What is the recommended treatment for an adult patient with isolated intercostal neuralgia?

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Therapie bei Interkostalneuralgie

Die Erstlinientherapie der Interkostalneuralgie besteht aus NSAIDs und/oder Paracetamol als systemische Analgetika, ergänzt durch Interkostalnervblockaden bei unzureichender Schmerzlinderung durch Medikamente allein. 1

Medikamentöse Erstlinientherapie

Systemische Analgetika

  • NSAIDs sind die primären systemischen Analgetika aufgrund ihrer nachgewiesenen Wirksamkeit bei thorakalen Schmerzen und ihrer Rolle in der multimodalen Analgesie 1
  • Paracetamol 650 mg alle 4-6 Stunden (maximal 4 g/Tag) sollte entweder als Alternative zu NSAIDs oder in Kombination verwendet werden 2, 1
  • Wenn zwei verschiedene NSAIDs nacheinander ohne ausreichende Schmerzlinderung versucht wurden, sollte auf einen anderen therapeutischen Ansatz gewechselt werden, anstatt weitere NSAIDs zu probieren 2, 1

Wichtige Überwachung bei NSAID-Therapie

  • Baseline-Blutdruck, Nierenfunktion (BUN, Kreatinin), Leberfunktion (alkalische Phosphatase, LDH, SGOT, SGPT), Blutbild und okkultes Blut im Stuhl erforderlich 2
  • Wiederholung alle 3 Monate zur Sicherstellung fehlender Toxizität 2
  • Besondere Vorsicht bei älteren Patienten oder solchen mit Komorbiditäten wegen gastrointestinaler, renaler und kardiovaskulärer Nebenwirkungen 1

Neuropathische Schmerzkomponente

Antikonvulsiva als Erstlinientherapie

  • Gabapentin oder Pregabalin sind Erstlinienmedikamente für neuropathische Schmerzkomponenten der Interkostalneuralgie 2, 1
  • Pregabalin: Beginn mit 25-50 mg/Tag, Titration bis 150-600 mg/Tag in zwei geteilten Dosen 2
  • Gabapentin: Beginn mit 100-200 mg/Tag, Titration bis 900-3600 mg/Tag in 2-3 geteilten Dosen 2
  • Niedrigste Startdosis bei Patienten mit mittelschwerer oder stärkerer Niereninsuffizienz verwenden 2
  • Langsame Dosissteigerung erforderlich, da Somnolenz, Schwindel und mentale Trübung häufig sind, besonders bei älteren Patienten 2

Trizyklische Antidepressiva

  • Nortriptylin oder Desipramin können bei neuropathischen Schmerzkomponenten wirksam sein, beginnend mit niedrigen Dosen (10 mg) und gradueller Titration 2, 1
  • Vorsicht bei Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder ventrikulären Leitungsstörungen; Dosierung wenn möglich unter 100 mg/Tag halten 2
  • EKG-Screening für Patienten über 40 Jahre empfohlen 2
  • 6-8 Wochen für einen adäquaten Therapieversuch erforderlich, einschließlich 2 Wochen bei höchster tolerierter Dosis 2

Interventionelle Therapien

Interkostalnervblockaden

  • Interkostalnervblockaden sollten erwogen werden, wenn die pharmakologische Behandlung unzureichende Schmerzlinderung bietet 2, 1
  • Single-Shot-Interkostalnervblockaden mit Lokalanästhetika wie Ropivacain bieten effektive kurzfristige Schmerzlinderung 1
  • Adjuvanzien zu Lokalanästhetika können die Analgesiedauer verlängern, wobei Kombinationen wie Ropivacain und Dexamethason verlängerte Analgesiedauer, niedrigere Schmerzwerte und reduzierten Opioidbedarf zeigen 1
  • Ultraschallführung verbessert die Genauigkeit und reduziert das Pneumothoraxrisiko 1

Erweiterte interventionelle Optionen bei refraktären Fällen

  • Gekühlte Radiofrequenzablation (CRFA) zeigt durchschnittliche Schmerzreduktion von 81,3% bei Patienten, die auf konventionelle Behandlung nicht ansprechen 3
  • Kryoneurolyse der Interkostalnerven kann 100% Schmerzlinderung bieten, die über 6 Monate anhält 4
  • Periphere Nervenstimulation (PNS) kann 80-100% tägliche Schmerzlinderung bei refraktärer Interkostalneuralgie bieten, mit nachhaltigem Erfolg über 2 Jahre 5
  • Thorakale Rückenmarkstimulation (SCS) sollte als praktikable Option bei dieser Patientenpopulation in Betracht gezogen werden 6
  • Neurektomie mit Muskelimplantation zeigt signifikante Schmerzreduktion (maximaler Schmerz von 10 auf 3,4, durchschnittlicher Schmerz von 8 auf 2) bei schwerer Interkostalneuralgie 7

Opioidtherapie

  • Kurzfristige Opioidtherapie kann bei mäßigen bis schweren Schmerzen erwogen werden, die auf NSAIDs und Paracetamol nicht ansprechen, sollte aber vorsichtig und nur bei Notwendigkeit eingesetzt werden 1
  • Bei Patienten, die Opioide benötigen, angemessene Überwachung implementieren und klaren Plan zur Dosisreduktion haben, um Abhängigkeitsrisiko zu minimieren 1
  • Opioide oder Tramadol können bei akuter neuropathischer Schmerz oder episodischen Exazerbationen schwerer Schmerzen verwendet werden, wenn schnelle Schmerzlinderung während der Titration eines Erstlinienmedikaments erforderlich ist 2

Therapeutischer Algorithmus

Schritt 1: Initiale Behandlung

  • NSAIDs als primäre systemische Analgetika starten 1
  • Paracetamol hinzufügen oder als Alternative verwenden 2, 1
  • Bei neuropathischer Komponente: Gabapentin oder Pregabalin beginnen 2, 1

Schritt 2: Bei unzureichendem Ansprechen

  • Zweites NSAID versuchen; wenn beide versagen, Ansatz wechseln 2, 1
  • Trizyklisches Antidepressivum (Nortriptylin oder Desipramin) hinzufügen 2, 1
  • Interkostalnervblockade erwägen 2, 1

Schritt 3: Bei refraktären Fällen

  • Gekühlte Radiofrequenzablation 3
  • Kryoneurolyse 4
  • Periphere Nervenstimulation 5
  • Thorakale Rückenmarkstimulation 6
  • Neurektomie mit Muskelimplantation bei schweren Fällen 7

Wichtige Fallstricke

  • Vermeiden Sie hochdosierte Kortikosteroide bei Patienten mit schlecht eingestelltem Diabetes, da sie zu signifikanter Hyperglykämie führen können 1
  • Die Analgesiedauer mit reinem Lokalanästhetikum ist begrenzt; erwägen Sie Adjuvanzien oder kontinuierliche Techniken für verlängerte Linderung 1
  • Antikonvulsiva erfordern langsame Titration über Wochen, um Nebenwirkungen zu minimieren, besonders bei älteren Patienten 2
  • Trizyklische Antidepressiva erfordern kardiale Überwachung bei Risikopatienten 2

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