What are the efficacy and safety outcomes of the three EMERGENT trials (EMERGENT‑1, 2, 3) of oral xanomeline‑trospium chloride (KarXT) in hospitalized adults with acute schizophrenia?

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Last updated: February 25, 2026View editorial policy

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Bewertung der EMERGENT-Studienergebnisse zu Xanomelin-Trospiumchlorid

Xanomelin-Trospiumchlorid (KarXT) zeigt in allen drei EMERGENT-Studien eine robuste und konsistente Wirksamkeit bei akuter Schizophrenie mit einem überlegenen Verträglichkeitsprofil im Vergleich zu traditionellen Antipsychotika, insbesondere ohne extrapyramidale Symptome oder Gewichtszunahme.

Wirksamkeitsergebnisse über alle drei Studien

Primärer Endpunkt: PANSS-Gesamtscore

Die gepoolte Analyse aller drei EMERGENT-Studien (EMERGENT-1, -2, -3) mit 640 Teilnehmern demonstriert eine signifikante Reduktion des PANSS-Gesamtscores nach 5 Wochen 1:

  • Mittlere Differenz: -9 Punkte (95% KI: -12,4 bis -7,3; p < 0,0001) gegenüber Placebo 1
  • Cohen's d Effektstärke: 0,65 – dies entspricht einem mittleren bis großen klinischen Effekt 1

Die Einzelstudien zeigen konsistente Ergebnisse:

  • EMERGENT-1: Signifikante Verbesserung mit Cohen's d = 0,62 (p = 0,0002) 2
  • EMERGENT-2: PANSS-Reduktion von -21,2 Punkten vs. -11,6 Punkte (Placebo), Differenz -9,6 Punkte (p < 0,0001, Cohen's d = 0,61) 3
  • EMERGENT-3: PANSS-Reduktion von -20,6 Punkten vs. -12,2 Punkte (Placebo), Differenz -8,4 Punkte (p < 0,001, Cohen's d = 0,60) 4

Sekundäre Endpunkte

Positive und negative Symptome: Alle PANSS-Subskalen zeigten signifikante Verbesserungen gegenüber Placebo in der gepoolten Analyse 1. Die Verbesserung negativer Symptome ist besonders bemerkenswert, da dies ein Bereich mit traditionell begrenzten Behandlungsoptionen darstellt 1.

Klinische Response-Rate: Die Wahrscheinlichkeit, eine ≥30%ige PANSS-Reduktion zu erreichen, war unter KarXT mehr als doppelt so hoch wie unter Placebo (Risikoverhältnis: 2,15; 95% KI [1,64 bis 2,84]; p < 0,00001) 5.

Agitationskontrolle: Die PANSS-Excited Component (PANSS-EC) zeigte konsistente Verbesserungen über alle drei Studien mit Effektstärken von 0,43 bis 0,62 2. Dies ist klinisch relevant für akut hospitalisierte Patienten mit Erregungszuständen 2.

Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil

Häufigste Nebenwirkungen

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse waren gastrointestinaler Natur und im Allgemeinen mild und vorübergehend 4, 3:

  • Übelkeit: 19-24% (KarXT) vs. 2-6% (Placebo) 4, 3
  • Dyspepsie: 16-19% (KarXT) vs. 2-8% (Placebo) 4, 3
  • Erbrechen: 14-16% (KarXT) vs. 1% (Placebo) 4, 3
  • Obstipation: 13-21% (KarXT) vs. 4-10% (Placebo) 4, 3

Kritische Vorteile gegenüber traditionellen Antipsychotika

Keine extrapyramidalen Symptome: Die Rate extrapyramidaler Symptome war zwischen KarXT und Placebo identisch (0% vs. 0% in EMERGENT-3; 0% vs. 0% für EPS und 1% vs. 1% für Akathisie in EMERGENT-2) 4, 3. Dies stellt einen fundamentalen Unterschied zu Dopamin-D2-Blockern wie Haloperidol dar, bei denen EPS-Raten von 20-30% auftreten 6, 7.

Keine Gewichtszunahme: Gewichtszunahme trat unter KarXT nicht häufiger auf als unter Placebo (0% vs. 1% in EMERGENT-2) 3. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber vielen atypischen Antipsychotika 3.

