Is hypoxic training safe for patients with Chronic Fatigue Syndrome (CFS)/Myalgic Encephalomyelitis (ME)?

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Last updated: January 23, 2026View editorial policy

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Höhentraining (Hypoxisches Training) ist bei CFS/ME-Patienten kontraindiziert

Patienten mit Chronischem Fatigue-Syndrom/Myalgischer Enzephalomyelitis (CFS/ME) sollten kein hypoxisches Training durchführen, da das Atmen sauerstoffreduzierter Luft die charakteristische post-exertionale Malaise verschlimmern und zu schwerwiegender Symptomverschlechterung führen kann. 1, 2

Pathophysiologische Begründung

Die Kontraindikation basiert auf mehreren kritischen Faktoren:

  • Mitochondriale Dysfunktion: CFS/ME-Patienten weisen einen Verlust des mitochondrialen Membranpotentials und eine beeinträchtigte mitochondrienabhängige Lipidkatabolismus auf 2. Hypoxie würde diese bereits kompromittierte zelluläre Energieproduktion weiter verschlechtern.

  • Abnorme Atmungsmuster: 42% der CFS/ME-Patienten zeigen dysfunktionale Atmungsmuster während körperlicher Belastung, und 32% hyperventilieren bereits unter normoxischen Bedingungen 3. Das Hinzufügen von Hypoxie würde diese respiratorischen Störungen potenzieren.

  • Beeinträchtigte periphere Sauerstoffextraktion: CFS/ME-Patienten haben bereits eine gestörte periphere O₂-Extraktion und reduzierte mitochondriale Dichte 1, 4. Sauerstoffreduzierte Luft würde die ohnehin eingeschränkte Gewebesauerstoffversorgung kritisch verschlechtern.

Spezifische Risiken des hypoxischen Trainings bei CFS/ME

Post-exertionale Malaise (PEM): Dies ist das Kardinalsymptom von CFS/ME, bei dem körperliche oder mentale Anstrengung zu einer unverhältnismäßigen und anhaltenden Verschlechterung aller Symptome führt 1, 2, 5. Hypoxie stellt einen zusätzlichen physiologischen Stressor dar, der PEM auslösen oder verschlimmern würde.

Oxidativer und nitrosativer Stress: CFS/ME-Patienten zeigen bereits erhöhten oxidativen Stress 4. Hypoxie induziert zusätzlichen oxidativen Stress durch HIF-1-Aktivierung und erhöhte Produktion reaktiver Sauerstoffspezies 1.

Verschlechterung der kognitiven Dysfunktion: Die für CFS/ME charakteristische kognitive Beeinträchtigung ("Brain Fog") würde durch Hypoxie-induzierte zerebrale Hypoperfusion verschlimmert 5.

Evidenzbasierte Trainingsempfehlungen für CFS/ME

Statt hypoxischem Training sollten CFS/ME-Patienten folgende Ansätze verfolgen:

Pacing als Primärstrategie

  • Aktivitätsmanagement innerhalb der Energiegrenzen ist die einzige von der American Academy of Sleep Medicine empfohlene Strategie für post-exertionale Malaise 2. Patienten müssen lernen, Aktivitäten mit strategischen Ruhepausen zu unterbrechen, um PEM zu vermeiden.

  • Keine graduierte Belastungssteigerung (GET): Die VA/DoD-Leitlinien und UK NICE-Richtlinien raten ausdrücklich von graduierter Belastungstherapie bei CFS/ME ab, da sie das Risiko einer Verschlimmerung der post-exertionalen Malaise birgt 1, 2.

Wenn überhaupt Training, dann nur unter strengsten Vorsichtsmaßnahmen

Falls ein Patient stabil genug ist und Training versuchen möchte:

  • Ausschließlich liegende oder halbliegende Übungen: Rudern, Schwimmen oder Radfahren im Liegen, niemals aufrechte Übungen 1. Dies minimiert orthostatische Intoleranz.

  • Extrem kurze Dauer initial: Beginnen mit nur 5-10 Minuten täglich bei einer Intensität, die es erlaubt, in ganzen Sätzen zu sprechen 1. Steigerung um maximal 2 Minuten pro Woche.

  • Submaximal und ohne Hypoxie: Die Intensität muss deutlich unter der anaeroben Schwelle bleiben, und normale Sauerstoffversorgung ist essentiell 1.

Kritische Warnsignale

Training muss sofort abgebrochen werden bei:

  • Verschlechterung der Fatigue, die über 24 Stunden anhält 1, 5
  • Zunahme kognitiver Symptome oder "Brain Fog" 5
  • Verstärkung von Schmerzen oder autonomer Dysfunktion 5
  • Entwicklung neuer Symptome 2

Alternative therapeutische Ansätze

Statt hypoxischem Training sollten folgende Interventionen erwogen werden:

  • Coenzym Q10 und D-Ribose: Zeigen vielversprechende Ergebnisse für Fatigue-Symptome bei CFS/ME laut NIH-Leitlinien 2, 4
  • N-Acetylcystein und Melatonin: Zur Reduktion von oxidativem Stress 4
  • Sauerstoffsupplementierung (nicht Hypoxie!): Einige Studien zeigen Verbesserungen mit Sauerstoff-Ozon-Autohämotherapie 6, was das genaue Gegenteil von Hypoxie darstellt

Häufige Fallstricke

Verwechslung mit Dekonditionierung: CFS/ME ist keine einfache Dekonditionierung 1, 5. Die Anwendung von Trainingsprinzipien, die für dekonditionierte, aber ansonsten gesunde Personen gelten (wie hypoxisches Training zur Leistungssteigerung), ist bei CFS/ME gefährlich und kontraindiziert.

Fehlinterpretation von Studien zu anderen Populationen: Die positiven Effekte von hypoxischem Training bei COPD-Patienten 1, Herzinsuffizienz 1 oder gesunden Athleten 1 sind nicht auf CFS/ME übertragbar, da die Pathophysiologie fundamental unterschiedlich ist.

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