What are the diagnostic criteria for delirium?

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Diagnosekriterien des Delirs

Die Diagnose eines Delirs basiert auf einer klinischen Beurteilung durch geschultes medizinisches Fachpersonal unter Verwendung der DSM-5- oder ICD-Kriterien, wobei vier Kardinalsymptome erfüllt sein müssen: (1) akuter Beginn und fluktuierender Verlauf, (2) Aufmerksamkeitsstörung, (3) Bewusstseinsstörung oder (4) desorganisiertes Denken. 1, 2

Kernkriterien nach DSM-5 und CAM-Algorithmus

Die Diagnosestellung erfordert das obligatorische Vorhandensein folgender Merkmale 1, 2:

  • Akuter Beginn und fluktuierender Verlauf: Die Symptome entwickeln sich typischerweise über Stunden bis wenige Tage und schwanken in ihrer Intensität während eines 24-Stunden-Zeitraums, oft mit Verschlechterung am Abend und in der Nacht 1, 2

  • Aufmerksamkeitsstörung (Inattention): Dies ist ein zentrales und obligatorisches Diagnosekriterium, das durch verminderte Konzentrationsfähigkeit, verlangsamte Reaktionen und Ablenkbarkeit gekennzeichnet ist 1, 2

  • Bewusstseinsstörung ODER desorganisiertes Denken: Es muss mindestens eines dieser beiden Merkmale zusätzlich zu den ersten beiden vorhanden sein 1, 2

    • Bewusstseinsstörung: Veränderung des Bewusstseinsniveaus, gestörte Vigilanz
    • Desorganisiertes Denken: Inkohärente Sprache, gestörter Gedankenablauf, Desorientiertheit

Praktische Diagnostik am Krankenbett

Anamnese und Fremdanamnese

  • Fremdanamnese ist unverzichtbar: Erfragen Sie bei Angehörigen das kognitive Ausgangsniveau und die genaue zeitliche Entwicklung der Veränderungen 2, 3
  • Verwenden Sie bei Bedarf den Informant Questionnaire on Cognitive Decline in the Elderly (IQCODE) - Kurzform 1

Kognitive Kurztests

Führen Sie folgende Schnelltests durch 1, 2:

  • Monate rückwärts aufsagen (MOTYB): Testet Aufmerksamkeit
  • Short Orientation Memory Concentration Test (SOMCT): Testet Orientierung und Gedächtnis
  • Beobachtung auf verminderte Konzentration, verlangsamte Antworten, Rückzug, Schlafstörungen, Halluzinationen, Verwirrtheit, Agitiertheit oder Stimmungsschwankungen 1

Wiederholte Beurteilungen

  • Führen Sie mehrfache Untersuchungen über den Tag verteilt durch, da der kognitive Zustand aufgrund von Fluktuationen in Wachheit, Aufmerksamkeit und psychomotorischem Status erheblich variiert 2, 3
  • Mindestens tägliche Beobachtung auf Veränderungen bei Risikopatienten 1

Klinische Erscheinungsformen

Psychomotorische Subtypen 1, 2:

  • Hyperaktives Delir: Agitiertheit, Hypervigilanz, Halluzinationen, gesteigerte Aktivität, vermehrter Redefluss
  • Hypoaktives Delir: Verlangsamung, Lethargie, verminderter Redefluss, sediertes Erscheinungsbild - häufigste Form bei Krebspatienten und oft übersehen 3
  • Gemischtes Delir: Unvorhersehbare, fluktuierende Merkmale beider Formen

Weitere klinische Merkmale 1:

  • Kognitive Störungen: Desorientierung zu Zeit, Ort oder Person, Gedächtnisstörungen, Sprachstörungen
  • Wahrnehmungsstörungen: Halluzinationen (meist visuell oder taktil), Illusionen, Fehlinterpretationen
  • Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung: Insomnie, Alpträume, Umkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Emotionale Störungen: Angst, Furcht, Reizbarkeit, emotionale Labilität
  • Neurologische Zeichen: Asterixis, Tremor, Myoklonien

Wichtige Differenzialdiagnosen

Abgrenzung zur Demenz 2:

  • Delir: Akuter Beginn, fluktuierender Verlauf
  • Demenz: Schleichender Beginn, progredienter Verlauf

Abgrenzung zur Psychose 2:

  • Delir: Bewusstseinsstörung und ausgeprägte Fluktuationen vorhanden
  • Psychose: Keine Bewusstseinsstörung

Delir bei vorbestehender Demenz

  • Besonders schwierig zu diagnostizieren und mit gravierenden prognostischen Implikationen verbunden, einschließlich beschleunigtem kognitivem und funktionellem Abbau, längerer Hospitalisierung, höheren Rehospitalisierungsraten, Institutionalisierung und Tod 2
  • Warten Sie 2-4 Wochen nach vollständiger Delir-Auflösung, bevor Sie formale kognitive Tests durchführen 2, 4

Diagnostische Instrumente

Confusion Assessment Method (CAM)

  • Sensitivität 82-100%, Spezifität 89-99% 2, 3
  • Validiert gegen psychiatrische Referenzstandards basierend auf DSM-Kriterien 1
  • CAM-ICU speziell für Intensivpatienten mit sehr guten psychometrischen Eigenschaften 3

Einschränkungen von Screening-Tools

  • Die Evidenz ist unzureichend, um den routinemäßigen Einsatz von Screening-Tools zur Diagnosestellung bei Krebspatienten zu empfehlen 1
  • Potenzielle Fehlklassifikation möglich 1
  • Die klinische Beurteilung bleibt der Goldstandard 1

Parallele Ursachenabklärung

Während Sie die Delir-Diagnose bestätigen, beginnen Sie gleichzeitig mit der Evaluation zugrunde liegender Ursachen 2, 3:

  • Kognitives Laborpanel (Blutbild, Elektrolyte, Nieren- und Leberwerte, Glukose, Schilddrüsenwerte)
  • Gründliche Medikamentenüberprüfung
  • Infektionssuche (Urinanalyse, Röntgen-Thorax)
  • Hypoxie-Abklärung
  • Dehydratation
  • Organversagen

Kritische Warnhinweise

  • Delir ist ein medizinischer Notfall: Unbehandelt kann es tödlich sein oder zu verheerenden und irreversiblen kognitiven und funktionellen Verlusten führen 2, 4
  • Hypoaktives Delir wird häufig übersehen: Achten Sie besonders auf zurückgezogene, lethargische Patienten 3
  • Fehldiagnose ist häufig: Bis zu 37% der Delir-Fälle werden von Onkologen bei ihren Patienten nicht erkannt 1
  • Vermeiden Sie voreilige kognitive Testung: Während des aktiven Delirs sind kognitive Bewertungen unzuverlässig 4

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Diagnóstico y Evaluación del Delirium

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Initial Workup for Delirium

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Evaluación Cognitiva Post-Delirium

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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