Why restrict fluid intake to 500-800 mL/24 hours in patients at risk of fluid overload?

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Last updated: October 6, 2025View editorial policy

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Flüssigkeitsbeschränkung auf 500-800 ml/24h bei normovolämischen Formen

Bei normovolämischen Patienten mit Risiko für Flüssigkeitsüberladung sollte die Flüssigkeitsaufnahme auf 500-800 ml/24h beschränkt werden, um eine weitere Verschlechterung des klinischen Zustands zu vermeiden und die Entwicklung von Komplikationen wie Lungenödem, Herzversagen und peripheren Ödemen zu verhindern. 1

Pathophysiologische Grundlagen

  • Bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose führt eine eingeschränkte Fähigkeit zur Ausscheidung freien Wassers zu einer Flüssigkeitsretention, die durch neurohormonelle Mechanismen wie erhöhte Vasopressin-Ausschüttung und verstärkte proximale Natriumreabsorption verursacht wird 1
  • Hyponatriämie entsteht primär durch die Unfähigkeit, freies Wasser auszuscheiden, wobei Noradrenalin und Angiotensin II zu einer verminderten Natriumzufuhr zum distalen Tubulus führen und Vasopressin die Wasserreabsorption aus dem distalen Tubulus erhöht 1
  • Bei Flüssigkeitsüberladung steigt das Risiko für Komplikationen wie Lungenödem, Herzversagen, verzögerte Wundheilung, Gewebeabbau und beeinträchtigte Darmfunktion 2

Klinische Evidenz für Flüssigkeitsbeschränkung

  • Strenge Flüssigkeitsbeschränkung ist besonders indiziert bei:

    • Patienten mit hypervolämischer Hyponatriämie (Serum-Natrium <125 mmol/L) 1
    • Patienten mit refraktärer Diuretika-Resistenz 1
    • Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz 3
    • Oligo-anurischen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung Stadium 3-5 1
  • Die American College of Cardiology Foundation/American Heart Association empfiehlt eine Flüssigkeitsbeschränkung auf etwa 2 L/Tag für die meisten hospitalisierten Patienten mit Herzinsuffizienz, aber eine strengere Beschränkung (wie 500-800 ml/Tag) für Patienten, die diuretikaresistent sind oder eine signifikante Hyponatriämie aufweisen 1

Rationale für die spezifische Menge von 500-800 ml/24h

  • Diese strenge Begrenzung berücksichtigt den minimalen Flüssigkeitsbedarf unter Berücksichtigung der insensiblen Verluste:

    • Erwachsene haben insensible Flüssigkeitsverluste von etwa 400 ml/m² oder 20 ml/kg/Tag 1
    • Die Begrenzung auf 500-800 ml erlaubt die Deckung dieser Grundbedürfnisse bei gleichzeitiger Minimierung des Risikos einer Flüssigkeitsüberladung 1
  • Bei hypervolämischer Hyponatriämie kann eine Flüssigkeitsbeschränkung auf <1 L/Tag helfen, den Serum-Natriumspiegel zu stabilisieren oder zu verbessern, obwohl dies für Patienten schwer einzuhalten ist 1

Praktische Umsetzung

  • Die Flüssigkeitsbeschränkung sollte folgende Komponenten umfassen:

    • Reduzierung der Getränkeaufnahme 1
    • Beschränkung von Nahrungsmitteln, die bei Raumtemperatur flüssig oder halbflüssig sind (z.B. Eis, Suppe, Gelatine, Eiscreme, Joghurt) 1
    • Berücksichtigung des Wassergehalts von Obst und Gemüse (ca. 20% der Gesamtwasseraufnahme stammt aus Nahrungsmitteln) 1
  • Strategien zur Verbesserung der Adhärenz:

    • Verwendung kleiner Tassen oder Gläser 1
    • Durstlöschen durch Lutschen von zerstoßenem Eis 1
    • Vermeidung von natriumreichen oder sehr süßen Lebensmitteln, die den Durst verstärken 1

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Eine zu abrupte und zu strenge Natriumrestriktion kann bei Patienten, die an eine hohe Natriumaufnahme gewöhnt sind, zu Appetitlosigkeit und Mangelernährung führen 1
  • In heißen oder trockenen Klimazonen kann eine übermäßige Flüssigkeitsbeschränkung Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz dem Risiko eines Hitzschlags aussetzen 1
  • Bei Patienten mit Sepsis oder akuter Erkrankung muss die Flüssigkeitsgabe sorgfältig gegen das Risiko einer respiratorischen Beeinträchtigung abgewogen werden 1
  • Die Flüssigkeitsbeschränkung sollte regelmäßig neu bewertet werden, insbesondere wenn sich der klinische Zustand des Patienten ändert 1

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

Fluid restriction in patients with heart failure: how should we think?

European journal of cardiovascular nursing, 2016

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