What is the optimal care approach for patients in a surgical trauma setting?

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Last updated: September 21, 2025View editorial policy

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Optimale Pflege auf der unfallchirurgischen Station

Ein multidisziplinärer Ansatz mit Fokus auf Damage-Control-Chirurgie ist die Grundlage für die optimale Versorgung von Traumapatienten auf einer unfallchirurgischen Station, um Morbidität und Mortalität zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. 1

Erstversorgung und Beurteilung

Hämodynamische Stabilisierung

  • Ziel-Blutdruck bei aktiver Blutung: systolisch 80-90 mmHg (MAP 50-60 mmHg) bis zur Blutungskontrolle 1
  • Bei Schädel-Hirn-Trauma: MAP ≥80 mmHg aufrechterhalten 1
  • Frühzeitige Erkennung von Schock durch:
    • Serumlaktat und Basendefizit (sensitive Marker für traumatische Blutungen)
    • Schockindex >1
    • Hämoglobin/Hämatokrit sind schlechte Frühmarker für Blutverlust 1

Diagnostische Bildgebung

  • E-FAST (Extended Focused Assessment with Sonography for Trauma) zur Identifizierung freier Flüssigkeit/Pneumothorax
  • Röntgen-Beckenaufnahme bei Verdacht auf Beckenverletzung (Sensitivität 50-68%)
  • CT mit Kontrastmittel für hämodynamisch stabile Patienten 1

Gerinnungsmanagement

  • Frühe Gerinnungsüberwachung und -unterstützung nach Trauma einleiten 2
  • Bei massiver Blutung:
    • Fibrinogenkonzentrat/Kryopräzipitat und Erythrozytenkonzentrate ODER
    • FFP:Erythrozytenkonzentrat-Verhältnis von mindestens 1:2
    • TEG/ROTEM sind konventionellen Gerinnungstests vorzuziehen 1
  • Prokoagulatorische Maßnahmen nach Erreichen der Hämostase beenden, um thromboembolische Komplikationen zu vermeiden 2

Damage-Control-Chirurgie

Indikationen für Damage-Control-Ansatz 2, 1:

  • Schwerer hämorrhagischer Schock
  • Anhaltende Blutung und Koagulopathie
  • Schwere Koagulopathie, Hypothermie, Azidose
  • Unzugängliche größere anatomische Verletzung
  • Zeitaufwändige Eingriffe erforderlich
  • Begleitverletzungen außerhalb des Abdomens

Drei-Phasen-Konzept 2:

  1. Erste Phase: Abgekürzte Notfall-Laparotomie

    • Blutungskontrolle durch temporäre Maßnahmen (Packing, Gefäßklemmen)
    • Kontrolle der Kontamination (Resektion ohne Anastomose)
    • Temporärer Bauchdeckenverschluss
  2. Zweite Phase: Intensivmedizinische Behandlung

    • Korrektur von Koagulopathie, Azidose, Hypothermie
    • Optimierung von Beatmung und Hämodynamik
    • Ergänzende Angiographie/weitere Verletzungsdiagnostik nach Bedarf
  3. Dritte Phase: Definitive chirurgische Versorgung

    • Erst wenn Zielparameter erreicht sind (24-48 Stunden später)
    • Definitive Reparatur der Verletzungen

Beckentrauma-Management

Bei instabilen Beckenfrakturen:

  • Primäre Kontrolle venöser/spongiöser Knochenblutungen durch Beckenschluss (Beckenbinder, C-Clamp) 2
  • Prä-, extra- oder retroperitoneales Packing zur Reduktion venöser Blutungen 2
  • Angiographie und Embolisation bei arteriellen Blutungen, die nicht durch Frakturstabilisierung kontrolliert werden können 2
  • Nicht-therapeutische Laparotomien vermeiden 2

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

  • Frühzeitige Aktivierung des Traumaprotokolls bei Patienten ≥55 Jahre
  • Beurteilung der Gebrechlichkeit bei allen älteren Traumapatienten
  • Verwendung des Geriatric Trauma Outcome Score (GTOS) zur Vorhersage der Mortalität 1

Kinder und ältere Erwachsene

  • Generell gleiche Behandlung wie bei normalen Erwachsenen
  • Ausnahme: Patienten mit Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern 2

Vermeidung häufiger Komplikationen

  • Hypothermie: Aktive Wärmemaßnahmen, Ziel Normothermie 1
  • Übermäßige Kristalloidgabe: Vermeiden zugunsten einer ausgewogenen Blutproduktresuszitation 1
  • Übersehene Verletzungen: Tertiäre Untersuchung innerhalb von 24-48 Stunden 1
  • Verzögerte Thromboseprophylaxe: So früh wie möglich beginnen, sobald das Blutungsrisiko es zulässt 1
  • Verzögerte Erkennung okkulter Blutungen: Serielle Untersuchungen und Neubewertung durchführen 1

Fazit

Die optimale Versorgung von Traumapatienten erfordert einen strukturierten, multidisziplinären Ansatz mit klaren Protokollen. Der Damage-Control-Ansatz bei schwer verletzten Patienten mit tiefem hämorrhagischem Schock, Anzeichen anhaltender Blutung und Koagulopathie hat sich als lebensrettend erwiesen. Die frühzeitige Gerinnungsüberwachung und -unterstützung sowie die Vermeidung von Hypothermie, Azidose und übermäßiger Flüssigkeitsgabe sind entscheidend für ein verbessertes Outcome.

References

Guideline

Trauma Surgery Management

Praxis Medical Insights: Practical Summaries of Clinical Guidelines, 2025

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

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