzen:

  • Fokus auf maximalen Nutzen: Bei begrenzten Ressourcen konzentrieren sich Impfempfehlungen auf Gruppen mit dem höchsten Nutzen hinsichtlich Morbidität und Mortalität 1.

  • Schweizer Expertenkonsens: Eine Delphi-Studie mit Schweizer Experten im Jahr 2020 zeigte Konsens darüber, dass in der ersten Phase medizinisches Personal an vorderster Front und Personen ≥65 Jahre mit Risikofaktoren priorisiert werden sollten 4. Gesunde Personen mittleren Alters waren nicht Teil der Prioritätsgruppen.

Impfakzeptanz und bevölkerungsspezifische Faktoren

Die Schweiz hat spezifische Herausforderungen bei der Impfakzeptanz:

  • Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit: Schweizer Studien zeigen, dass Bedenken bezüglich Impfstoffsicherheit und -wirksamkeit sowie die Präferenz, auf mehr Evidenz zu warten, mit geringerer Impfbereitschaft assoziiert sind 5, 6.

  • Zurückhaltung bei Mandaten: Schweizer Gesundheitsfachkräfte und die Bevölkerung zeigen generell Ablehnung gegenüber Impfmandaten und bevorzugen individuelle Entscheidungen 7. Dies spiegelt eine kulturelle Präferenz für persönliche Autonomie wider.

  • Geringere Booster-Bereitschaft in der Schweiz: Eine regionale Studie zeigte, dass die Bereitschaft für jährliche COVID-19-Booster in der Schweiz niedriger war als in Deutschland und Österreich 8.

Klinische Überlegungen

Wichtige Faktoren, die die Schweizer Empfehlungen beeinflussen:

  • Anhaltende Wirksamkeit gegen schwere Erkrankung: Die Impfstoffwirksamkeit gegen schweres COVID-19 bleibt in den meisten Studien über 70% 3. Bei dreifach geimpften Personen mit zusätzlicher natürlicher Infektion ist dieser Schutz noch ausgeprägter.

  • Keine erhöhte Anfälligkeit bei Gesunden: Studien zeigen, dass gesunde Personen ohne Immunsuppression kein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben 1.

  • Fokus auf vulnerable Gruppen: Die Ressourcen werden auf immunsupprimierte Patienten (Krebspatienten, Transplantationsempfänger, Patienten mit chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen) konzentriert, die suboptimale Impfantworten zeigen und zusätzliche Dosen benötigen 1.

Häufige Fallstricke

  • Exposition nicht mit Infektion verwechseln: Exposition allein ist kein Grund, die Impfung zu verzögern, aber eine bestätigte Infektion rechtfertigt eine Wartezeit von 2-3 Monaten 3.

  • Individuelle Risikofaktoren berücksichtigen: Obwohl es keine allgemeine Empfehlung gibt, sollten Personen in den Vierzigern mit spezifischen Risikofaktoren (Immunsuppression, schwere Grunderkrankungen) individuell beraten werden 1.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

COVID-19 Vaccination Guidelines for Older Adults

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

COVID-19 Vaccination Timing and Strategy

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

Why Vaccinate Against COVID-19? A Population-Based Survey in Switzerland.

International journal of public health, 2022

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