What percentage of urinary tract infections recur?

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Häufigkeit von rezidivierenden Harnwegsinfektionen bei Frauen

Etwa 20-40% der Frauen mit einer Harnwegsinfektion erleben mindestens eine Wiederholung, wobei 25-50% dieser Frauen multiple rezidivierende Episoden entwickeln. 1

Definition und Epidemiologie

Rezidivierende Harnwegsinfektionen (rHWI) werden definiert als:

  • Mindestens drei HWI-Episoden pro Jahr ODER
  • Mindestens zwei Episoden innerhalb der letzten 6 Monate 2

Die Häufigkeit von Harnwegsinfektionen ist bei Frauen deutlich höher als bei Männern:

  • Die jährliche Inzidenz beträgt 12,1% bei Frauen und nur 3% bei Männern 3
  • Frauen haben ein 30-mal höheres Risiko für HWI als Männer unter 50 Jahren 4
  • Das Lebenszeitrisiko für HWI bei Frauen liegt bei über 50% 1

Risikofaktoren für rezidivierende HWI

Die meisten rezidivierenden HWI entstehen durch:

  • Sexuelle Gewohnheiten und Hygiene
  • Besonders betroffen sind sexuell aktive Frauen
  • Höheres Risiko bei Verwendung von Diaphragmen und/oder Spermiziden 1
  • Verlängertes Zurückhalten von Urin
  • Unzureichende Flüssigkeitszufuhr

Prävention von rezidivierenden HWI

Nicht-antibiotische Maßnahmen:

  • Erhöhte Flüssigkeitszufuhr
  • Miktionieren bei Harndrang und nach dem Geschlechtsverkehr
  • Vermeidung von spermizid-haltigen Verhütungsmitteln
  • Bei postmenopausalen Frauen mit Risikofaktoren wie atrophischer Vaginitis: topische vaginale Östrogene 1, 2

Antibiotische Prophylaxe:

  • Kontinuierliche tägliche Prophylaxe für 6-12 Monate
    • Nitrofurantoin 50-100 mg täglich (erste Wahl)
    • Trimethoprim-Sulfamethoxazol 40/200 mg täglich (wenn lokale Resistenzraten <20%)
  • Post-koitale Prophylaxe (Einzeldosis innerhalb von 2 Stunden nach Geschlechtsverkehr)
  • Selbstverabreichte Kurzzeittherapie bei guter Compliance 2

Behandlungsalgorithmus bei rezidivierenden HWI

  1. Bestätigung der Diagnose:

    • Dokumentierte positive Urinkulturen
    • Vollständige Auflösung der vorherigen HWI mit negativer Urinkultur 1-2 Wochen nach Behandlung
  2. Erste Maßnahmen:

    • Nicht-antibiotische Präventionsmaßnahmen einleiten
    • Bei postmenopausalen Frauen: vaginale Östrogene erwägen
  3. Bei anhaltenden Rezidiven:

    • Antibiotische Prophylaxe erwägen
    • Nitrofurantoin als erste Wahl aufgrund niedriger Resistenzraten
    • Prophylaxe für 6-12 Monate, dann Neubewertung
  4. Überwachung:

    • Auf Durchbruchinfektionen und Nebenwirkungen achten
    • Antibiotika alle 3 Monate rotieren, um Resistenzentwicklung zu reduzieren

Wichtige Hinweise

  • Asymptomatische Bakteriurie sollte nicht behandelt werden, da dies das Risiko für symptomatische Infektionen und bakterielle Resistenz erhöht 2
  • Fluorochinolone sollten aufgrund des ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses vermieden werden
  • Breitspektrum-Antibiotika sollten wenn möglich vermieden werden, um Resistenzentwicklung zu verhindern

Bei korrekter Anwendung von Präventionsmaßnahmen und gezielter antibiotischer Prophylaxe kann die Häufigkeit von rezidivierenden Harnwegsinfektionen deutlich reduziert werden.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Recurrent Urinary Tract Infections Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

Urinary tract infections in adults.

Singapore medical journal, 2016

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