Sinusvenenthrombose bei Therapie mit Simponi und Methotrexat
Ja, eine Sinusvenenthrombose ist bei Therapie mit Simponi (Golimumab) und Methotrexat möglich, besonders bei Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren.
Risikofaktoren und Mechanismen
Bei der Kombination von Simponi (TNF-alpha-Inhibitor) und Methotrexat besteht ein erhöhtes Risiko für thromboembolische Ereignisse durch mehrere Mechanismen:
Methotrexat-assoziierte Risiken:
TNF-alpha-Inhibitoren (Simponi):
Risikostratifizierung
Das Risiko einer Sinusvenenthrombose steigt bei:
Grunderkrankung:
Zusätzliche Risikofaktoren:
Prävention und Management
Bei Hochrisikopatienten sollten folgende Maßnahmen erwogen werden:
Thromboseprophylaxe:
Überwachung:
- Regelmäßige klinische Kontrollen auf neurologische Symptome (Kopfschmerzen, Sehstörungen, Krampfanfälle)
- Bei Verdacht auf Sinusvenenthrombose: sofortige Bildgebung (CT-Venographie oder MR-Venographie)
Bei Auftreten einer Sinusvenenthrombose:
Besondere Vorsichtsmaßnahmen
Bei Methotrexat und TNF-alpha-Inhibitor-Kombinationstherapie:
Bei Anzeichen einer Sinusvenenthrombose:
- Sofortige Vorstellung beim Arzt bei neu auftretenden, anhaltenden Kopfschmerzen, Sehstörungen, fokalen neurologischen Defiziten oder Krampfanfällen
- Frühzeitige Diagnose verbessert die Prognose erheblich 5
Die Entscheidung über die Fortsetzung der Therapie mit Simponi und Methotrexat nach einer Sinusvenenthrombose sollte unter sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses und in Abhängigkeit von der Grunderkrankung getroffen werden.