What are the key considerations for safe blood transfusion?

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Wichtige Überlegungen bei Bluttransfusionen

Bei Bluttransfusionen müssen Sie primär auf die korrekte Patientenidentifikation achten, um ABO-Inkompatibilität zu vermeiden – die gefährlichste Komplikation – sowie auf restriktive Transfusionstrigger (Hämoglobin <7 g/dL bei stabilen Patienten), Überwachung von Transfusionsreaktionen und Vermeidung von Volumenüberladung bei Risikopatienten. 1

Patientensicherheit und Identifikationsprüfung

  • Die finale Identitätsprüfung direkt am Patientenbett zwischen Patient und Blutprodukt ist der kritischste Schritt, da die Verabreichung falscher Blutgruppen (ABO-Inkompatibilität) die schwerwiegendste Komplikation darstellt 1, 2
  • Alle beteiligten Mitarbeiter müssen in den Transfusionsprozessen geschult sein und die Krankenhausrichtlinien kennen 1, 3
  • Jede Handlung muss genau dokumentiert werden, um maximale Sicherheit zu gewährleisten 1, 3

Transfusionstrigger und Indikationen

Hämoglobin-Schwellenwerte:

  • Bei hämodynamisch stabilen Patienten: Transfusion erst bei Hämoglobin <7 g/dL 1, 4
  • Bei kardiovaskulären Vorerkrankungen: Transfusion bei Hämoglobin <8 g/dL 1, 4
  • Bei akutem Koronarsyndrom oder instabiler Angina: Evidenz unzureichend, aber erhöhte Vorsicht geboten 1

Klinische Indikationen unabhängig vom Hämoglobin-Wert:

  • Symptomatische Anämie mit Atemnot, Schwindel, Herzinsuffizienz oder verminderter Belastungstoleranz 4, 5
  • Akuter Blutverlust >30% des Blutvolumens oder >1500 mL 4, 5
  • Thoraxschmerzen kardialen Ursprungs, orthostatische Hypotonie trotz Flüssigkeitsgabe, Tachykardie trotz Volumentherapie oder Zeichen von Organischämie 4

Wichtiger Grundsatz:

  • Transfundieren Sie einzelne Einheiten nacheinander (außer bei akuter Blutung), dann Neubewertung vor weiteren Einheiten 4
  • Verwenden Sie niemals ausschließlich den Hämoglobin-Wert als Trigger – berücksichtigen Sie immer klinische Symptome, Volumenstatus, Schockzeichen und kardiopulmonale Parameter 1, 4

Überwachung von Transfusionsreaktionen

Jedes Symptom innerhalb von 24 Stunden nach Transfusion muss als mögliche Transfusionsreaktion betrachtet werden 2:

  • Bei Verdacht auf Transfusionsreaktion sofort: Transfusion stoppen, hämatologische und Intensivabteilung konsultieren, Flüssigkeitsreanimation einleiten 2
  • Alle Reaktionen müssen dem Hämovigilanz-Meldesystem gemeldet werden 2

Häufigste Transfusionsreaktionen:

  • Alloimmunisierung, febrile nicht-hämolytische Reaktionen und allergische Reaktionen 1, 2
  • Seltener aber schwerwiegend: TRALI (transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz), TACO (transfusionsassoziierte Volumenüberladung), septische Reaktionen 1, 2

Differenzierte Behandlung nach Reaktionstyp 1:

  • Febrile Reaktionen: Nur intravenöses Paracetamol erforderlich
  • Allergische Reaktionen: Nur Antihistaminikum verabreichen
  • Schwere Reaktion/Anaphylaxie: Lokale Anaphylaxie-Protokolle befolgen
  • Vermeiden Sie routinemäßigen Einsatz von Steroiden und Antihistaminika, da wiederholte Steroiddosen die Immunität bei immunsupprimierten Patienten weiter unterdrücken können 1

Risikopatienten für TACO (Volumenüberladung)

Besondere Vorsicht bei 1:

  • Alter >70 Jahre, nicht-blutende Patienten
  • Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz, Hypoalbuminämie
  • Niedriges Körpergewicht

Präventionsmaßnahmen bei Risikopatienten 1:

  • Gewichtsadaptierte Dosierung der Erythrozytenkonzentrate
  • Langsame Transfusion
  • Engmaschige Überwachung von Vitalzeichen und Flüssigkeitsbilanz
  • Prophylaktische Diuretika-Gabe erwägen
  • Biomarker wie BNP (brain natriuretic peptide) zur Unterstützung nutzen

Labordiagnostik und Point-of-Care-Testing

Präoperative Testung:

  • Alle Patienten sollten präoperativ auf Anämie untersucht werden (Männer: Hb <130 g/L, Frauen: Hb <120 g/L) 1
  • Anämische Patienten müssen untersucht und die Ursache behandelt werden; elektive Operationen sollten bei Bedarf verschoben werden 1

Viskoelastische Hämostase-Tests (VHA):

  • TEG™, ROTEM™, Sonoclot, Quantra™, ClotPro™ können perioperativen Transfusionsbedarf reduzieren 1
  • Vorteile: Schnelle Ergebnisse, Information über alle Gerinnungsphasen 1
  • Limitationen: Geschulter Anwender erforderlich, schlechte Standardisierung, weniger sensitiv für fibrinolytische Aktivierung bei Trauma 1

Lagerung und Transport

Kritische Punkte 1:

  • Große Mengen Erythrozytenkonzentrate sollten nicht mit dem Patienten transportiert werden
  • Bei Verlegungen: Blut in geeignete Lagerung zurückbringen, unnötige Verschwendung vermeiden
  • Bei Interhospitaltransfer: Transfusionslabor muss informiert sein und Kühlkette dokumentieren
  • Blut darf niemals ohne Wissen des Transfusionslabors transportiert werden

Vermeidung unnötiger Transfusionen

Restriktive Strategie reduziert Blutprodukt-Exposition um ca. 40% ohne Erhöhung der Mortalität 1, 4:

  • Transfundieren Sie niemals bei Hämoglobin >10 g/dL – Übertransfusion erhöht Risiken für nosokomiale Infektionen, Multiorganversagen, TRALI und TACO 4
  • Die beste Prävention von Transfusionsreaktionen ist die Vermeidung unnötiger Transfusionen 2

Patient Blood Management (Drei-Säulen-Konzept) 1:

  • Erkennung und Behandlung perioperativer Anämie
  • Reduktion perioperativen Blutverlusts
  • Optimierung der patientenspezifischen physiologischen Reserve

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Hemoglobin Thresholds for Packed Red Blood Cell Transfusion

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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