What are the clinical signs of hip prosthesis luxation?

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Last updated: September 25, 2025View editorial policy

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Klinische Zeichen einer Hüftprotheseluxation

Bei einer Hüftprotheseluxation zeigen sich typischerweise eine Verkürzung der betroffenen Extremität, Außenrotationsstellung des Beines, starke Schmerzen und eine deutliche Bewegungseinschränkung.

Klinische Untersuchungsbefunde

Hauptsymptome

  • Schmerzen: Plötzlich auftretende, starke Schmerzen in der Hüftregion
  • Veränderte Beinstellung: Typischerweise:
    • Verkürzung der betroffenen Extremität
    • Außenrotationsstellung des Beines
    • Adduktionsstellung (bei posteriorer Luxation, häufigste Form)
  • Bewegungseinschränkung: Deutliche Einschränkung der aktiven und passiven Beweglichkeit
  • Instabilität: Das Gelenk fühlt sich instabil an

Weitere klinische Zeichen

  • Sichtbare Deformität der Hüftregion
  • Unfähigkeit, das betroffene Bein zu belasten
  • Hinkende Gangbild (falls Patient noch gehen kann)
  • Mögliche Schwellung im Bereich der Hüfte

Zeitlicher Verlauf

Die Luxationswahrscheinlichkeit ist zeitlich unterschiedlich verteilt:

  • Etwa 50% der Luxationen nach Hüftendoprothesen treten innerhalb der ersten 3 Monate nach der Operation auf (frühe Luxation) 1
  • Spätere Luxationen können auf Protheseninfektionen, Abrieb oder Lockerung hindeuten 1

Risikofaktoren

Folgende Faktoren erhöhen das Luxationsrisiko:

  • Höheres Alter des Patienten 2
  • Operationstechnische Faktoren:
    • Posteriorer Zugangsweg (erhöht das Risiko um das 1,9-fache im Vergleich zum lateralen Zugang) 2
    • Fehlpositionierung der Prothesenkomponenten 3
  • Kleinere Femurköpfe (26 mm und 28 mm haben ein höheres Luxationsrisiko als 30 mm und 32 mm) 2
  • Vorerkrankungen und präoperative Diagnose 2

Diagnostisches Vorgehen

  1. Klinische Untersuchung: Erfassung der oben genannten Symptome
  2. Bildgebung:
    • Röntgenaufnahmen sind die erste Wahl zur Beurteilung einer symptomatischen Hüftprothese 4
    • Bei unklaren Befunden oder Verdacht auf periprothetische Frakturen kann eine CT-Untersuchung indiziert sein 4

Therapie

Die Behandlung einer akuten Hüftprotheseluxation beginnt mit einer bildgesteuerten Reposition unter adäquater Analgesie und Sedierung 1. Danach gibt es zwei Hauptansätze:

  1. Konservative Therapie:

    • Immobilisierung mittels Hüftorthese oder Becken-Bein-Gips für 6 Wochen 1
    • Begrenzung von Flexion und Adduktion durch spezielle Orthesen 5
  2. Operative Therapie (bei rezidivierenden Luxationen):

    • Wiederherstellung der korrekten Implantatposition
    • Sicherstellung ausreichender Weichteilspannung
    • Einsatz größerer Hüftköpfe, bipolarer Köpfe oder tripolarer Pfannen 1
    • Bei Luxationen aufgrund von Infektionen erfolgt die Behandlung nach den Prinzipien der periprothetischen Infektionstherapie 1

Die Rezidivrate bei Hüftprothesenluxationen ist mit 30% hoch, weshalb bei erfolgloser Therapie eine Behandlung in einem Zentrum für Revisionsendoprothetik empfohlen wird 1.

Klassifikation der Luxationen

Nach Ursache können Hüftprothesenluxationen in drei Typen eingeteilt werden 5:

  • Typ I: Positionell (Patient nimmt eine Position ein, die die mechanische Stabilität der Prothese überschreitet)
  • Typ II: Weichteilungleichgewicht (oft durch fehlende Fixation des Trochanter major oder übermäßigen Femurhalsschnitt)
  • Typ III: Fehlpositionierung der Komponenten

Diese Klassifikation ist wichtig für die Therapieentscheidung und Prognose.

Komplikationen

Komplikationen treten häufig auf, insbesondere bei Bettruhe als Behandlungsmethode 5. Eine genaue Ursachensuche ist daher entscheidend für den Therapieerfolg.

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