What are the risks of hyponatremia associated with different classes of antidepressants, such as Selective Serotonin Reuptake Inhibitors (SSRIs)?

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Last updated: November 18, 2025View editorial policy

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Risikoprofile von Antidepressiva-Klassen bezüglich Hyponatriämie

SSRIs und SNRIs (insbesondere Venlafaxin) tragen das höchste Risiko für Hyponatriämie, während Mirtazapin und trizyklische Antidepressiva ein moderates bis niedrigeres Risiko aufweisen.

Klassenspezifische Risiken

SSRIs (Höchstes Risiko)

  • SSRIs zeigen Odds Ratios von 1,5-21,6 für Hyponatriämie, deutlich höher als trizyklische Antidepressiva (1-4,9) 1
  • Die Inzidenz variiert zwischen 0,06% und 40% je nach Studienpopulation und Grenzwerten 1
  • Alle fünf verfügbaren SSRIs wurden mit Hyponatriämie assoziiert 2
  • Das Risiko ist bei allen SSRIs vorhanden, wobei Paroxetin in prospektiven Studien eine Inzidenz von 12% bei älteren Patienten zeigte 3

SNRIs (Vergleichbar hohes Risiko)

  • Venlafaxin zeigt Inzidenzen zwischen 0,08% und 70%, ähnlich oder höher als SSRIs 1
  • Venlafaxin kann bei denselben Patienten, die bereits unter SSRIs Hyponatriämie entwickelten, erneut SIADH auslösen 2
  • Das American College of Physicians warnt, dass Hyponatriämie bei Behandlung mit Antidepressiva der zweiten Generation, einschließlich SNRIs, beachtet werden muss 4

Trizyklische Antidepressiva (Moderates Risiko)

  • Odds Ratios von 1-4,9, deutlich niedriger als SSRIs 1
  • Basierend auf weniger solider Evidenz zeigen TCAs niedrigere Inzidenzraten 1

Mirtazapin (Niedrigeres Risiko)

  • Mirtazapin zeigt moderate Risiken und wird als Alternative für Patienten mit erhöhtem Hyponatriämie-Risiko empfohlen 1
  • Die aktuelle Evidenz unterstützt Mirtazapin als sicherere Option bei Risikopatienten 1

Bupropion (Unklares Risiko)

  • Das Risiko konnte aufgrund unzureichender Informationen nicht etabliert werden 1

Zeitlicher Verlauf

Beginn der Hyponatriämie

  • Die Hyponatriämie entwickelt sich typischerweise innerhalb der ersten Wochen der Behandlung 4
  • Bei Paroxetin beträgt die mittlere Zeit bis zur Entwicklung 9,3 ± 4,7 Tage (Median 9 Tage, Bereich 1-14 Tage) 3
  • Die meisten Fälle treten in den ersten 2-4 Wochen auf 5

Auflösung

  • Die Natriumwerte normalisieren sich innerhalb von Tagen bis 2 Wochen nach Absetzen des Antidepressivums 3, 2, 5

Hochrisikopatienten (Kritische Faktoren)

Alter

  • Ältere Patienten haben ein 6,3-fach erhöhtes Risiko 1
  • Die FDA-Kennzeichnung für Paroxetin und Sertralin warnt explizit, dass ältere Patienten ein größeres Risiko haben 6, 7

Diuretika-Gebrauch

  • Gleichzeitige Anwendung von (Thiazid-)Diuretika erhöht das Risiko um das 11,2-13,5-fache 1
  • Volumendepletion durch Diuretika verstärkt das Risiko erheblich 6, 7

Weitere Risikofaktoren

  • Niedriger Body-Mass-Index 3
  • Niedrige Baseline-Natriumwerte (<138 mEq/L) sind signifikante Prädiktoren 3
  • Weibliches Geschlecht 5, 8
  • Niedriges Körpergewicht 5
  • Vorgeschichte von Hyponatriämie 8

Klinisches Management

Monitoring-Strategie

  • Natriumspiegel vor Therapiebeginn und nach 1,2,4,6 und 12 Wochen kontrollieren, besonders bei Risikopatienten 3
  • Engmaschige Überwachung in den ersten 2-4 Wochen ist entscheidend 5

Symptome erkennen

Die FDA warnt vor folgenden Symptomen 6, 7:

  • Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen
  • Verwirrtheit, Schwäche, Unsicherheit mit Sturzgefahr
  • Schwere Fälle: Halluzinationen, Synkope, Krampfanfälle, Koma, Atemstillstand, Tod

Behandlung bei symptomatischer Hyponatriämie

  • Sofortiges Absetzen des Antidepressivums erwägen 6, 7
  • Wasserrestriktion und milde Diurese mit Schleifendiuretikum bei isovolämischer hypotonischer Hyponatriämie 5
  • Schwere Fälle: höhere Dosen von Schleifendiuretika und hypertone Kochsalzlösung 5

Wichtige Fallstricke

Rechallenge-Risiko

  • Bei Umstellung auf ein anderes SSRI oder SNRI kann Hyponatriämie erneut auftreten 2
  • Ein dokumentierter Fall zeigte SIADH sowohl unter Citalopram als auch unter Venlafaxin beim selben Patienten 2
  • Einige Fälle zeigen Toleranzentwicklung bei erneutem Versuch, aber dies ist nicht vorhersagbar 5, 8

Mechanismus

  • Die Hyponatriämie ist meist Folge eines Syndroms der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) 6, 7, 1, 3, 2, 5
  • Serumnatriumwerte unter 110 mmol/L wurden berichtet 6, 7

Bevorzugte Alternativen bei Risikopatienten

  • Mirtazapin als Alternative bei Patienten mit erhöhtem Hyponatriämie-Risiko in Betracht ziehen 1
  • Bei älteren Patienten werden Citalopram, Escitalopram, Sertralin, Mirtazapin, Venlafaxin und Bupropion bevorzugt, wobei das Hyponatriämie-Risiko individuell abgewogen werden muss 4

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