Is the WHO's recommendation on added sugar applicable to all individuals?

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Last updated: November 28, 2025View editorial policy

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Nein, die WHO-Empfehlung zu zugesetztem Zucker gilt nicht für alle Menschen gleich

Die WHO-Empfehlung von <10% der Gesamtenergiezufuhr aus freien Zuckern (mit einem bedingten Ziel von <5%) gilt grundsätzlich für alle Erwachsenen und Kinder, jedoch gibt es wichtige altersspezifische Unterschiede, insbesondere für Kinder unter 2 Jahren, die noch strengere Grenzwerte benötigen. 1

Grundlegende WHO-Empfehlung

Die WHO empfiehlt für alle Personen – sowohl Erwachsene als auch Kinder – eine Reduktion der Aufnahme freier Zucker auf <10% der Energiezufuhr (starke Empfehlung) mit einer weiteren bedingten Empfehlung zur Reduktion auf <5% für zusätzliche gesundheitliche Vorteile 1, 2. Diese Empfehlungen basieren auf dem Risiko nicht übertragbarer Krankheiten, insbesondere Gewichtszunahme und Zahnkaries 1.

Wichtige altersspezifische Unterschiede

Kinder unter 2 Jahren

  • Die ESPGHAN (European Society for Paediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition) empfiehlt für Kinder unter 2 Jahren noch niedrigere Aufnahmen als die <5% Energiezufuhr 1
  • Die American Heart Association (AHA) rät, dass zugesetzte Zucker bei Kindern unter 2 Jahren vollständig vermieden werden sollten 1

Kinder ab 2 Jahren

  • Das UK Scientific Advisory Committee on Nutrition (SACN) empfiehlt für Altersgruppen ab 2 Jahren aufwärts, dass die durchschnittliche Bevölkerungsaufnahme freier Zucker 5% der Gesamtenergiezufuhr nicht überschreiten sollte 1
  • Die ESPGHAN empfiehlt für Kinder und Jugendliche (2-18 Jahre) eine Reduktion der freien Zucker mit einer wünschenswerten Obergrenze von weniger als 5% der Energiezufuhr 1

Erwachsene

  • Für Erwachsene hat die französische Behörde ANSES eine Obergrenze für Gesamtzucker von 100 g/Tag festgelegt (ausgenommen Laktose und Galaktose aus Milch und Milchprodukten) 1
  • Diese Empfehlung basiert auf Interventionsstudien, die einen signifikanten Anstieg der Bluttriglyceride bei bestimmten Fruktosemengen zeigten 1

Unterschiedliche Evidenzgrundlagen

Ein wichtiger Aspekt ist, dass verschiedene Organisationen unterschiedliche Evidenzgrundlagen verwenden:

  • SACN konzentriert sich auf Interventions- und prospektive Kohortenstudien, die die Zuckeraufnahme mit erhöhtem Risiko für Zahnkaries und Typ-2-Diabetes in Verbindung bringen 1
  • ESPGHAN stützt sich auf die Schlussfolgerungen anderer maßgeblicher Gremien (WHO, SACN) anstatt auf unabhängige Analysen 1
  • Die Evidenz aus prospektiven Studien wurde als qualitativ hochwertig bewertet, während Daten aus nationalen bevölkerungsbasierten Studien als qualitativ sehr niedrig eingestuft wurden 3

Praktische Überlegungen

Häufige Fallstricke

  • Viele Menschen können zugesetzte Zucker nicht von natürlich vorkommenden Zuckern in Lebensmitteln unterscheiden 4
  • Die meisten sind sich der gesundheitlichen Auswirkungen eines übermäßigen Konsums zugesetzter Zucker nicht bewusst, außer dem Diabetesrisiko 4
  • Trotz Berichten über Einschränkung des Zuckerkonsums kennen die meisten Menschen die offiziellen Verzehrempfehlungen nicht 4

Klinische Anwendung

Die WHO-Empfehlungen sind als Benchmark für politische Entscheidungsträger gedacht, um die Zuckeraufnahme in der Bevölkerung zu bewerten und politische Veränderungen voranzutreiben 2. Um ein günstiges Umfeld zu schaffen, das die Gesamtmenge der freien Zuckeraufnahme so niedrig wie möglich hält und die Häufigkeit des Konsums zuckerreicher Lebensmittel reduziert, wird eine Reihe von Public-Health-Interventionen empfohlen 2.

Zusammenfassung der Unterschiede nach Bevölkerungsgruppen

  • Säuglinge <2 Jahre: Zugesetzte Zucker sollten vermieden werden 1
  • Kinder 2-18 Jahre: <5% der Energiezufuhr aus freien Zuckern 1
  • Erwachsene: <10% (stark), idealerweise <5% (bedingt) der Energiezufuhr aus freien Zuckern 1, 2
  • Spezielle Erwachsenenpopulation (Frankreich): Obergrenze von 100 g/Tag Gesamtzucker 1

Die Empfehlungen sind also nicht für alle Menschen identisch, sondern berücksichtigen entwicklungsbedingte und physiologische Unterschiede zwischen Altersgruppen.

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