What substances and medications should be avoided when taking antibiotics?

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Was darf man bei Antibiotika nicht einnehmen

Bei der Einnahme von Antibiotika sollten bestimmte Substanzen und Medikamente vermieden werden, da sie die Wirksamkeit der Antibiotika beeinträchtigen oder gefährliche Wechselwirkungen verursachen können. 1

Nahrungsmittel und Getränke zu vermeiden

  • Milchprodukte und calciumreiche Getränke: Ciprofloxacin und andere Fluorchinolone sollten nicht zusammen mit Milch, Joghurt oder calciumangereicherten Säften eingenommen werden, da diese die Absorption des Antibiotikums erheblich reduzieren können 1
  • Alkohol: Sollte während der Antibiotikatherapie vermieden werden, da er die Lebertoxizität erhöhen kann, besonders bei Methotrexat und anderen Medikamenten 2
  • Koffeinhaltige Produkte: Ciprofloxacin kann die Wirkung von Koffein verstärken und zu einer Koffeinanreicherung führen 1

Medikamente mit Wechselwirkungen

Antazida und Mineralien

  • Antazida mit Aluminium, Calcium oder Magnesium: Diese sollten mindestens 1-2 Stunden vor oder 4-6 Stunden nach der Einnahme von Antibiotika wie Ciprofloxacin eingenommen werden 2, 1
  • Eisenpräparate: Reduzieren die Absorption von Ciprofloxacin und sollten zeitlich getrennt eingenommen werden 1
  • Sucralfat: Kann die Absorption von Antibiotika verringern 1

Schmerzmittel und Entzündungshemmer

  • NSAIDs (Nichtsteroidale Antirheumatika): Besonders bei gleichzeitiger Einnahme mit Methotrexat kann es zu erhöhter Toxizität kommen. Naproxen, Diclofenac, Ibuprofen und Indometacin sind besonders problematisch 2
  • Salicylate: Können die renale Elimination von Methotrexat reduzieren 2

Andere Medikamente

  • Tizanidin (Zanaflex®): Darf nicht zusammen mit Ciprofloxacin eingenommen werden, da es zu gefährlich erhöhten Tizanidin-Spiegeln führen kann 1
  • Theophyllin: Ciprofloxacin erhöht die Theophyllin-Spiegel, was zu Toxizität führen kann 2, 1
  • Methotrexat: Ciprofloxacin und andere Antibiotika können die Methotrexat-Spiegel erhöhen und das Toxizitätsrisiko steigern 2, 1
  • Warfarin und andere Antikoagulantien: Einige Antibiotika wie Trimethoprim-Sulfamethoxazol und Makrolide können die Wirkung von Antikoagulantien verstärken und das Blutungsrisiko erhöhen 2
  • Phenytoin: Wechselwirkungen mit Ciprofloxacin und Trimethoprim-Sulfamethoxazol möglich 2, 1

Besonders problematische Antibiotika-Kombinationen

  • Trimethoprim-Sulfamethoxazol (Co-trimoxazol): Sollte bei Patienten, die Methotrexat einnehmen, vermieden werden, da es zu schwerer Knochenmarksuppression führen kann 2
  • Fluorchinolone (z.B. Ciprofloxacin): Besondere Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die das QT-Intervall verlängern, wie bestimmte Antiarrhythmika, trizyklische Antidepressiva, Makrolide und Antipsychotika 2, 1

Spezielle Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion: Besondere Vorsicht bei Antibiotika-Wechselwirkungen, da diese verstärkt auftreten können 2
  • Bei älteren Patienten: Das Risiko für Wechselwirkungen ist erhöht, besonders bei Trimethoprim und Methotrexat 2
  • Bei Epilepsie oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte: Vorsicht bei Penicillinen, Cephalosporinen, Fluorchinolonen und Carbapenemen, da diese das Krampfrisiko erhöhen können 3

Allgemeine Empfehlungen

  • Ausreichend Flüssigkeit: Während der Antibiotikatherapie sollte viel getrunken werden, besonders bei Ciprofloxacin 1
  • Sonnenlicht und UV-Strahlung: Bei Einnahme von Fluorchinolonen sollte übermäßige Sonnenexposition vermieden werden, da Photosensitivität auftreten kann 1
  • Antibiotika-Kurs vollständig einnehmen: Die Therapie nicht vorzeitig abbrechen, auch wenn Besserung eintritt, es sei denn, der Arzt rät dazu 1

Bei Unsicherheiten bezüglich möglicher Wechselwirkungen sollte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker gehalten werden.

References

Guideline

Guideline Directed Topic Overview

Dr.Oracle Medical Advisory Board & Editors, 2025

Research

[The risk of epileptic seizures during antibiotic therapy].

Wiadomosci lekarskie (Warsaw, Poland : 1960), 2017

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