Sonnenschutzmittel-Inhaltsstoffe sind für Patienten ohne Hautkrebs oder Allergien in der Vorgeschichte nicht schädlich
Für Patienten ohne Hautkrebs-Vorgeschichte oder bekannte Allergien sind Sonnenschutzmittel-Inhaltsstoffe sicher und die Vorteile überwiegen bei weitem die minimalen Risiken. Die verfügbaren Leitlinien und Forschungsergebnisse zeigen, dass Sonnenschutzmittel wirksam Hautkrebs vorbeugen und nur selten unerwünschte Wirkungen verursachen 1.
Sicherheitsprofil der Sonnenschutzmittel-Inhaltsstoffe
Hautreizungen sind die häufigste unerwünschte Wirkung, nicht echte allergische Reaktionen:
- Trotz der weit verbreiteten Verwendung von Sonnenschutzmitteln wurden nur wenige Studien zu Allergien durchgeführt, was es schwierig macht, die Prävalenz abzuschätzen 1
- Hautreizungen sind häufiger als echte allergische Reaktionen 1
- Die beiden am häufigsten genannten Allergene sind derzeit Benzophenon-3 und Dibenzoylmethane 1
- Para-Aminobenzoesäure (PABA), früher das häufigste Allergen, wird heute selten verwendet 1
Moderne Forschung bestätigt die Sicherheit:
- Eine umfassende Überprüfung der wissenschaftlichen Literatur aus dem Jahr 2017 kam zu dem Schluss, dass Sonnenschutzmittel-Inhaltsstoffe sicher sind und keine potenziellen gesundheitlichen Risiken mit ihrer Verwendung verbunden sind 2
- Die regelmäßige Verwendung von Sonnenschutzmitteln kann einen positiven und signifikanten Einfluss auf die öffentliche Gesundheit haben, indem sie die UV-Strahlenexposition reduziert 2
Empfohlene Inhaltsstoffe und Formulierungen
Für Patienten ohne besondere Risikofaktoren:
- Breitspektrum-Sonnenschutzmittel mit SPF ≥15 werden von den Centers for Disease Control and Prevention empfohlen 3, 4
- Titandioxid bietet Breitspektrum-UV-Schutz mit minimalen Nebenwirkungen 5
- Octocrylen und Avobenzen sind stabil, bieten UVA- und UVB-Schutz mit minimalen Nebenwirkungen 5
- Oxybenzon sollte vermieden werden, da es das neuroendokrine System schädigen kann 5
Anwendungsrichtlinien für maximale Sicherheit:
- Etwa 30 Minuten vor Sonnenexposition auftragen 3
- Etwa 30 ml (eine Handvoll) verwenden, um den gesamten Körper zu bedecken 3
- Nach dem Schwimmen oder anstrengendem Training erneut auftragen 3
- Bei Arbeit im Freien den ganzen Tag über häufig erneut auftragen 3
Wichtige Warnhinweise
Patienten, die bei bestimmten Inhaltsstoffen Nebenwirkungen erfahren:
- Da die meisten handelsüblichen Sonnenschutzmittel eine Kombination von Wirkstoffen aus verschiedenen chemischen Gruppen sind, sollten Personen, die Nebenwirkungen erfahren, auf die Wirkstoffe achten und Sonnenschutzmittel mit anderen Inhaltsstoffen ausprobieren 1
Sonnenschutzmittel sollten als ergänzende Maßnahme verwendet werden:
- Die Leitlinien empfehlen, verschiedene Methoden wie Sonnenvermeidung, Schattensuche und das Tragen von Schutzkleidung als erste Verteidigungslinie gegen UV-Strahlung zu verwenden 1, 4
- Sonnenschutzmittel sollten als ergänzende Maßnahme zu anderen Schutzverhalten verwendet werden 4
Klinischer Nutzen überwiegt die Risiken
Bewiesene Vorteile für die Krebsprävention:
- Die International Agency for Research on Cancer hat festgestellt, dass die topische Anwendung von Sonnenschutzmitteln wahrscheinlich Plattenepithelkarzinome der Haut verhindert 1, 4
- Klinische Studien haben gezeigt, dass Sonnenschutzmittel die Inzidenz von aktinischen Keratosen, den Vorläufern von Plattenepithelkarzinomen, reduzieren 1
- Eine randomisierte klinische Studie zeigte, dass Sonnenschutzmittel Plattenepithelkarzinome selbst reduzieren 1
- Bei Kindern mit hohem Melanomrisiko reduzieren Sonnenschutzmittel Muttermale, die Vorläufer und stärksten Risikofaktoren für Melanome 1
FDA-zugelassene Verwendung:
- Titandioxid-haltige Sonnenschutzmittel sind von der FDA zugelassen, um Sonnenbrand zu verhindern und bei bestimmungsgemäßer Verwendung das Risiko von Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung durch die Sonne zu verringern 6