What is the ranking of antipsychotic agents according to their risk of extrapyramidal motor side effects?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: February 9, 2026View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Rangordnung der Antipsychotika nach EPS-Risiko

Die Antipsychotika können nach ihrem Risiko für extrapyramidale Symptome (EPS) wie folgt eingestuft werden (vom niedrigsten zum höchsten Risiko): Clozapin < Quetiapin < Olanzapin < Ziprasidon < Risperidon (dosisabhängig) < hochpotente typische Antipsychotika (z.B. Haloperidol). 1

Atypische Antipsychotika – Detaillierte Risikostufung

Niedrigstes EPS-Risiko

  • Clozapin weist das niedrigste EPS-Risiko aller Antipsychotika auf und kann sogar parkinsonsche Symptome reduzieren, obwohl es aufgrund von Agranulozytose-Risiko (ca. 1%) und Krampfanfällen (ca. 3-5%) ein intensives Monitoring erfordert. 2, 1

  • Quetiapin zeigt nach Clozapin das zweitniedrigste EPS-Risiko mit einer aggregierten EPS-Inzidenz von nur 3,6% bei Kindern/Jugendlichen mit bipolarer Manie (vs. 1% Placebo) und 12,9% bei Schizophrenie (vs. 5,3% Placebo). 3, 1

Mittleres EPS-Risiko

  • Olanzapin hat ein intermediär-niedriges EPS-Risiko, das teilweise durch seine anticholinerge Aktivität erklärt wird, die EPS begrenzt. 4, 1

  • Ziprasidon liegt im mittleren Risikobereich und erhöht signifikant das Risiko für EPS sowohl bei Manie (NNTH = 11) als auch bei Schizophrenie (NNTH = 19), wobei die Effekte bei Manie ausgeprägter sind. 5

Höheres EPS-Risiko unter den Atypika

  • Risperidon zeigt ein dosisabhängiges EPS-Risiko, das bei Dosen über 2 mg/Tag deutlich ansteigt. 6, 4 Bei niedrigen Dosen ist das Risiko geringer als bei Olanzapin und Ziprasidon, bei höheren Dosen jedoch höher. 1 Die American Academy of Child and Adolescent Psychiatry betont, dass Risperidon bei Dosen über 2 mg/Tag ein erhöhtes EPS-Risiko aufweist. 6

  • Lurasidon zeigt dosisabhängige EPS-Raten: 4,9% bei 20-60 mg/Tag und 9,0% bei 80-120 mg/Tag (vs. Placebo). 7

Typische Antipsychotika – Hohes EPS-Risiko

Hochpotente typische Antipsychotika

  • Haloperidol hat das höchste EPS-Risiko mit einem NNTH für Akathisie von 4 bei Manie und 7 bei Schizophrenie, für Gesamt-EPS von 3 bei Manie und 5 bei Schizophrenie. 5 Die American Academy of Pediatrics klassifiziert hochpotente Antipsychotika wie Haloperidol als Verursacher von mehr EPS, aber weniger Sedierung. 6

Niedrigpotente typische Antipsychotika

  • Thioridazin zeigt eine niedrigere Co-Verschreibungsrate von Antiparkinson-Medikamenten (60,99%) im Vergleich zu anderen typischen Antipsychotika, was auf ein relativ niedrigeres EPS-Risiko innerhalb dieser Klasse hindeutet. 8

  • Chlorpromazin verursacht mehr Sedierung mit weniger EPS im Vergleich zu hochpotenten Wirkstoffen. 6

Populationsspezifische Risikofaktoren

  • Kinder und Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko für EPS, insbesondere junge Männer für akute Dystonie. 6, 4

  • Bipolare Patienten, besonders in der depressiven Phase, sind vulnerabler für antipsychotika-induzierte Bewegungsstörungen als Schizophrenie-Patienten. 5

  • Das Risiko für Tardive Dyskinesie beträgt etwa 5% pro Jahr bei jungen Patienten unter Antipsychotika-Therapie. 4, 9

Klinische Implikationen

Wichtige Fallstricke:

  • Risperidon wird oft als "atypisch mit niedrigem EPS-Risiko" wahrgenommen, hat aber bei Dosen >2 mg/Tag ein erhebliches EPS-Risiko. 6

  • Akathisie wird häufig als psychotische Agitation oder Angst fehlinterpretiert, was zu inadäquater Dosiserhöhung führen kann. 6, 4

  • Prophylaktische Anticholinergika sollten nicht routinemäßig eingesetzt werden, sondern nur bei Hochrisikopatienten (junge Männer, frühere dystone Reaktionen). 4

Monitoring-Empfehlungen:

  • Regelmäßige Beurteilung mit der Abnormal Involuntary Movement Scale (AIMS) alle 3-6 Monate nach Therapiebeginn. 6

  • Bei EPS-Auftreten: Erste Strategie ist Dosisreduktion, zweite Strategie ist Wechsel zu Antipsychotikum mit niedrigerem EPS-Risiko (Quetiapin, Olanzapin, Clozapin). 4

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Extrapyramidal Symptoms: Causes, Risk Factors, and Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2026

Guideline

Risperidone-Associated Extrapyramidal Symptoms

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Adverse Effects of Atypical Antipsychotics

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2026

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.