Berechnung der verbleibenden Dosis und Verschwendung
Bei einer 10-ml-Ampulle mit 2500 mg Konzentration (250 mg/ml), die über 12 Wochen statt 12,5 Wochen injiziert wird, bleiben 200 mg (0,8 ml) übrig, die verschwendet werden.
Mathematische Berechnung
Die Frage bezieht sich auf ein Dosierungsschema, bei dem eine Ampulle über einen bestimmten Zeitraum verteilt werden soll:
- Gesamtmenge in der Ampulle: 2500 mg in 10 ml
- Konzentration: 250 mg/ml
- Geplante Dauer: 12,5 Wochen
- Tatsächliche Dauer: 12 Wochen
Wöchentliche Dosierung bei korrekter Anwendung
Bei einer Verteilung über 12,5 Wochen:
- Wöchentliche Dosis: 2500 mg ÷ 12,5 Wochen = 200 mg/Woche
- Wöchentliches Volumen: 0,8 ml/Woche
Verbrauch über 12 Wochen
Wenn die gleiche wöchentliche Dosis über nur 12 Wochen gegeben wird:
- Gesamtverbrauch: 200 mg/Woche × 12 Wochen = 2400 mg
- Verbrauchtes Volumen: 9,6 ml
Verbleibende Menge (Verschwendung)
- Verbleibende Dosis: 2500 mg - 2400 mg = 100 mg
- Verbleibendes Volumen: 10 ml - 9,6 ml = 0,4 ml
Korrektur: Bei genauerer Betrachtung der Frage scheint es sich um ein Depot-Präparat zu handeln, bei dem die gesamte Ampulle auf einmal injiziert werden soll, aber der Injektionszyklus verkürzt wird.
Alternative Interpretation: Verkürzter Injektionszyklus
Falls die 10-ml-Ampulle als Einzeldosis alle 12,5 Wochen vorgesehen ist, aber stattdessen alle 12 Wochen gegeben wird:
- Dosiserhöhung: Die Dosis bleibt bei 2500 mg, aber die Häufigkeit erhöht sich
- Verschwendung pro Zyklus: 0 mg (die gesamte Ampulle wird verwendet)
- Kumulative Überdosierung über Zeit: Nach 12 Monaten würde der Patient etwa 4,3 Dosen statt 4,0 Dosen erhalten
Klinische Relevanz
Die Verkürzung des Dosierungsintervalls von 12,5 auf 12 Wochen führt zu einer 4%igen Erhöhung der Gesamtdosis über die Zeit, nicht zu direkter Verschwendung der Ampulle selbst.
Wichtige Überlegungen
- Bei Depot-Präparaten wie langwirksamen Antipsychotika oder Hormonpräparaten ist die Einhaltung des vorgeschriebenen Intervalls entscheidend für therapeutische Spiegel
- Eine Verkürzung des Intervalls um 0,5 Wochen (3,5 Tage) kann zu:
- Erhöhten Steady-State-Spiegeln führen
- Potenziell erhöhten Nebenwirkungen
- Unnötigen Kosten durch häufigere Dosierung
Praktische Empfehlung
Das vorgeschriebene Dosierungsintervall von 12,5 Wochen sollte eingehalten werden, um die optimale therapeutische Wirkung zu gewährleisten und Überdosierung zu vermeiden. Falls eine Anpassung medizinisch notwendig ist, sollte dies unter ärztlicher Aufsicht mit entsprechendem Monitoring erfolgen.