How are asymptomatic self-limiting narrow complex tachycardias in a long-term EKG evaluated?

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Last updated: September 4, 2025View editorial policy

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Bewertung asymptomatischer selbstlimitierender rhythmischer Schmalkomplextachykardien im Langzeit-EKG

Bei asymptomatischen selbstlimitierenden Schmalkomplextachykardien im Langzeit-EKG ist in der Regel keine spezifische Therapie oder weitere diagnostische Abklärung erforderlich, solange keine strukturelle Herzerkrankung vorliegt oder andere Risikofaktoren bestehen. 1

Diagnostische Einordnung

Die Beurteilung von Schmalkomplextachykardien (QRS <120 ms) im Langzeit-EKG erfolgt nach folgenden Kriterien:

  • Regelmäßigkeit des Rhythmus: Regelmäßige Tachykardien deuten auf AVNRT, AVRT oder atriale Tachykardien hin, unregelmäßige auf Vorhofflimmern oder Vorhofflattern mit variabler Überleitung 2
  • P-Wellen-Morphologie und Beziehung zum QRS-Komplex:
    • Bei AVNRT sind P-Wellen oft im QRS-Komplex verborgen
    • Bei AVRT sind P-Wellen im frühen ST-Segment sichtbar
    • Bei atrialen Tachykardien unterscheidet sich die P-Wellen-Morphologie von Sinusrhythmus 2
  • Frequenz: Typischerweise 150-250 Schläge/min bei SVT 2

Klinische Relevanz und Management

Bei asymptomatischen Patienten:

  1. Keine Therapie notwendig bei:

    • Selbstlimitierenden Episoden
    • Fehlen von strukturellen Herzerkrankungen
    • Normaler linksventrikulärer Funktion
    • Fehlender Beeinträchtigung der Lebensqualität 1
  2. Auslösende Faktoren identifizieren und eliminieren:

    • Übermäßiger Koffein-, Alkohol- oder Nikotinkonsum
    • Freizeitdrogen
    • Hyperthyreose 1

Wann weitere Diagnostik erwägen:

Eine elektrophyiologische Untersuchung ist NICHT indiziert bei:

  • Asymptomatischen Patienten mit selbstlimitierenden Tachykardien
  • Patienten mit gut kontrollierbaren Tachykardien durch vagale Manöver oder gut verträgliche Medikamente 1

Algorithmus zur Beurteilung

  1. QRS-Dauer bestimmen: <120 ms = Schmalkomplextachykardie
  2. Regelmäßigkeit prüfen: Regelmäßig vs. unregelmäßig
  3. P-Wellen analysieren: Lokalisation, Morphologie, Beziehung zum QRS
  4. Klinische Beurteilung:
    • Bei asymptomatischen, selbstlimitierenden Episoden → Beobachtung
    • Bei Symptomen oder hämodynamischer Beeinträchtigung → weitere Abklärung

Wichtige Hinweise und Fallstricke

  • Nicht überbehandeln: Asymptomatische selbstlimitierende Episoden benötigen in der Regel keine antiarrhythmische Therapie 1
  • Vorsicht bei Antiarrhythmika: Aufgrund des Risikos einer Proarrhythmie sollten Klasse-I- oder Klasse-III-Antiarrhythmika nicht ohne dokumentierte Arrhythmie eingeleitet werden 1
  • Fehldiagnose vermeiden: Eine breite QRS-Tachykardie (>120 ms) sollte im Zweifelsfall als ventrikuläre Tachykardie behandelt werden 2
  • Stabile Vitalzeichen: Diese schließen eine ventrikuläre Tachykardie nicht aus und sollten nicht als alleiniges Unterscheidungsmerkmal herangezogen werden 2

Bei Patienten mit wiederkehrenden, symptomatischen Episoden, die nicht auf konservative Maßnahmen ansprechen, kann eine weiterführende elektrophysiologische Untersuchung mit der Option einer Katheterablation erwogen werden 1.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Guideline

Tachycardia Diagnosis and Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

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