What is the recommended approach for initiating or continuing digitalis glycoside therapy with oral Metildigoxin (digitalis glycoside) when oral Digoxin (digitalis glycoside) is not available?

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Last updated: December 18, 2025View editorial policy

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Verwendung von Metildigoxin in Österreich

In Österreich kann Metildigoxin (Beta-Methyldigoxin) als orales Digitalisglykosid verwendet werden, wobei die Dosierung aufgrund der besseren Bioverfügbarkeit im Vergleich zu Digoxin angepasst werden muss – die äquivalente Dosis beträgt etwa 65% der Digoxin-Dosis.

Pharmakologische Grundlagen von Metildigoxin

Metildigoxin ist ein Methylderivat von Digoxin mit einer Methylgruppe in Position 4 des Digitoxose-Rests, das eine verbesserte und vollständigere gastrointestinale Absorption aufweist 1, 2. Die absolute Bioverfügbarkeit von Metildigoxin beträgt etwa 80% aus der Lösung und etwa 70% aus Tabletten, verglichen mit intravenöser Gabe 1.

Dosisäquivalenz zwischen Digoxin und Metildigoxin

Um vergleichbare Serumspiegel zu erreichen, müsste die Digoxin-Dosis um das 1,55-fache im Vergleich zu Metildigoxin erhöht werden 2. Dies bedeutet, dass Metildigoxin in einer Dosis von etwa 65% der Digoxin-Dosis verabreicht werden sollte, um äquivalente therapeutische Effekte zu erzielen.

Praktische Dosierungsempfehlungen

Standarddosierung für die meisten Patienten

  • Für Patienten, die normalerweise 0,25 mg Digoxin täglich erhalten würden, sollte die Metildigoxin-Dosis etwa 0,15-0,16 mg täglich betragen 2
  • Für Patienten, die normalerweise 0,125 mg Digoxin täglich erhalten würden, sollte die Metildigoxin-Dosis etwa 0,08-0,1 mg täglich betragen 2
  • Die Standarderhaltungsdosis für Metildigoxin liegt bei 0,2 mg täglich, was steady-state Serumkonzentrationen von etwa 1,35 ng/ml sowohl bei intravenöser als auch oraler Gabe erzeugt 1

Dosisanpassung für Risikopatienten

Niedrigere Dosen sollten verwendet werden bei 3:

  • Patienten über 70 Jahre: Beginnen Sie mit 0,08-0,1 mg Metildigoxin täglich (entspricht 0,125 mg Digoxin)
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Beginnen Sie mit 0,08-0,1 mg täglich oder jeden zweiten Tag
  • Patienten mit niedriger Körpermasse: Beginnen Sie mit 0,08-0,1 mg täglich

Therapeutisches Monitoring

Zielserumkonzentrationen

  • Der therapeutische Zielbereich für Herzinsuffizienz liegt bei 0,5-0,9 ng/ml 3, 4
  • Konzentrationen über 1,0 ng/ml haben keine überlegenen Ergebnisse gezeigt und können das Mortalitätsrisiko erhöhen 3, 4
  • Für Vorhofflimmern wird ein therapeutischer Serumbereich von 0,6-1,2 ng/ml empfohlen 4, 5

Zeitpunkt der Spiegelmessung

  • Blutproben sollten mindestens 6-8 Stunden nach der letzten oralen Dosis entnommen werden, um eine genaue Messung der steady-state Konzentration zu gewährleisten 5
  • Bei Verdacht auf Toxizität sollte der Spiegel sofort gemessen werden, unabhängig vom Zeitpunkt 5

Klinische Indikationen und Patientenauswahl

Herzinsuffizienz

Metildigoxin sollte in Betracht gezogen werden bei 3:

  • Patienten mit persistierenden Symptomen trotz Therapie mit Diuretika, ACE-Hemmern (oder ARB) und Betablockern
  • Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF <40%) und NYHA-Klasse II-IV Symptomen 4
  • Metildigoxin reduziert Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz, hat aber keinen Effekt auf die Mortalität 3, 4

