At what duration of corticosteroid therapy does osteoporosis occur?

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Osteoporose-Risiko bei Kortikosteroidtherapie

Bei einer Kortikosteroidtherapie von mehr als 3 Monaten Dauer besteht ein signifikantes Osteoporose-Risiko, wobei der stärkste Knochenverlust bereits in den ersten 3-6 Monaten auftritt. 1

Zeitlicher Verlauf des Knochenverlusts

  • Der maximale Knochenverlust erfolgt innerhalb der ersten 3-6 Monate nach Therapiebeginn durch frühe Osteoklastenaktivierung, gefolgt von verminderter Osteoblastenproliferation und erhöhter Apoptose von Osteoblasten und Osteozyten 1

  • Das Frakturrisiko erreicht seinen Höhepunkt nach 12 Monaten Kortikosteroidtherapie, wobei sowohl hohe Tagesdosen (≥30 mg/Tag) als auch hohe kumulative Dosen (≥5 g/Jahr) das Risiko für Fragilitätsfrakturen deutlich erhöhen 1

  • Ein langsamerer, kontinuierlicher Knochenverlust setzt sich bei anhaltender Therapie fort 1

Dosisabhängige Risikoschwellen

  • Dosen ≥2,5 mg/Tag Prednison-Äquivalent erhöhen das Frakturrisiko an Wirbelsäule und Hüfte 1

  • Dosen <2,5 mg/Tag erhöhen bereits das Risiko für Wirbelfrakturen 1

  • Sehr hohe Dosen (≥30 mg/Tag initial oder kumulative Dosis >5 g/Jahr) führen zu einem deutlich erhöhten Frakturrisiko, das von Standard-Risikorechnern unterschätzt wird 1

Klinische Handlungsempfehlungen nach ACR-Leitlinien 2022

Initiale Beurteilung (innerhalb von 6 Monaten nach Therapiebeginn)

Für alle Erwachsenen, die eine Kortikosteroidtherapie >3 Monate mit ≥2,5 mg/Tag beginnen oder fortsetzen, wird dringend empfohlen: 1

  • Klinische Frakturrisiko-Beurteilung (Frakturanamnese, Sturzrisiko, andere Osteoporose-Risikofaktoren)
  • Knochendichtemessung (BMD) mit vertebraler Frakturbeurteilung oder Wirbelsäulen-Röntgen
  • FRAX-Berechnung bei Patienten ≥40 Jahre mit Anpassung für Glukokortikoid-Dosis

Pharmakologische Therapie

Für Erwachsene mit mittlerem, hohem oder sehr hohem Frakturrisiko wird eine pharmakologische Behandlung dringend empfohlen: 1

  • Orale oder intravenöse Bisphosphonate, Denosumab oder Parathormon-Analoga als Erstlinientherapie
  • Anabole Substanzen werden bei hohem und sehr hohem Frakturrisiko bedingt als Initialtherapie empfohlen
  • Die Wahl sollte durch gemeinsame Entscheidungsfindung erfolgen

Basismaßnahmen für alle Patienten

Alle Patienten unter Langzeit-Kortikosteroidtherapie sollten erhalten: 2

  • Kalzium 1.000 mg/Tag 2, 3
  • Vitamin D 400-800 IE/Tag 2, 3
  • Gewichtstragende Übungen 30-60 Minuten täglich 2
  • Lebensstilmodifikation (Rauchstopp, Alkoholreduktion) 2

Wichtige Fallstricke

  • Unterschätzen Sie nicht das Risiko bei niedrigen Dosen: Selbst Dosen <2,5 mg/Tag erhöhen das Wirbelfrakturrisiko 1

  • Beginnen Sie die Prävention frühzeitig: Der Knochenverlust ist in den ersten 3-6 Monaten am stärksten, daher sollte die Beurteilung und Behandlung so bald wie möglich nach Therapiebeginn erfolgen 1

  • Beachten Sie besondere Populationen: Bei sehr hohen Dosen (≥30 mg/Tag) unterschätzen Standard-Risikorechner das tatsächliche Frakturrisiko 1

  • Vergessen Sie nicht die Reversibilität: Bei Kindern und jungen Erwachsenen kann verlorene Knochenmasse nach Absetzen der Kortikosteroide wiedergewonnen werden 1

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

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