What are the key aspects of care for a nursing professional to know on an orthopedic trauma ward?

Medical Advisory BoardAll articles are reviewed for accuracy by our Medical Advisory Board
Educational purpose only • Exercise caution as content is pending human review
Article Review Status
Submitted
Under Review
Approved

Last updated: August 28, 2025View editorial policy

Personalize

Help us tailor your experience

Which best describes you? Your choice helps us use language that's most understandable for you.

Wichtige Aspekte der Pflege auf einer unfallchirurgischen Station

Das Wichtigste für eine Pflegefachkraft auf einer unfallchirurgischen Station ist die Implementierung eines multidisziplinären Versorgungsansatzes mit orthogeriatrischem Co-Management, insbesondere bei älteren Patienten mit Fragilitätsfrakturen, um die Mortalität und Morbidität zu reduzieren und funktionelle Ergebnisse zu verbessern. 1

Multidisziplinäre Versorgung und orthogeriatrisches Management

  • Die Zusammenarbeit zwischen Orthopäden, Geriatern und Pflegefachkräften auf einer speziellen orthogeriatrischen Station führt nachweislich zur kürzesten Zeit bis zur Operation, zum kürzesten Krankenhausaufenthalt und zur niedrigsten Sterblichkeitsrate 1
  • Pflegefachkräfte sollten aktiv an täglichen multidisziplinären Besprechungen teilnehmen, um die Kommunikation zwischen den Fachdisziplinen zu verbessern und eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten 1
  • Ein Pflegekraft-Patienten-Verhältnis von 1:4 wird für Hüftfrakturpatienten empfohlen 1

Präoperative Versorgung

Schnelle Aufnahme und Vorbereitung

  • Implementierung eines Fast-Track-Aufnahmepfads für Patienten mit Frakturen 1
  • Systematische Beurteilung des medizinischen Zustands des Patienten, einschließlich:
    • Ernährungszustand (bis zu 60% der Patienten mit Hüftfrakturen sind bei Aufnahme mangelernährt) 1, 2
    • Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt
    • Herz- und Lungenfunktion
    • Kognitive Beurteilung
    • Anämie 1, 2

Schmerzmanagement

  • Regelmäßige Paracetamol-Gabe als Grundlage der Schmerztherapie 1, 2
  • Nervenblocken (femoral oder Fascia iliaca) zur effektiven Analgesie ohne Opioid-Nebenwirkungen 2
  • Vorsichtige Anwendung von Opioiden mit reduzierter Dosierung bei älteren Patienten 2
  • Kontinuierliche Schmerzbeurteilung als Teil der routinemäßigen pflegerischen Beobachtung 1

Postoperative Versorgung

Überwachung und Komplikationsprävention

  • Regelmäßige Überwachung der Vitalzeichen und des kognitiven Status 2
  • Sauerstoffgabe für mindestens 24 Stunden postoperativ zur Vorbeugung von Hypoxie 1, 2
  • Frühe Mobilisierung zur Verbesserung der Oxygenierung und Lungenfunktion 1
  • Thromboseprophylaxe mit niedermolekularem Heparin und mechanischen Methoden bei Kontraindikationen 2

Flüssigkeitsmanagement

  • Förderung der frühen oralen Flüssigkeitsaufnahme anstelle von routinemäßiger intravenöser Flüssigkeitszufuhr 1
  • Entfernung von Harnkathetern so früh wie möglich zur Reduzierung des Risikos von Harnwegsinfektionen 1

Management von postoperativer kognitiver Dysfunktion

  • Häufig (25%) bei Patienten mit Hüftfraktur 1
  • Multimodale Optimierung der postoperativen Versorgung:
    • Adäquate Analgesie
    • Ernährung und Hydratation
    • Elektrolytgleichgewicht
    • Angemessene Medikation
    • Stuhlgang und Mobilisierung 1
  • Identifizierung und Behandlung von Komplikationen wie Lungeninfektion, stille Myokardischämie und Harnwegsinfektion 1

Rehabilitation und Entlassungsplanung

  • Frühe Rehabilitationsplanung mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Sozialarbeitern 1
  • Regelmäßige Neupositionierung (alle 2-4 Stunden) und Hautpflege zur Vorbeugung von Druckgeschwüren 2
  • Frühe Entlassungsplanung mit Beurteilung der häuslichen Umgebung und des Unterstützungsbedarfs 2
  • Implementierung von Sturzpräventionsstrategien 2

Besonderheiten bei Fragilitätsfrakturen

  • Systematische Untersuchung des Frakturrisikos bei allen Patienten über 50 Jahre mit einer kürzlichen Fraktur 1
  • Beachtung der Knochenqualität bei der Auswahl von Fixierungsgeräten und -techniken 1
  • Berücksichtigung nicht-pharmakologischer Behandlungsoptionen und Patientenaufklärung zur Prävention weiterer Frakturen 1

Psychologische Betreuung

  • Mehr als 50% der Überlebenden nach orthopädischen Traumata erleben psychische Belastungen, die jahrzehntelang anhalten können 3
  • Frühe Identifizierung von Patienten mit Belastungssymptomen, um Ressourcen und Unterstützung bereitzustellen 3
  • Bereitstellung von Bewältigungsstrategien, Achtsamkeit und Bildungsressourcen 3

Fallstricke und Vorsichtsmaßnahmen

  • Vorsicht bei der Verwendung von Cyclizin bei älteren Personen aufgrund seiner anticholinergen Nebenwirkungen 1
  • Vermeidung von Codein wegen seiner Nebenwirkungen bei älteren Patienten 2
  • Besondere Aufmerksamkeit für das Bone Cement Implantation Syndrome (BCIS) bei zementierten Prothesen, gekennzeichnet durch Hypoxie, Hypotonie oder unerwarteten Bewusstseinsverlust 1
  • Haloperidol oder Lorazepam sollten nur kurzfristig zur Symptomkontrolle bei Verwirrtheit eingesetzt werden 1, 2

Die Pflege auf einer unfallchirurgischen Station erfordert ein umfassendes Verständnis der speziellen Bedürfnisse von Traumapatienten, insbesondere älterer Patienten mit Fragilitätsfrakturen. Durch die Implementierung eines multidisziplinären Ansatzes mit Fokus auf präoperative Optimierung, effektives Schmerzmanagement, Komplikationsprävention und frühe Rehabilitation können Pflegefachkräfte wesentlich zur Verbesserung der Patientenergebnisse beitragen.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Hip Fracture Management in Non-Surgical Candidates

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Research

Psychological Distress After Orthopedic Trauma: Prevalence in Patients and Implications for Rehabilitation.

PM & R : the journal of injury, function, and rehabilitation, 2015

Professional Medical Disclaimer

This information is intended for healthcare professionals. Any medical decision-making should rely on clinical judgment and independently verified information. The content provided herein does not replace professional discretion and should be considered supplementary to established clinical guidelines. Healthcare providers should verify all information against primary literature and current practice standards before application in patient care. Dr.Oracle assumes no liability for clinical decisions based on this content.

Have a follow-up question?

Our Medical A.I. is used by practicing medical doctors at top research institutions around the world. Ask any follow up question and get world-class guideline-backed answers instantly.