Vorhofflimmern

  • Metildigoxin wird routinemäßig bei Patienten mit Herzinsuffizienz und chronischem Vorhofflimmern verschrieben 3
  • Betablocker sind jedoch in der Regel effektiver, wenn sie zu Metildigoxin hinzugefügt werden, um die ventrikuläre Antwort zu kontrollieren, insbesondere während körperlicher Belastung 3

Wichtige Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Absolute Kontraindikationen

Metildigoxin sollte nicht verabreicht werden bei 3:

  • Signifikantem Sinus- oder AV-Block, es sei denn, der Block wurde mit einem permanenten Schrittmacher behandelt
  • Präexzitationssyndromen (z.B. WPW mit Vorhofflimmern/Vorhofflattern) 4, 6

Vorsichtige Anwendung erforderlich

Besondere Vorsicht ist geboten bei 3, 7:

  • Patienten, die andere Medikamente einnehmen, die die Sinus- oder AV-Knotenfunktion beeinträchtigen können (z.B. Amiodaron, Betablocker)
  • Patienten mit Hypokaliämie, Hypomagnesiämie oder Hypothyreose – diese Zustände erhöhen das Toxizitätsrisiko 6, 5

Arzneimittelinteraktionen

Medikamente, die Metildigoxin-Spiegel erhöhen

Die Dosis sollte reduziert und die Spiegel engmaschig überwacht werden bei gleichzeitiger Gabe von 3, 4:

  • Amiodaron: Reduzieren Sie die Metildigoxin-Dosis um 30-50% 4, 5
  • Verapamil, Diltiazem: Dosisreduktion erforderlich
  • Clarithromycin, Erythromycin, Itraconazol
  • Cyclosporin, Propafenon, Chinidin

Toxizitätsmanagement

Frühe Anzeichen einer Toxizität

Überwachen Sie auf folgende Symptome 6:

  • Gastrointestinale Symptome: Anorexie, Übelkeit, Erbrechen
  • Neurologische Symptome: Verwirrtheit, Sehstörungen (verschwommenes oder gelbes Sehen)
  • Kardiale Manifestationen: Arrhythmien, insbesondere ventrikuläre Tachykardie oder AV-Block

Management bei Toxizität

Bei leichter Toxizität 6:

  • Metildigoxin sofort absetzen
  • Herzrhythmus kontinuierlich überwachen
  • Serumkalium auf >4,0 mEq/L, idealerweise 4,0-5 mEq/L, korrigieren

Bei schwerer Toxizität (Serumspiegel >4 ng/ml mit schweren Arrhythmien) 6:

  • Digoxin-spezifische Fab-Antikörper sofort verabreichen
  • Intravenöses Magnesium bei ventrikulären Arrhythmien
  • Temporäre Schrittmachertherapie bei symptomatischen Bradyarrhythmien oder Herzblock

Häufige Fallstricke

  • Vermeiden Sie Aufsättigungsdosen: Es gibt keinen Grund, Aufsättigungsdosen von Metildigoxin zur Therapieeinleitung bei Patienten mit Herzinsuffizienz zu verwenden 3, 4
  • Korrigieren Sie Elektrolytstörungen vor der Gabe: Die Verabreichung von Metildigoxin bei Hypokaliämie (z.B. Kalium 3 mEq/L) erhöht das Risiko für Toxizität und potenziell lebensbedrohliche kardiale Arrhythmien erheblich 6
  • Nicht für akute Dekompensation: Metildigoxin ist nicht als primäre Therapie zur Stabilisierung von Patienten mit akuter Exazerbation von Herzinsuffizienzsymptomen indiziert 3
  • Beachten Sie die Dosisäquivalenz: Die häufigste Fehlerquelle ist die direkte Umrechnung von Digoxin auf Metildigoxin ohne Berücksichtigung der besseren Bioverfügbarkeit – verwenden Sie etwa 65% der Digoxin-Dosis 2

References

Research

Beta-methyl digoxin: a better absorbable digoxin.

International journal of clinical pharmacology, therapy, and toxicology, 1989

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Effective Doses of Digoxin for Heart Failure and Atrial Fibrillation

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Monitoring Digoxin Levels

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Digoxin Toxicity

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

Digoxin remains useful in the management of chronic heart failure.

The Medical clinics of North America, 2003

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