How is Digoxin (digitalis glycoside) monitoring performed?

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Last updated: December 18, 2025View editorial policy

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Monitoring von Metildigoxin (Digoxin)

Therapeutischer Zielbereich

Der therapeutische Serumkonzentrationsbereich für Digoxin sollte zwischen 0,5-0,9 ng/mL gehalten werden, da Konzentrationen über 1,0 ng/mL keine besseren Ergebnisse zeigen und das Mortalitätsrisiko erhöhen können. 1, 2

  • Bei Vorhofflimmern wird ein etwas höherer Bereich von 0,6-1,2 ng/mL akzeptiert, wobei niedrigere Werte bevorzugt werden 1, 2
  • Etwa zwei Drittel der Patienten mit klinischer Toxizität haben Serumkonzentrationen über 2,0 ng/mL, aber Toxizität kann auch bei niedrigeren Werten auftreten 3

Zeitpunkt der Blutentnahme

Die Blutentnahme muss unmittelbar vor der nächsten geplanten Dosis erfolgen (Talspiegel), um eine adäquate Äquilibrierung zwischen Serum und Gewebe zu ermöglichen. 3

  • Falls dies nicht möglich ist, sollte die Probenentnahme mindestens 6-8 Stunden nach der letzten Dosis erfolgen, unabhängig von der Verabreichungsform 3
  • Bei einmal täglicher Dosierung liegt die Konzentration 10-25% niedriger, wenn nach 24 statt nach 8 Stunden gemessen wird, abhängig von der Nierenfunktion 3
  • Die Serumkonzentration kann während körperlicher Belastung akut abfallen ohne Änderung der klinischen Wirksamkeit, da Digoxin vermehrt an Skelettmuskulatur bindet 3

Obligatorische Monitoring-Situationen

Digoxinspiegel müssen in folgenden Situationen überprüft werden:

  • Bei Hinzufügen interagierender Medikamente wie Amiodaron (Dosisreduktion um 50% erforderlich), Verapamil, Diltiazem, Clarithromycin, Erythromycin, Itraconazol, Chinidin oder Propafenon 1, 2, 3
  • Bei Verdacht auf Toxizität - sofortige Spiegelkontrolle unabhängig vom Zeitpunkt, bei Symptomen wie Verwirrtheit, Übelkeit, Anorexie, Sehstörungen (Gelbsehen, verschwommenes Sehen) oder Herzrhythmusstörungen 2, 4
  • Bei Verschlechterung der Nierenfunktion, da Digoxin primär renal eliminiert wird und die Halbwertszeit verlängert ist 3, 2

Begleitende Laborkontrollen

Elektrolyte und Nierenfunktion müssen regelmäßig überwacht werden, da diese die Digoxintoxizität beeinflussen, auch bei therapeutischen Spiegeln:

  • Kalium: Zielbereich 4,0-5 mEq/L - Hypokaliämie sensibilisiert das Myokard für Digoxin und erhöht das Toxizitätsrisiko erheblich 4, 3
  • Magnesium: Hypomagnesiämie potenziert ebenfalls die Toxizität 4, 3
  • Kalzium: Hyperkalzämie prädisponiert zur Digitalistoxizität 4, 3
  • Serumkreatinin/Kreatinin-Clearance: Zur Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz 3
  • Schilddrüsenfunktion bei klinischer Indikation: Hypothyreose kann den Digoxinbedarf reduzieren, Hyperthyreose erhöhen 2, 3

Häufigkeit des Routine-Monitorings

Nach Erreichen einer stabilen Dosis sind routinemäßige Digoxinspiegelkontrollen nicht erforderlich, solange keine klinischen Veränderungen auftreten. 2

  • Die Radioimmunoassay wurde zur Toxizitätsbewertung entwickelt, nicht zur Wirksamkeitskontrolle 5
  • Es besteht wenig Zusammenhang zwischen Serumkonzentration und therapeutischen Effekten bei Spiegeln im therapeutischen Bereich 5
  • Monitoring sollte symptomorientiert erfolgen: bei Anzeichen von Toxizität, Medikamenteninteraktionen oder Verschlechterung der Nierenfunktion 2

Klinisches Monitoring

Die klinische Überwachung ist wichtiger als isolierte Laborwerte:

  • Herzfrequenz: Bei Vorhofflimmern Ziel <80/min in Ruhe, 110-120/min bei Belastung 2
  • Bradykardie ist ein Frühwarnzeichen für Toxizität 4, 3
  • Gastrointestinale Symptome: Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall 4, 3
  • Neurologische Symptome: Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Schwäche, Sehstörungen (Photopsie, Chromatopsie) 4, 3
  • Kardiale Arrhythmien: Sowohl Tachykardien als auch Bradykardien, insbesondere ventrikuläre Arrhythmien oder AV-Blockierungen 4, 6

Besondere Risikogruppen

Bei folgenden Patienten ist besonders engmaschiges Monitoring erforderlich:

  • Alter >70 Jahre: Erhöhtes Toxizitätsrisiko, niedrigere Zieldosis (0,125 mg täglich oder jeden zweiten Tag) 1, 3
  • Niereninsuffizienz: Verlängerte Eliminationshalbwertszeit, konservativere Dosierung erforderlich 3
  • Niedriges Körpergewicht/geringe Muskelmasse: Höhere Serumkonzentrationen bei gleicher Dosis 1, 3
  • Elektrolytstörungen: Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Hyperkalzämie erhöhen Toxizitätsrisiko 4, 3

Wichtige Fallstricke

  • Ein Digoxinspiegel im "therapeutischen Bereich" schließt Toxizität nicht aus, besonders bei Elektrolytstörungen 4, 3
  • Nach Gabe von Digoxin-Fab-Antikörpern ist die Spiegelbestimmung unzuverlässig und sollte nicht zur Therapiesteuerung verwendet werden 4
  • Diskontinuierliche Therapie (z.B. 2 Tage pro Woche pausieren) führt zu subtherapeutischen Spiegeln und ist nicht empfohlen 7
  • Die Serumkonzentration allein sollte niemals isoliert als Grundlage für Dosisanpassungen dienen - immer im klinischen Kontext interpretieren 3

References

Guideline

Effective Doses of Digoxin for Heart Failure and Atrial Fibrillation

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Monitoring Digoxin Levels

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Digoxin Toxicity

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

Digoxin remains useful in the management of chronic heart failure.

The Medical clinics of North America, 2003

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

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