Intramuskuläre Injektion: Anleitung für 200 mg wöchentliche Muskelbehandlung
Sie sollten die intramuskuläre Injektion in den Oberschenkelmuskel (Vastus lateralis), den Deltamuskel (Oberarm) oder den Gesäßmuskel (ventrogluteal) mit einem 90-Grad-Winkel zur Hautoberfläche durchführen. 1
Empfohlene Injektionsstellen
Die folgenden anatomischen Bereiche sind für intramuskuläre Injektionen geeignet:
- Oberschenkel (Vastus lateralis): Der obere äußere Bereich des Oberschenkels ist die bevorzugte Stelle für Selbstinjektionen, da dieser Bereich leicht zugänglich ist und ausreichend Muskelgewebe aufweist 1, 2
- Deltamuskel (Oberarm): Das mittlere Drittel der hinteren Seite des Oberarms kann verwendet werden, obwohl dies für Selbstinjektionen schwieriger sein kann 1, 2
- Gesäßmuskel (ventrogluteal): Der obere äußere Bereich des Gesäßes ist eine weitere Option 1
Wichtig: Der Oberschenkel ist für Selbstinjektionen am praktischsten, da Sie den richtigen 90-Grad-Winkel leichter einhalten können 2
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Vorbereitung
- Waschen Sie Ihre Hände gründlich und sammeln Sie alle notwendigen Materialien: Medikament, Spritze mit geeigneter Nadel, Alkoholtupfer und einen Entsorgungsbehälter für scharfe Gegenstände 3
- Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer und lassen Sie den Alkohol von selbst verdunsten 2
- Überprüfen Sie, dass das Medikament nicht abgelaufen oder verfärbt ist 2
Durchführung der Injektion
- Nadelwinkel: Führen Sie die Nadel im 90-Grad-Winkel zur Hautoberfläche ein, um sicherzustellen, dass das Medikament in den Muskel und nicht in das subkutane Fettgewebe gelangt 1, 4
- Hautfalte: Bei dünnen Personen kann es notwendig sein, eine Hautfalte sanft mit Daumen und Zeigefinger anzuheben, um den Abstand zwischen Haut und Muskel zu vergrößern 2
- Injektionstechnik: Injizieren Sie das Medikament langsam 2
- Wartezeit: Lassen Sie die Nadel nach vollständiger Injektion für 10 Sekunden in der Haut, bevor Sie sie herausziehen (bei Verwendung eines Pens) 2
Wichtige Rotationsprinzipien
Sie müssen die Injektionsstellen systematisch rotieren, um Gewebeschäden zu vermeiden:
- Injizieren Sie mindestens 1 cm (etwa eine Fingerbreite) von der vorherigen Injektionsstelle entfernt 2
- Teilen Sie die Injektionsbereiche in Quadranten oder Hälften auf und verwenden Sie jede Woche einen anderen Bereich 2
- Vermeiden Sie Injektionen in Bereiche mit Narben, Verhärtungen oder beschädigtem Gewebe, da die Absorption unvorhersehbar sein wird 1, 4
- Injizieren Sie niemals wiederholt in genau dieselbe Stelle 4
Kritische Sicherheitshinweise
Häufige Fehler, die Sie vermeiden müssen:
- Verwenden Sie jede Nadel nur einmal 2, 5
- Injizieren Sie niemals durch Kleidung 2
- Vermeiden Sie intramuskuläre Injektionen in Blutgefäße durch korrekte Technik 4
- Verwenden Sie keine Spritzen mit abnehmbaren Nadeln, da fest angebrachte Nadeln eine bessere Dosiergenauigkeit bieten 2
Wann Sie medizinische Hilfe suchen sollten:
Die Selbstverabreichung von Injektionen birgt Risiken wie falsche Dosierung, gefährliche Wechselwirkungen und unsachgemäße Verabreichung 6. Wenn Sie Anzeichen einer Infektion (Rötung, Schwellung, Schmerzen), ungewöhnliche Reaktionen oder Unsicherheit bei der Technik bemerken, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen 7.
Wichtiger Hinweis: Diese Anleitung ersetzt nicht die persönliche Schulung durch medizinisches Fachpersonal. Bevor Sie mit Selbstinjektionen beginnen, sollten Sie von einem Arzt oder einer Krankenschwester in der korrekten Technik unterwiesen werden 5, 8.