Keine Sedierung: Somnolenz-Raten waren vergleichbar zwischen KarXT und Placebo (5% vs. 4% in EMERGENT-2; 6% vs. 5% in EMERGENT-3) 4, 3.

Niedrige Abbruchraten: Die Abbruchraten aufgrund unerwünschter Ereignisse waren gering und zwischen KarXT und Placebo ähnlich (6-7% vs. 5-6%) 4, 3.

Subgruppenanalysen und Generalisierbarkeit

Die gepoolte Analyse zeigt konsistente Wirksamkeit unabhängig von 1:

  • Alter der Teilnehmer
  • Geschlecht
  • Ethnischer Zugehörigkeit
  • Body-Mass-Index
  • Baseline-PANSS-Score

Diese Robustheit über verschiedene Patientencharakteristika hinweg unterstützt die breite Anwendbarkeit von KarXT 1.

Einordnung in die Behandlungslandschaft

Neuartiger Wirkmechanismus

KarXT ist das erste Antipsychotikum ohne Dopamin-D2-Rezeptor-Blockade 4, 3. Es wirkt als dualer M1/M4-präferierender muskarinischer Rezeptoragonist (Xanomelin), kombiniert mit dem peripheren muskarinischen Antagonisten Trospiumchlorid zur Reduktion peripherer cholinerger Nebenwirkungen 4, 3.

Die aktuellen INTEGRATE-Leitlinien von 2025 erkennen an, dass Xanomelin-Trospium kürzlich für die Behandlung der Schizophrenie zugelassen wurde und dass eine zeitnahe Bewertung seiner Position im Behandlungsalgorithmus erforderlich ist 8. Die Leitlinien betonen die Notwendigkeit neuer Behandlungen mit Wirkmechanismen jenseits der postsynaptischen Dopaminantagonismus 8.

Klinische Implikationen und Positionierung

Potenzielle Indikationen basierend auf den EMERGENT-Daten

Akute Psychose mit Hospitalisierung: Alle drei Studien wurden an hospitalisierten Patienten mit akuter Exazerbation durchgeführt 1, 4, 3, 2. Die Wirksamkeit tritt innerhalb von 5 Wochen ein, mit frühen Verbesserungen bereits in den ersten Wochen 4, 3.

Patienten mit Unverträglichkeit gegenüber traditionellen Antipsychotika: Das Fehlen von EPS, Gewichtszunahme und metabolischen Nebenwirkungen macht KarXT zu einer wichtigen Option für Patienten, die diese Nebenwirkungen nicht tolerieren 4, 3, 5.

Negative Symptome: Die signifikante Verbesserung negativer Symptome adressiert einen Bereich mit historisch begrenzten Behandlungsoptionen 1, 3.

Wichtige Einschränkungen und offene Fragen

Langzeitwirksamkeit und -sicherheit: Die EMERGENT-Studien waren auf 5 Wochen begrenzt 1, 4, 3. Die laufenden EMERGENT-4 und EMERGENT-5 Studien (52 Wochen, open-label) werden wichtige Daten zur Langzeitverträglichkeit liefern 3.

Vergleichsstudien fehlen: Es gibt keine direkten Vergleichsstudien mit etablierten Antipsychotika 5. Die Effektstärke von 0,60-0,65 ist vergleichbar mit oder überlegen zu vielen traditionellen Antipsychotika, aber direkte Head-to-Head-Studien sind erforderlich 5.

Position bei therapierefraktärer Schizophrenie: Die Studien schlossen keine Patienten mit Clozapin-refraktärer Schizophrenie ein 4, 3. Die Position von KarXT in diesem Kontext bleibt unklar 8.

Zusammenfassende Bewertung der Evidenzqualität

Eine systematische Übersichtsarbeit mit GRADE-Bewertung von 2025 bewertet die Evidenz für KarXT als hochwertig für die Reduktion von PANSS-Scores und als sicher hinsichtlich des Fehlens von EPS und Gewichtszunahme 5. Die Konsistenz über drei unabhängige RCTs mit insgesamt 690 Teilnehmern stärkt die Evidenzbasis erheblich 5.

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