Thromboseprophylaxe: Verschreibung und Bezug
Thrombosespritzen müssen ärztlich verschrieben werden und können anschließend in der Apotheke abgeholt werden. 1
Verschreibung von Thrombosespritzen
- Thrombosespritzen (niedermolekulare Heparine) werden vom Arzt verschrieben, nachdem die individuelle Risikosituation des Patienten beurteilt wurde 1
- Die Verschreibung erfolgt in der Regel durch den behandelnden Arzt im Krankenhaus oder durch den niedergelassenen Arzt (Hausarzt oder Facharzt) 1
- Die Verschreibung enthält Angaben zu:
Bezugsquellen für Thrombosespritzen
- Nach Erhalt des Rezepts können Thrombosespritzen in jeder öffentlichen Apotheke bezogen werden 1
- In manchen Fällen werden die Spritzen direkt im Krankenhaus für die ersten Tage mitgegeben 1
- Bei längerfristiger Anwendung kann eine Schulung zur Selbstinjektion erfolgen, sodass der Patient die Spritzen selbst anwenden kann 1
Gängige Thromboseprophylaxe-Präparate
- Niedermolekulare Heparine (LMWH) sind die am häufigsten verschriebenen Thrombosespritzen 1:
- Fondaparinux (2,5 mg einmal täglich) ist eine Alternative zu LMWH 1, 2
Wichtige Hinweise zur Anwendung
- Die Injektion erfolgt in der Regel subkutan (unter die Haut) in die Bauchfalte 1
- Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Indikation:
- Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosierung angepasst werden 1
Kostenübernahme
- Die Kosten für Thrombosespritzen werden in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen, wenn sie ärztlich verordnet sind 1
- Die Kosten variieren je nach Präparat und Behandlungsdauer erheblich 1
Besondere Situationen
- Bei Patienten mit Tumorerkrankungen können spezielle Dosierungsschemata erforderlich sein 1
- Bei Schwangeren mit erhöhtem Thromboserisiko werden bevorzugt niedermolekulare Heparine eingesetzt 1
- Bei Patienten mit impfinduzierter Thrombozytopenie und Thrombose (VITT) sind spezielle Antikoagulationsregime erforderlich 1
Die richtige Anwendung der Thromboseprophylaxe ist entscheidend für deren Wirksamkeit und Sicherheit. Daher ist es wichtig, die ärztlichen Anweisungen genau zu befolgen und bei Fragen oder Unklarheiten den behandelnden Arzt oder Apotheker zu konsultieren 1.