What are the current recommendations for the effectiveness of antipsychotics?

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Aktuelle Wirksamkeit von Antipsychotika

Antipsychotika der zweiten Generation (Second-Generation Antipsychotics, SGAs) sind wirksam bei der Behandlung von Schizophrenie, wobei die Monotherapie als Erstlinienbehandlung empfohlen wird, mit Clozapin als überlegene Option bei therapieresistenten Fällen. 1

Wirksamkeit bei Schizophrenie

Allgemeine Wirksamkeit

  • Antipsychotika der zweiten Generation zeigen vergleichbare Wirksamkeit untereinander (mit Ausnahme von Clozapin), wobei die Hauptvorteile gegenüber konventionellen Antipsychotika in weniger extrapyramidalen Nebenwirkungen (EPS) bei effektiven Dosen liegen. 2

  • Die Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen verschiedenen SGAs sind, falls vorhanden, wahrscheinlich gering. 3

  • Aripiprazol in Dosen von 10,15,20 und 30 mg täglich zeigte überlegene Wirksamkeit gegenüber Placebo bei der Reduktion der PANSS-Gesamtscores, wobei höhere Dosen keinen zusätzlichen Vorteil gegenüber der niedrigsten wirksamen Dosis boten. 4

  • Olanzapin ist zugelassen für die Behandlung von Schizophrenie bei Jugendlichen (13-17 Jahre), wobei Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen stärkere Gewichtszunahme, erhöhte Sedierung und größere Anstiege von Cholesterin, Triglyceriden und Prolaktin zeigten. 5

Clozapin bei Therapieresistenz

  • Clozapin ist nachweislich wirksamer als andere Antipsychotika bei therapieresistenter Schizophrenie. 1, 3

  • Eine Meta-Analyse bestätigte, dass therapieresistente Patienten mit Clozapin günstigere Ergebnisse hatten als mit typischen Antipsychotika, gemessen an PANSS-Gesamtscores, Ansprechraten und Compliance-Raten. 6

  • Die Kombination von Clozapin mit einem anderen Antipsychotikum der zweiten Generation (möglicherweise Risperidon) könnte Vorteile gegenüber der Monotherapie haben. 1

Aktuelle Leitlinienempfehlungen (2021)

Monotherapie als Standard

  • Die American Psychiatric Association empfiehlt Monotherapie und erkennt keine Situationen an, in denen antipsychotische Polypharmazie routinemäßig empfohlen würde. 1

  • NICE-Leitlinien (2014, überprüft 2019) raten von regelmäßiger kombinierter antipsychotischer Medikation ab, außer für kurze Zeiträume (z.B. beim Medikamentenwechsel). 1

  • Die World Federation of Societies of Biological Psychiatry empfiehlt, dass Polypharmazie nur in bestimmten Einzelfällen wie bei therapieresistenter Schizophrenie in Betracht gezogen werden sollte. 1

Ausnahmen und spezielle Situationen

  • NICE erlaubt das Hinzufügen eines zusätzlichen Antipsychotikums zur Augmentation von Clozapin, wenn Clozapin-Monotherapie unwirksam war, wobei ein Medikament gewählt werden sollte, das die häufigen Nebenwirkungen von Clozapin nicht verstärkt. 1

  • Die finnischen Leitlinien (3/2020) empfehlen Monotherapie, stellen jedoch fest, dass einige Patienten von der gleichzeitigen Anwendung zweier Antipsychotika profitieren können, insbesondere die Kombination von Aripiprazol mit einem anderen Antipsychotikum zur Reduktion negativer Symptome. 1

Langwirksame Injektionspräparate (LAI)

Aktuelle Positionierung (2025)

  • Antipsychotika der zweiten Generation als LAI werden als Erstlinien-Erhaltungstherapie nach der ersten Episode von Schizophrenie empfohlen, was eine Verschiebung von historischen Praxismustern darstellt, die LAIs für Patienten mit dokumentierter Non-Adhärenz reservierten. 7

  • LAIs sind Oralmedikamenten bei der Rückfallprävention überlegen, da sie eine garantierte Medikamentenabgabe gewährleisten. 7

  • 83-85% der geeigneten Ersterkrankungspatienten stimmen einer LAI-Behandlung zu, wenn sie angemessen aufgeklärt werden. 7

  • Langwirksames Risperidon ist indiziert für Patienten mit rezidivierenden Rückfällen aufgrund von Non-Adhärenz und als Erstlinien-Erhaltungstherapie nach der ersten Episode. 8

Wichtige Überlegungen zur Praxis

Dosierung als Schlüsselvariable

  • Die Dosierung ist eine Schlüsselvariable zur Optimierung der Wirksamkeit sowohl von Antipsychotika der ersten als auch der zweiten Generation. 3

  • Es besteht enorme individuelle Variabilität im Ansprechen auf Antipsychotika und in der Anfälligkeit für verschiedene Nebenwirkungen. 3

Häufige Fallstricke

  • Trotz vergleichbarer Wirksamkeit bei positiven Symptomen bestehen erhebliche Unterschiede zwischen Antipsychotika hinsichtlich ihrer Neigung, extrapyramidale, metabolische und andere Nebenwirkungen zu verursachen. 3

  • SGAs haben eine geringere Neigung, akute extrapyramidale Symptome und Spätdyskinesien zu verursachen, aber eine Tendenz zu größeren metabolischen Nebenwirkungen als Antipsychotika der ersten Generation. 3

  • Bei Jugendlichen (13-17 Jahre) ist besondere Vorsicht geboten, da sie im Vergleich zu Erwachsenen wahrscheinlich mehr Gewicht zunehmen und stärkere Anstiege von Cholesterin, Triglyceriden und Prolaktin erfahren. 5

Behandlungsalgorithmus

  1. Beginnen Sie mit Monotherapie eines Antipsychotikums der zweiten Generation in angemessener Dosis und Dauer. 1

  2. Bei unzureichendem Ansprechen nach zwei Monotherapieversuchen sollte Clozapin versucht werden, sofern keine absoluten Kontraindikationen bestehen. 1

  3. Vor Erwägung einer Polypharmazie sollten andere Gründe für reduzierte Behandlungseffekte ausgeschlossen werden, einschließlich Überprüfung der Compliance durch langwirksame Injektionspräparate oder Blutspiegelmessungen. 1

  4. Antipsychotische Polypharmazie sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn die oben genannten Verfahren kein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis erbringen, insbesondere bei Clozapin-resistenten Patienten. 1

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