Should synchronized cardioversion or defibrillation be used for atrial flutter with tachycardia and hypotension?

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Last updated: December 29, 2025View editorial policy

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Synchronisierte Kardioversion bei Vorhofflattern mit hämodynamischer Instabilität

Bei Vorhofflattern mit einer Herzfrequenz von 160/min und einem Blutdruck von 50/30 mmHg müssen Sie sofort eine synchronisierte Kardioversion durchführen – niemals eine unsynchronisierte Defibrillation. 1

Warum synchronisierte Kardioversion?

Synchronisierte Kardioversion ist die eindeutige Behandlung der Wahl bei hämodynamisch instabilem Vorhofflattern. Die ACC/AHA/HRS-Leitlinien von 2015 geben eine Klasse-I-Empfehlung (höchste Evidenzstufe) für synchronisierte Kardioversion bei Patienten mit Vorhofflattern, die hämodynamisch instabil sind und nicht auf pharmakologische Therapien ansprechen. 1

Kritische Unterscheidung:

  • Synchronisierte Kardioversion: Der elektrische Schock wird mit der R-Zacke des EKGs synchronisiert, um eine Stimulation während der vulnerablen Phase des Herzzyklus zu vermeiden 2
  • Unsynchronisierte Defibrillation: Nur für Kammerflimmern geeignet, wo eine R-Zacken-Synchronisation nicht möglich ist 2

Warum nicht Defibrillation?

Die unsynchronisierte Defibrillation würde bei Vorhofflattern das Risiko bergen, während der vulnerablen Repolarisationsphase der Ventrikel einen Schock abzugeben, was Kammerflimmern auslösen könnte. 2 Bei Vorhofflattern liegt ein organisierter Rhythmus mit erkennbaren QRS-Komplexen vor – genau die Situation, in der Synchronisation essentiell ist.

Praktisches Vorgehen bei diesem kritischen Patienten:

Sofortmaßnahmen:

  • Keine Zeit für pharmakologische Therapien verlieren – bei einem Blutdruck von 50/30 mmHg liegt eine schwere hämodynamische Instabilität vor 1
  • Synchronisierte Kardioversion ohne Verzögerung durchführen 1
  • Vorhofflattern kann oft mit niedrigeren Energiestufen als Vorhofflimmern erfolgreich kardiovertiert werden 1

Technische Details:

  • Gerät auf synchronisierten Modus einstellen (nicht Defibrillationsmodus) 2
  • Beginnen Sie mit 50-100 Joule bei biphasischem Defibrillator 2
  • Rektilineare biphasische Schocks zeigen höhere Erfolgsraten (94%) im Vergleich zu monophasischen Schocks (79%) 2

Wichtige Fallstricke:

Adenosin ist bei Vorhofflattern potenziell gefährlich und sollte in dieser Situation vermieden werden. Es kann eine 1:1-AV-Überleitung mit gefährlicher Beschleunigung der Kammerfrequenz auslösen oder prolongierte Bradyasystolie verursachen. 3

Betablocker, Diltiazem oder Verapamil sind bei hämodynamisch stabilen Patienten zur Frequenzkontrolle nützlich, aber bei einem Blutdruck von 50/30 mmHg absolut kontraindiziert, da Hypotension die Hauptnebenwirkung ist. 1

Nach der Kardioversion:

  • Patienten haben häufig atriale oder ventrikuläre Extrasystolen unmittelbar nach der Kardioversion, die gelegentlich weitere Episoden auslösen können 1
  • In dieser Situation kann ein Antiarrhythmikum erforderlich sein, um eine akute Reinitiation der Tachykardie zu verhindern 1
  • Antikoagulation gemäß den gleichen Richtlinien wie bei Vorhofflimmern einleiten 1

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Synchronized Cardioversion for Atrial Fibrillation

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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