How long should the External Ventricular Drain (EVD) be clamped after intrathecal Alteplase administration?

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Last updated: October 6, 2025View editorial policy

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Empfehlungen zur Klemmungsdauer der EVD nach intrathekaler Alteplase-Gabe

Nach intrathekaler Alteplase-Gabe sollte die externe Ventrikeldrainage (EVD) für 1-2 Stunden geklemmt werden, um eine optimale Wirkung des Thrombolytikums zu gewährleisten. 1

Hintergrund und Rationale

Die intrathekale Gabe von Alteplase (rekombinanter Gewebeplasminogenaktivator, tPA) wird bei Dysfunktion von EVDs eingesetzt, insbesondere bei:

  • Verstopfung durch intraluminale Thromben 1
  • Bildung einer Fibrinscheide um die Katheterspitze 1
  • Beeinträchtigtem Liquorabfluss 1

Empfehlungen zur Handhabung nach intrathekaler Alteplase-Gabe

Klemmungsdauer

  • Die EVD sollte für 1-2 Stunden nach Alteplase-Gabe geklemmt werden, um dem Medikament ausreichend Zeit für die thrombolytische Wirkung zu geben 1
  • Diese Klemmungszeit entspricht der üblichen "Verweilzeit" (dwell time), die in klinischen Studien für die optimale Wirksamkeit von Alteplase bei Katheter-Dysfunktionen verwendet wurde 1

Faktoren, die bei der Klemmungsdauer zu berücksichtigen sind

  • Intrakranieller Druck (ICP) vor der Klemmung:

    • Bei Patienten mit ICP ≥15 mmHg vor der Klemmung besteht ein erhöhtes Risiko für ICP-Komplikationen nach der Klemmung 2
    • Bei Patienten mit ICP ≥20 mmHg vor der Klemmung ist das Risiko für post-Klemmungs-ICP-Komplikationen deutlich erhöht (aRR 12,94) 2
  • Liquorproduktion:

    • Bei Patienten mit hoher stündlicher Liquorproduktion vor der Klemmung besteht ein erhöhtes Risiko für ICP-Anstiege während der Klemmung 2
    • Jeder zusätzliche ml Liquor pro Stunde erhöht das Risiko für ICP-Komplikationen (aRR 1,11) 2

Überwachung während und nach der Klemmung

  • Engmaschige neurologische Überwachung während der Klemmungszeit 1
  • Regelmäßige Kontrolle des intrakraniellen Drucks, falls verfügbar 2
  • Bei Anzeichen einer neurologischen Verschlechterung (Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinsveränderung) sollte die Klemmung sofort beendet werden 1

Vorsichtsmaßnahmen und Komplikationsmanagement

  • Bei Patienten mit bereits erhöhtem ICP vor der Klemmung sollte eine kürzere Klemmungszeit erwogen werden 2
  • Bei Anzeichen einer intrakraniellen Blutung:
    • Sofortige Beendigung der Alteplase-Wirkung 1
    • Notfall-CT des Kopfes 1
    • Erwägung von Kryopräzipitat (enthält Faktor VIII) bei Fibrinogenspiegel <200 mg/dl 1
    • Konsultation von Hämatologie und Neurochirurgie 1

Zusammenfassung

Die optimale Klemmungsdauer nach intrathekaler Alteplase-Gabe beträgt 1-2 Stunden, muss jedoch individuell angepasst werden, basierend auf dem initialen ICP-Wert und der Liquorproduktion des Patienten. Eine engmaschige Überwachung während der Klemmungszeit ist essentiell, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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