What is the appropriate dose of Ceftriaxone for a patient with E. coli sepsis and impaired renal function?

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Last updated: October 3, 2025View editorial policy

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Ceftriaxon-Dosierung bei E. coli Sepsis und eingeschränkter Nierenfunktion (GFR 35)

Bei einem Patienten mit E. coli Sepsis und einer GFR von 35 ml/min sollte Ceftriaxon in einer Dosierung von 2 g intravenös alle 24 Stunden verabreicht werden, ohne Dosisanpassung trotz der eingeschränkten Nierenfunktion. 1, 2

Pharmakokinetische Grundlagen bei Niereninsuffizienz

  • Ceftriaxon wird sowohl biliär als auch renal ausgeschieden, wobei Patienten mit Niereninsuffizienz normalerweise keine Dosisanpassung benötigen 1
  • Bei einer GFR von 35 ml/min liegt eine mäßige Niereninsuffizienz vor, die keine Dosisreduktion erfordert, da die Halbwertszeit von Ceftriaxon nur minimal verlängert ist (von etwa 5,8-8,7 Stunden bei Nierengesunden auf etwa 11,4 Stunden bei mäßiger Niereninsuffizienz) 1
  • Erst bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR <15 ml/min) oder bei gleichzeitiger schwerer Leberfunktionsstörung sollte die Tagesdosis 2 g nicht überschreiten 1

Optimale Dosierung für E. coli Sepsis

  • Für eine optimale Wirksamkeit bei E. coli Sepsis wird eine Dosierung von 2 g intravenös alle 12-24 Stunden empfohlen 2
  • Bei kritisch kranken Patienten mit Sepsis sollte die maximale empfohlene Dosierung in der initialen Phase verwendet werden, um eine ausreichende Konzentration am Infektionsort zu gewährleisten 2
  • Aktuelle Studien zeigen, dass eine 1 g Einmaldosis möglicherweise nicht ausreicht, um bei >90% der Patienten mit Sepsis therapeutische Konzentrationen zu erreichen, während 2 g einmal täglich bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≤140 ml/min eine ausreichende Exposition gewährleistet 3

Therapiedauer

  • Bei Patienten mit E. coli Sepsis ohne identifizierten Infektionsfokus, die sich bis zum 10. Tag erholt haben, kann die Behandlung beendet werden 2
  • Bei komplexeren Infektionen oder bei immungeschwächten Patienten kann eine längere Therapiedauer erforderlich sein 2

Wichtige Überlegungen zur Optimierung der Therapie

  • Die intravenöse Verabreichung wird bevorzugt, um eine optimale Bioverfügbarkeit zu erreichen 2
  • Die Antibiotikagabe sollte so schnell wie möglich nach Erkennung der Sepsis und innerhalb einer Stunde erfolgen, da jede Stunde Verzögerung mit einer messbaren Erhöhung der Mortalität verbunden ist 2
  • Bei Verbesserung des klinischen Zustands können orale Antibiotika verwendet werden, sofern eine ausreichende intestinale Absorption gewährleistet ist 2

Überwachung und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Nierenfunktion während der Therapie überwacht werden, obwohl keine Dosisanpassung erforderlich ist 1
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Vitamin-K-Antagonisten sollte die Gerinnungszeit häufig überwacht werden, da Ceftriaxon die Prothrombinzeit beeinflussen kann 1
  • Auf ausreichende Hydratation achten, um das Risiko von Urolithiasis zu minimieren 1

Besondere Hinweise

  • Ceftriaxon ist bei E. coli Sepsis hochwirksam und kann als Monotherapie eingesetzt werden 4
  • Bei Patienten mit Leberzirrhose und bakteriellen Infektionen hat sich Ceftriaxon in einer Dosierung von 2 g einmal täglich als wirksam erwiesen, mit guten Ansprechraten in 90% der Fälle 5
  • Bei Verdacht auf ESBL-produzierende E. coli sollte die Therapie engmaschig überwacht werden, da Ceftriaxon möglicherweise nicht wirksam ist und ein Wechsel zu einem Carbapenem erforderlich sein könnte 6

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