After a pre‑operative medication review and anesthesia clearance, should the pharmacist communicate the findings primarily to the referring physician in the outpatient (extramural) setting?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: October 4, 2026 • View editorial policy

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.

Kommunikation der präoperativen Medikationsüberprüfung

Ja, die Ergebnisse der pharmazeutischen präoperativen Medikationsüberprüfung sollten primär an den zuweisenden Arzt im extramuralen Bereich kommuniziert werden, insbesondere bei komplexen Patienten und perioperativem Medikamentenmanagement.

Begründung und Evidenzlage

Die aktuelle Evidenz zeigt deutliche Kommunikationslücken im präoperativen Setting, die geschlossen werden müssen:

Dokumentierte Kommunikationsdefizite

Eine aktuelle Studie aus 2024 zeigt alarmierende Diskrepanzen 1:

  • 92,5% der Hausärzte geben an, dass sie selten oder nie mit Anästhesisten kommunizieren
  • Im Gegensatz dazu berichten 77% der Anästhesie- und Chirurgieanbieter, dass sie häufig oder manchmal kommunizieren
  • 96,1% der älteren chirurgischen Patienten halten präoperative Kommunikation zwischen Anbietern für wichtig
  • Nur 40,4% der Patienten fühlten, dass ihre Anbieter sehr oder extrem gut kommunizieren

Rolle des Apothekers als Kommunikationsbrücke

Die systematische Übersicht von 2025 identifiziert Apotheker als Schlüsselpersonen zur Fehlerreduktion 2:

  • Medikationsabgleich (13 von 16 Studien) war die häufigste Intervention
  • Medikationsbezogene Empfehlungen (12 von 16 Studien) waren die zweithäufigste Intervention
  • Die häufigste Apothekerinterventionen war die Medikationsoptimierung durch Absetzen oder Umstellung von Wirkstoffen

Leitlinienempfehlungen zur Apothekerrolle

Die British Journal of Anaesthesia Leitlinie von 2017 empfiehlt explizit 3:

  • Apotheker sollten dem OP zugeordnet sein und 24/7 für Fragen verfügbar sein
  • Apotheker sollten an Bildungs- und Morbiditäts-/Mortalitätskonferenzen teilnehmen
  • Apotheker sind verantwortlich für den gesamten Medikationsfluss (von der Bestellung bis zur Entsorgung)
  • Apotheker bereiten alle zusammengesetzten oder verdünnten Hochrisikomedikamente vor

Praktische Umsetzung

Wann primär an den Zuweiser kommunizieren:

  1. Komplexe Patienten mit Mehrfacherkrankungen 1
  2. Perioperatives Medikamentenmanagement, insbesondere:
    • Antithrombotika-Management (häufigster Fehlerbereich) 4, 5
    • Immunsuppressiva-Optimierung 6
    • Blutzuckerkontrolle 6
  3. Optimierung von Komorbiditäten 1
  4. Medikationsdiskrepanzen, die präoperativ identifiziert wurden 4

Häufige Fallstricke vermeiden:

  • 71% der Medikationsfehler betreffen Medikamente mit erheblichem Komplikationspotenzial (z.B. Antithrombotika) 5
  • Kommunikationsausfälle zwischen stationären perioperativen und ambulanten Primärversorgungsteams führen zu Komplikationen und Wiederaufnahmen 1
  • Unzureichende Kommunikation der Entlassungspräferenzen zwischen Fachärzten und Teams führt zu Abweichungen von Leitlinien 7

Strukturierte Kommunikationsstrategie:

Die Apotheker sollten dokumentieren und kommunizieren:

  • Identifizierte Medikationsdiskrepanzen
  • Empfehlungen zum Absetzen/Umstellen von Medikamenten
  • Spezifische Anweisungen zu Hochrisikomedikamenten
  • Zeitplan für perioperatives Medikamentenmanagement

Der extramurale Zuweiser benötigt diese Informationen für:

  • Langfristige Medikationsanpassungen nach der Operation
  • Kontinuität der Versorgung
  • Vermeidung von Wiederaufnahmen durch Medikationsfehler
  • Optimale postoperative Betreuung

Die Evidenz zeigt eindeutig, dass trotz der Wichtigkeit dieser Kommunikation für Patientensicherheit und -zufriedenheit, sie in der Praxis häufig unzureichend erfolgt 1. Apotheker müssen daher aktiv als Kommunikationsbrücke zwischen dem perioperativen Setting und der ambulanten Primärversorgung fungieren 2, 6.

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.