What is the recommended management approach for a complication at the tibial tubercle after an Emslie Trillat procedure?

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Last updated: November 25, 2025View editorial policy

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Management von Komplikationen nach Tuberositas-Medialisierung nach Emslie-Trillat

Sofortige Beurteilung und Komplikationserkennung

Bei Verdacht auf Komplikationen nach einer Emslie-Trillat-Prozedur sollte zunächst die spezifische Art der Komplikation identifiziert werden, da das Management je nach Problem erheblich variiert.

Die häufigsten Komplikationen nach Tuberositas-Osteotomien umfassen:

  • Osteotomie-Fraktur oder Pseudarthrose – tritt bei 3% der Emslie-Trillat-Prozeduren auf, wobei das Risiko bei vollständiger Tuberositasablösung auf 10,7% ansteigt 1
  • Infektionen und Wundkomplikationen – erfordern bei schweren Fällen eine Rückkehr in den Operationssaal 1
  • Neurovaskuläre Komplikationen – insbesondere Verletzungen des Nervus saphenus, deren Inzidenz durch Verzicht auf mediale Kapselraffung reduziert werden kann 2
  • Tiefe Venenthrombose (TVT) oder Lungenembolie – gehören zu den schwerwiegenden Komplikationen 1
  • Hardware-bedingte Probleme – führen bei 26,8% der Emslie-Trillat-Fälle zur Schraubenentfernung 1

Algorithmus für das Komplikationsmanagement

Bei Fraktur oder Pseudarthrose der Osteotomie

  • Sofortige Ruhigstellung und Entlastung der betroffenen Extremität durchführen 1
  • Bildgebende Diagnostik mittels Röntgen in zwei Ebenen zur Beurteilung der Frakturmorphologie und Dislokation 1
  • Bei dislozierter Fraktur oder Pseudarthrose: Revision mit Refixation oder Knochentransplantation erwägen, da dies eine schwerwiegende Komplikation darstellt 1
  • Bei nicht-dislozierter Fraktur: Konservative Therapie mit verlängerter Teilbelastung über 8-12 Wochen 1

Bei Infektion oder Wundkomplikationen

  • Oberflächliche Infektion: Lokale Wundpflege mit antimikrobiellen Verbänden (Silber, Jod oder Polyhexamethylen-Biguanid) und systemische Breitspektrum-Antibiotika nach Abstrichkultur 3
  • Tiefe Infektion mit Hardware-Beteiligung: Chirurgische Revision mit Débridement, Spülung und möglicher Hardware-Entfernung erforderlich 1
  • Persistierende Infektion trotz Behandlung: Hardware-Entfernung indiziert, insbesondere bei Patienten mit Diabetes, Adipositas oder Immunsuppression 3

Bei neurovaskulären Komplikationen

  • Nervus-saphenus-Verletzung: Häufiger bei Prozeduren mit medialer Kapselraffung 2
  • Symptomatische Behandlung mit Gabapentin, Pregabalin oder niedrig dosiertem Amitriptylin für neuropathische Schmerzen 4
  • Vermeidung von NSAIDs aufgrund kardiovaskulärer Risiken; stattdessen Paracetamol 500-1000 mg alle 6-8 Stunden als Erstlinien-Analgetikum 4

Bei thromboembolischen Komplikationen

  • TVT oder Lungenembolie: Sofortige Antikoagulation gemäß aktuellen Leitlinien 1
  • Prophylaxe: Frühzeitige Mobilisierung und mechanische Thromboseprophylaxe postoperativ 1

Hardware-Entfernung

  • Elektive Schraubenentfernung wird bei 26,8% der Emslie-Trillat-Fälle notwendig, typischerweise aufgrund von lokaler Irritation oder Schmerzen 1
  • Timing: Frühestens 6-12 Monate nach Osteotomie, wenn knöcherne Konsolidierung gesichert ist 5
  • Indikationen: Persistierende lokale Schmerzen, Hautirritationen oder Patientenwunsch nach vollständiger Heilung 5, 6

Prognostische Faktoren und Patientenselektion

Junge Patienten ohne fortschreitende Osteoarthrose und mit primärer Patella-Instabilität (nicht primär Schmerz) haben die günstigsten Ergebnisse:

  • Patienten mit primärer Patella-Luxation: 100% exzellente oder gute subjektive Ergebnisse 6
  • Patienten mit primärem Schmerz: Nur 40% gute oder exzellente Ergebnisse 6
  • Patienten mit Schmerz und Luxation: 44% gute oder exzellente Ergebnisse 6

Wichtige Fallstricke

  • Vermeidung vollständiger Tuberositasablösung: Das Risiko schwerwiegender Komplikationen steigt von 3% bei Emslie-Trillat auf 10,7% bei vollständiger Ablösung 1
  • Verzicht auf mediale Kapselraffung: Reduziert Nervus-saphenus-Verletzungen und verkürzt die Rehabilitation ohne Kompromittierung der Ergebnisse 2
  • Keine chronischen Opioide: CDC empfiehlt strikte Vermeidung bei chronischen nicht-malignen Schmerzen aufgrund schlechter Langzeitergebnisse und Mortalitätsrisiko 4
  • Keine systemischen Kortikosteroide: Bei chronischen muskuloskelettalen Schmerzen ohne Nachweis entzündlicher Myositis kontraindiziert 4

Rehabilitation und Nachsorge

  • Frühe Mobilisierung mit Teilbelastung für 6-8 Wochen zur Förderung der Osteotomieheilung 5
  • Physikalische Therapie mit Fokus auf Quadrizeps-Kräftigung und Bewegungsumfang nach initialer Heilungsphase 5
  • Regelmäßige radiologische Kontrollen in Wochen 6,12 und 24 zur Beurteilung der knöchernen Konsolidierung 1

References

Research

The Incidence of Complications of Tibial Tubercle Osteotomy: A Systematic Review.

Arthroscopy : the journal of arthroscopic & related surgery : official publication of the Arthroscopy Association of North America and the International Arthroscopy Association, 2015

Guideline

Management of Jejunal Tube Infections

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Management of Chronic Muscle Pain

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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