Is sinus venous thrombosis possible with Simponi (golimumab) and methotrexate therapy?

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Last updated: September 5, 2025View editorial policy

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Sinusvenenthrombose bei Therapie mit Simponi und Methotrexat

Ja, eine Sinusvenenthrombose ist bei Therapie mit Simponi (Golimumab) und Methotrexat möglich, besonders bei Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren.

Risikofaktoren und Mechanismen

Bei der Kombination von Simponi (TNF-alpha-Inhibitor) und Methotrexat besteht ein erhöhtes Risiko für thromboembolische Ereignisse durch mehrere Mechanismen:

  • Methotrexat-assoziierte Risiken:

    • Kann zu erhöhten Homocystein-Spiegeln führen, die endotheliale Schäden verursachen 1
    • Besonders problematisch bei Patienten mit MTHFR-Polymorphismen (Methylentetrahydrofolat-Reduktase) 1
    • Direkte Endothelschädigung wurde dokumentiert 2
  • TNF-alpha-Inhibitoren (Simponi):

    • Können die Gefäßschutzfunktion der Endothelzellen beeinträchtigen 3
    • Meta-Analysen zeigen ein erhöhtes Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse bei VSP-Inhibitoren (1-11%) 3

Risikostratifizierung

Das Risiko einer Sinusvenenthrombose steigt bei:

  1. Grunderkrankung:

    • Entzündliche Darmerkrankungen und rheumatologische Erkrankungen haben selbst ein erhöhtes Thromboserisiko 3
    • Akute schwere Colitis ulcerosa gilt als zusätzlicher Risikofaktor für Thrombosen 3
  2. Zusätzliche Risikofaktoren:

    • Gleichzeitige Kortikosteroid-Therapie, besonders in hohen Dosen 3, 4
    • Immobilität, Dehydrierung 3
    • Vorgeschichte von thromboembolischen Ereignissen 3
    • Genetische Faktoren (z.B. MTHFR-Polymorphismen) 1
    • Zentrale Venenkatheter 3

Prävention und Management

Bei Hochrisikopatienten sollten folgende Maßnahmen erwogen werden:

  • Thromboseprophylaxe:

    • Bei hospitalisierten Patienten sollte niedermolekulares Heparin oder unfraktioniertes Heparin eingesetzt werden 3
    • Ambulante Patienten mit hohem Risiko (Khorana-Score ≥3) können ebenfalls von einer Prophylaxe profitieren 3
  • Überwachung:

    • Regelmäßige klinische Kontrollen auf neurologische Symptome (Kopfschmerzen, Sehstörungen, Krampfanfälle)
    • Bei Verdacht auf Sinusvenenthrombose: sofortige Bildgebung (CT-Venographie oder MR-Venographie)
  • Bei Auftreten einer Sinusvenenthrombose:

    • Therapeutische Antikoagulation trotz erhöhtem Blutungsrisiko bei intrakranieller Blutung 5, 6
    • Erwägung interventioneller Verfahren bei therapieresistenten Fällen 6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei Methotrexat und TNF-alpha-Inhibitor-Kombinationstherapie:

    • Besondere Vorsicht bei Patienten mit bekannten Gerinnungsstörungen
    • Ausreichende Folsäure-Supplementierung zur Reduktion der Homocystein-Spiegel 1
    • Bei Patienten mit bekannten MTHFR-Polymorphismen engmaschigere Überwachung 1
  • Bei Anzeichen einer Sinusvenenthrombose:

    • Sofortige Vorstellung beim Arzt bei neu auftretenden, anhaltenden Kopfschmerzen, Sehstörungen, fokalen neurologischen Defiziten oder Krampfanfällen
    • Frühzeitige Diagnose verbessert die Prognose erheblich 5

Die Entscheidung über die Fortsetzung der Therapie mit Simponi und Methotrexat nach einer Sinusvenenthrombose sollte unter sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses und in Abhängigkeit von der Grunderkrankung getroffen werden.

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